Wildursprungschein


Druckerei Stelzig-Druck

Der Wildursprungschein wird als Durchschreibesatz mit drei Durchschlägen zu Blocks á 30 Sätze geliefert, jeweils mit den dazugehörigen Wildmarken. Die Bezugsquelle ist die Druckerei Stelzig-Druck, Carnotstr. 40, 39120 Magdeburg. Bestellungen sind möglich telefonisch unter Tel. 0391 62596-0, Fax 0391 62596-50, oder per E-Mail:stelzig-druck@t-online.de.

Wildursprungschein (Muster)

Behördenverlag Jüngling

210 x 297, 1seitig, 3fach SD, weiß/grün/rosa, B1/1: 1/0farbig, Original, B1/2: 1/0farbig, Kopie, B1/3: 1/0farbig, Kopie, Bindung: Stumpfleimung am Kopf

Wildursprungschein (Muster) Bestellschein Online-Bestellung
Deutscher Jagdverband Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e.V. Jägerprüfung in Sachsen-Anhalt Frankonia Jungjäger Initiative Tierseuchenbekämpfung



09.12.2016

Gerichsturteil: Widerruf einer Waffenbesitzkarte

Vorausgegangen war folgender Sachverhalt:
Im Rahmen einer familiären Auseinandersetzung wurde durch die Ehefrau eines Jägers Polizei und Rettungsdienst alarmiert, weil ihr Ehemann vermeintlich Suizidabsichten geäußert haben soll. Beim Eintreffen erkundigten sich die Beamten, welche im Vorfeld vom Waffenbesitz Kenntnis erlangt hatten, nach der Aufbewahrung der Schusswaffen. Daraufhin händigte der Sohn die in Waffenschranknähe ablegten Waffenschrankschlüssel aus. Im weiteren Verfahren wurde vorgetragen, dass der Sohn zuvor durch seine Mutter beauftragt worden sei, nach den Waffenschrankschlüsseln zu suchen, um diese zu verwahren bzw. der Polizei zu übergeben.

Download des Gerichtsurteils





05.12.2016

AI-Ausbruch bei Wildenten, Schkopau - Beobachtungsgebiet betrifft auch Bad Lauchstädt und Teutschenthal

Der Landkreis Saalekreis verfügt die Einleitung von entsprechenden Maßnahmen für ein Beobachtungsgebiet und eine Sperrzone hinsichtlich des nun bestätigten Falls der Geflügelpest bei einem Wildvogel bei den Rattmannsdorfer Teichen.
Der Beschluß tritt mit der amtlichen Bekanntmachung im Amtsblatt am 05.12.2016 in Kraft.

Allgemeinverfügung Geflügelpest-Sperrbezirk Schkopau
Geflügelpest-Beobachtungsgebiet Schkopau





16.11.2016

Tierseuchenbekämpfung; Geflügelpest-Informationen

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit möchten wir Ihnen weitere und geänderte Informationen für Bürger zum Fortgang des Geflügelpestgeschehens zukommen lassen. Diese finden Sie in Kürze ebenfalls auf der Homepage des Saalekreises.

Die Durchführung von Geflügelausstellungen und -märkten sowie ähnlichen Veranstaltungen ist im Landkreis Saalekreis ab sofort und bis auf weiteres untersagt. Es sind alle Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen-Anhalt angewiesen, so zu verfahren.

Um Meldung von tot aufgefundenen Wasservögeln sowie anderen Vogelarten, sofern es sich dabei um mehr als Einzeltiere handelt, mit genauem Fundort an das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt wird gebeten.

Neben dem Gebot der Aufstallung in Risikogebieten wird eine Aufstallung auch allen anderen Geflügelhaltern dringend empfohlen. Die Geflügelhalter haben Vorbereitungen für die Umsetzung einer flächendeckenden Aufstallung des Geflügels zu treffen.

Für alle Geflügelhaltungen gelten besondere Biosicherheitsmaßnahmen. Hierzu ist am 18.11.2016 die bundesweit geltende Verordnung über besondere Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen im Bundesanzeiger veröffentlicht worden (siehe Anlage 2).
  • Alle Ein- und Ausgänge von Geflügelhaltungen sind gegen unbefugtes Betreten zu sichern
  • Betriebsfremde Personen dürfen Geflügelhaltungen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegschutzkleidung betreten.
  • Die verwendete Schutzkleidung ist nach Gebrauch unverzüglich zu reinigen und zu desinfizieren oder unschädlich zu beseitigen
  • Eine bestandseigene Einrichtung zum Waschen der Hände und zur Desinfektion der Schuhe muss vorhanden sein.

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie (MULE) hat Verhaltensregeln für Kleinbetriebe mit Geflügelhaltung zusammengestellt (siehe Anlage 1).

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.





16.11.2016
Quelle: http://www.mz-web.de/25103978 ©2016

Erstmals seit 150 Jahren Der Wolf erreicht den Süden Sachsen-Anhalts

Erstmals seit 150 Jahren Der Wolf erreicht den Süden Sachsen-Anhalts Es gab erst Zweifel, das ist aber der Beleg: Tatsächlich wurde bei Landsberg ein Wolf überfahren. Foto: Martin Trost

Halle (Saale) - Der Wolf ist erstmals seit 150 Jahren wieder im Süden Sachsen-Anhalts festgestellt worden. Offenbar rückt das Raubtier immer weiter auch in dicht besiedelte Gebiete vor. Wie erst jetzt bestätigt wurde, hat ein Autofahrer auf der B 100 bei Landsberg (Saalekreis) vor zwei Wochen ein männliches Tier überfahren. "Das ist der erste sichere Nachweis", hieß es aus dem Umweltministerium.

Vorkommen von Wölfen in Deutschland Vorkommen von Wlfen in Deutschland Foto: NABU

Experten haben den weiteren Vormarsch bereits erwartet. Das erste Tier wurde 2008 in Sachsen-Anhalt entdeckt. Aktuell gibt es in Sachsen-Anhalt ein Wolfspaar und zwölf Wolfsrudel. (mz)




16.11.2016

auffällige Füchse

Befundung von auffälligen bzw. erkrankten Füchsen

Sehr geehrte Weidgenossinnen,
Sehr geehrte Weidgenossen,
anliegend wieder die Liste der auffälligen/erkrankten Füchse im LK mit Stand November 2016.
Die eingereichten Füchse durch unsere Revierinhaber vom Juli bis September 2016 wiesen keine Auffälligkeiten auf. Das Veterinäramt, Frau Günther, hat mich gebeten alle Revierinhaber zu informieren, dass noch für das Kalenderjahr 2016 Waschbären, Füchse und Marderhunde im Rahmen des laufenden Monitorings zur Untersuchung dringend benötigt werden vor allem aus dem Geiseltaler Raum.

Sollten Sie Fragen zur Abgabe haben, können Sie sich gern bei Frau Günther (03461 40 1792) erkundigen.

Jagdgebiet Datum Staupe Fuchsbandwurm Tollwut andere
Knapendorf 05.01.2016 neg. pos. neg.
Ziegelroda 07.01.2016 neg. pos. neg.
Kabelsketal / Benndorf 14.01.2016 pos. neg. neg.
Leuna 14.02.2016 pos. neg. neg.
Merseburg 28.02.2016 pos. neg. neg.
Döllnitz / Lochau 19.03.2016 pos. neg. neg.
Dieskau 10.03.2016 pos. neg. neg.
Kabelsketal / 21.03.2016 pos. neg. neg.
Kabelsketal 21.03.2016 pos. neg. neg.
Kabelsketal / Dieskau 22.03.2016 pos. neg. neg.
Knapendorf 18.04.2016 pos. neg. neg. Salmonellose
Ziegelroda 11.04.2016 verd. pos. neg.
Nauendorf 09.06.2016 neg. pos. neg.
Günthersdorf 17.06.2016 pos. neg.
Kreypau/Wüsteneutzsch 12.07.2016 pos. neg.
Schkopau 13.07.2016 pos. neg.
Kalzendorf/Jüdendorf 20.10.2016 pos. neg.
Ziegelroda 27.10.2016 verd. pos. neg.
Weißenschirmbach 02.11.2016 pos. neg.

Stand: 02.11.2016





15.11.2016

Aktuelles Geflügelpestgeschehen

Landwirtschaftsministerin appelliert an Geflügelhalter


Magdeburg. Wegen der aktuellen Funde der hochpathogenen Variante des Geflügelpestvirus vom Typ H 5 N8 bei Wildvögeln in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Bayern gilt es, die Tierseuchenschutzmaßnahmen für gehaltenes Geflügel zu überprüfen und erforderlichenfalls anzupassen.

Insbesondere vor dem Hintergrund des heute bestätigten ersten Ausbruchs der Geflügelpest in einer Nutzgeflügelhaltung in Lübeck (Schleswig-Holstein) appelliert Ministerin Dalbert an alle Geflügelhalter in Sachsen-Anhalt, die Biosicherheitsmaßnahmen in ihren Betrieben strikt einzuhalten.

Geflügelhaltern, die ihre Tiere im Freiland in der Nähe zu Gewässern mit größeren Ansammlungen von Wildvögeln halten, wird bereits jetzt empfohlen, das Geflügel entweder aufzustallen oder unter einer gegen Wildvögel gesicherten Schutzvorrichtung zu halten.

Die zuständigen Behörden in Sachsen-Anhalt führen zurzeit Risikobewertungen durch, um Areale festzulegen, in denen Anfang nächster Woche die Aufstallung des dort gehaltenen Geflügels angeordnet werden soll.

Aktuell gibt es keine Hinweise auf das Vorkommen von H 5 N8 in Sachsen-Anhalt, dennoch werden insbesondere die Jagdausübungsberechtigten gebeten, bei Beobachtung von vermehrt auftretenden Todesfällen bei Wildvögeln unverzüglich das zuständige Veterinäramt zu informieren. Bisher waren vor allem Reiherenten, aber auch Schwäne, Wildgänse, Blesshühner und Möwen betroffen.

Für Fragen zum Thema Geflügelpest und Aufstallung stehen die Veterinärämter der Landkreise und kreisfreien Städte und der Fachbereich Veterinärmedizin des Landesamtes für Verbraucherschutz zur Verfügung.

Pressemitteilung des Ministerium für Umwelt. landwirtschaft und Energie (PDF-Download)



14.11.2016

Gesetzesänderung

Erstes Gesetz zur Änderung des Bundesjagdgesetzes veröffentlicht


Mit der nunmehr für einige Weidgenossen langersehnten Veröffentlichung des Bundesgesetzblattes zur Änderungen des Bundesjagdgesetzes können Halbautomaten ab sofort wieder verwendet werden.

Erstes Gesetz zur Änderung des Bundesjagdgesetzes (PDF-Download)





28.10.2016

Jägerpost Landesjagdverband Sachsen-Anhalt

November 2016

Hubertusmessen 2016

Hier finden sie die anstehenden Termine der Hubertusmessen.
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Höhepunkte 2016 für die Jagdhornbläser und den Nachwuchs

Zwei Bläserhöhepunkte in diesem Jahr liegen hinter uns. Zum einen unser Kinder- und Jugendbläsercamp in Naumburg und zum anderen unser Landesbläsertreffen im Elbauenpark Magdeburg.
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Bundesjagdgesetz passiert Bundesrat

Berlin: Der Bundesrat hat der Änderung des Bundesjagdgesetzes zugestimmt. Damit ist der Weg für ein baldiges Inkrafttreten der Neuregelung zur Verwendung von Selbstladebüchsen bei der Jagd frei.
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Informationen zur Umsatzsteuerpflicht von Jagdgenossenschaften

Wie wir schon im Mitteilungsblatt Oktoberberichtet haben, unterliegen dieJagdpachtverträge der Jagdgenossenschaften ab dem 01.01.2017 dem Umsatzsteuergesetz
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Artenschutz als Produktionsziel
Niederwildtag des LJV Sachsen- Anhalt
Greening mit Zwischenfruchtanbau und Blühstreifen auf der einen Seite, weggepflügte Säume, beseitigte Hecken,
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30.10.2016

Hubertusmesse

Hubertusmesse 2016

Hubertusmesse 2016

Am 30. Oktober 2016 ab 16 Uhr wird in der St. Nikolai-Kirche zu Wettin zum neunten Mal die Hubertusmesse gefeiert. Gemeinsam mit der Jägerschaft Saalkreis e. V. und dem Jagdhornbläsercorps Kloschwitz, dem Kulturverein Wettin e. V., dem Förderverein Nikolaikirche e. V. sowie Pfarrer A. Schuster wird zu Ehren des Heiligen Hubertus eine feierliche Messe gelesen.

Anschließend findet ein Schüsseltreiben statt.





26.10.2016

Mitteilungen

Jagdgenossenschaft künftig Umsatzsteuer pflichtig

Eine Änderung des Umsatzsteuerrechts führt dazu, dass ab dem 1.1.2017 unter Umständen auch die Verpachtung eines gemeinschaftlichen Jagdbezirks urasatzsteuerpßichtig ist. Einige rechtliche Fragen in diesem Zusammenhang sind nochungeklärt.

Dennoch wollen wir schon ein paar Hinweise geben. Die Jagdgenossenschaften in Sachsen-Anhalt werden derzeit über die Jagdbehörden informiert.

Durch eine Änderung des Umsatzsteuerrechts müssen Körperschaften des öffentlichen Rechts - zu denen auch Jagdgenossenschaften zählen - ab dem 1.1.2017 für viele Geschäfte Umsatzsteuer abführen. Dies hat auch Auswirkungen auf die Jagdverpachtung, da es sich dabei unter Umständen um ein umsatzsteuerpflichtiges Geschäft handelt. Viele Fragen aus der Praxis sind juristisch noch ungeklärt oder lassen sich nicht pauschal beantworten, da es z.B. auf den Pachtvertrag ankommt.

Im Grundsatz ist die Jagdgenossenschaft umsatzsteuerpflichtig, d.h. sie kann die anfallende Umsatzsteuer nicht ohne weiteres auf den Pachtpreis aufschlagen. Je nach Gestaltung des Pachtvertrages (und ggf. auch abhängig von anderen Faktoren) kann unter Umständen der Pächter zur Zahlung der Umsatzsteuer verpflichtet sein.

Wichtig ist, folgendes zu beachten:
  • Die Jagdgenossenschaft kann bis zum 31.12.2016 durch Mitteilung an das Finanzamt eine Option ausüben, so dass die Neuregelung erst ab dem 1.1.2021 gilt. Die Jagdgenossenschaften können hierzu bei den Verbänden der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer Näheres erfahren. Pächter von gemeinschaftlichen Jagdbezirken sollten den Vorstand der Jagdgenossenschaft auf diese Möglichkeit hinweisen. Dies gilt vor allem, wenn der Pächter laut Pachtvertrag verpflichtet ist, anfallende Umsatzsteuer zu zahlen!
  • In vielen Fällen dürfte eine Befreiung für Kleinunternehmer (§ 19 UStG) greifen, wonach keine Umsatzsteuer anfällt, wenn der Jahresumsatz (der Jagdgenossenschaft) unter 17.500 Euro liegt.
  • Bei neu abzuschließenden Pachtverträgen sollte darauf geachtet werden, dass der Bruttopachtpreis ausgewiesen wird, damit eine spätere Auseinandersetzung hierüber vermieden werden kann.
Quelle: WILKO FLORSTEDT




25.10.2016

Pressemitteilungen: www.jagdverband.de

Beginn der Drückjagdsaison

Herbstzeit ist Erntezeit: Nicht nur Pilzsammler sind in dieser Zeit im Wald unterwegs, sondern auch Jäger. Die Hauptjagdsaison hat begonnen. Der Deutsche Jagdverband bittet Waldbesucher, auf Warnschilder zu achten.

24. Oktober 2016 (DJV) Berlin In der Hauptjagdsaison von Oktober bis Januar erlegen Jäger einen Großteil der Rehe, Hirsche und Wildschweine. Damit sollen Schäden in Wald und Feld reduziert werden. "Die Bewegungsjagden im Herbst ermöglichen einen effektiven Eingriff in den Wildbestand und tragen maßgeblich zur Erfüllung des Abschussplanes bei. Doch Sicherheit geht vor, Personen oder Nutztiere dürfen auf keinen Fall gefährdet werden", sagt Hans-Heinrich Jordan, Präsidiumsmitglied des Deutschen Jagdverbands (DJV). Die großräumigen Drückjagden können mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Reiter, Jogger und Spaziergänger sollten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Warnschilder und Absperrbänder unbedingt beachten und das Jagdgebiet meiden.

Auf Sicherheit wird im Jagdbetrieb in Ausbildung und Praxis allergrößter Wert gelegt. Um Jagdteilnehmer und Unbeteiligte vor Gefahren zu schützen, gelten strenge Regeln: Beispielsweise darf der Jäger nur schießen, wenn er Wildart, Geschlecht und Alter eindeutig erkennt. Zudem muss sicherer Kugelfang gewährleistet sein! Das heißt, es darf nur geschossen werden, wenn die Kugel nach dem Durchschlagen des Wildkörpers im Boden versinkt. Ein Schuss auf Kuppen, Richtung Straße, Siedlung oder Personen ist strengstens verboten.

Die Teilnehmer einer Jagd sind an ihrer Warnkleidung zu erkennen. Außerdem sind Jagdhunde mit signalfarbenen Westen ausgestattet, die sie weithin sichtbar machen. Während der Jagd können Hunde oder Wildtiere in Waldnähe unvermittelt am Straßenrand auftauchen und die Straße queren. Der DJV ruft daher Verkehrsteilnehmer zu besonderer Rücksichtnahme auf: vorübergehende Geschwindigkeitsbeschränkungen und Hinweisschilder sollten unbedingt beachtet werden.

Mit Bewegungsjagden können Jägerinnen und Jäger Pflanzenfresser effektiv regulieren und hochwertiges Fleisch liefern. Wildtiere sollen durch Treiber und Hunde langsam in Bewegung gebracht werden, damit Jäger genügend Zeit haben, das Wild genau zu erkennen und tierschutzgerecht zu erlegen. Rehe, Hirsche und Wildschweine vermehren sich in unserer Kulturlandschaft aufgrund der guten Nahrungssituation stark. Ohne Jagd würden hohe Schäden in Land- und Forstwirtschaft entstehen.




24.10.2016

DRINGEND

Sammlung von Unterstützerunterschriften für die Liste "Jagd" zur Zulassung zu den Sozialwahlen 2017

Sehr geehrte Vorsitzende und Obleute, sehr geehrte Kreisjägermeister, liebe Mitstreiter,
wie bereits mehrfach angesprochen sammeln wir (gemeinsam mit dem DJV) Unterstützerunterschriften für die Zulassung einer Liste Jagd bei den Sozialwahlen 2017.

Es zeichnet sich jedoch ab, dass wir zwingend noch weitere Unterschriften von Jagdpächtern benötigen. Daher bitte ich Sie, wenn möglich persönlich die für die Unterschriftensammlung erforderlichen Dokumente an die Hegeringe/ Pächtergemeinschaften zu übergeben und einzuholen. Abgabefrist für die Erklärungen zur Wahlberechtigung sowie die Unterstützerunterschriften ist der 09.11.2016. Wir bitten Sie die korrekt ausgefüllten Unterlagen und die Belege an unsere Geschäftsstelle zu senden. Die anfallen Versandkosten können beim LJV bei Vorlage einer Postquittung abgerechnet werden.

Bitte beachten Sie: Unterschriftsberechtigt sind auch die unterschriftsberechtigten Ehepartner, der im Pachtvertrag benannten Pächter.

Sie können das Prozedere vorbereiten, indem Sie die Unterstützerliste sowie die Erklärung zur Wahlberechtigung in ausreichender Stückzahl ausdrucken bzw. kopieren und ein Muster beilegen. Wichtig ist, dass auf beiden Dokumenten die Mitglieds- bzw. Versichertennummer (Siehe Muster) eingetragen wird. Die Beilage einer Kopie des letzten Beitragsbescheides dient ausschließlich der Prüfung der Wahlberechtigung anhand der Versichertennummer und wird anschließend vernichtet. Weitere Informationen zum Ablauf finden Sie im ersten Anschreiben vom 22.September unterhalb dieser Mail. Sollten Sie Fragen zum Vorgang haben, können Sie diese an unsere Geschäftsstelle richten.



Liebe Mitstreiter,
als Präsident des LJV Sachsen-Anhalt und Mitglied des DJV-Präsidiums setze ich mich für eine Veränderung in Sachen Berufsgenossenschaft ein. In unserem Land existieren mehr als 2100 Jagdbezirke und es wäre sehr fragwürdig, wenn wir es in Sachsen-Anhalt nicht schaffen wenigstens 300 Unterschriften an unseren Dachverband abzuliefern. Wenn nur jeder Vorsitzende und Kreisjägermeister zehn Unterschriften sammelt, kämen wir in Sachsen-Anhalt auf mehr als 400 Unterstützerunterschriften.

Sollte dieser Anlauf scheitern, würde das zur Folge haben, dass die Jagd weiterhin keine Stimme innerhalb der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft hat. Lassen Sie uns das ändern!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Hans-Heinrich Jordan
Präsident

Landsjagdverband Sachsen-Anhalt
Halberstädter Straße 26
39171 Sülzetal OT Langenweddingen
Tel: 039205 41 75 70
www.ljv-sachsen-anhalt.de








Sammlung von Unterstützerunterschriften für die Liste "Jagd" zur Zulassung zu den Sozialwahlen 2017

Sehr geehrte Herren Präsidiums- und Vorstandsmitglieder,
sehr geehrte Damen und Herren Kreisgruppenvorsitzende,
sehr geehrte Mitstreiter,

wie Sie wissen, sind Jagdpächter gem. Sozialgesetzbuch Pflichtmitglied in der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft, genauer gesagt, in der Sozialversicherung für Landwirtschaft Forsten und Gartenbau (SVLFG). Bislang waren die Einflussmöglichkeiten des Deutschen Jagdverbandes (DJV) und der Landesjagdverbände (LJVs) auf die Abläufe und Beitragsgestaltung der SVLFG sehr begrenzt. Dies möchten der DJV und die LJVs ändern.

Der DJV und die LJVs haben daher eine Liste von Kandidaten zur Vertreterversammlung der SVLFG aufgestellt mit dem Ziel, eine bessere Vertretung jagdlicher Interessen zu erreichen. Die Wahl findet im Mai 2017 statt. Damit die Liste überhaupt zur Wahl zugelassen wird, ist es erforderlich, 1.000 Unterschriften von Wahlberechtigten zu sammeln. Dafür gibt es ein vorgeschriebenes leider etwas kompliziertes Verfahren, das zwingend einzuhalten ist.

Ursprünglich war beabsichtigt, die Unterschriften ausschließlich im Zuständigkeitsbereich des LJV Niedersachen einzuholen. Derzeit zeichnet sich allerdings ab, dass dort das Ziel (1.000 Unterschriften) nicht ganz erreicht wird und wir (zumindest sicherheitshalber) auch Unterschriften aus anderen LJVs benötigen.

Unterschreiben dürfen ausschließlich Revierpächter und deren Ehepartner; sie gelten nämlich als "Selbständige ohne fremde Arbeitskräfte" (SofA). Übrigens: Bei Pächtergemeinschaften ist häufig nur einer der Revierpächter gegenüber der SVLFG benannt und dient als Ansprechpartner. In diesem Fall dürfen aber auch alle Mitpächter einzeln unterschreiben - sofern sie wirksam Pächter (d. h., im Pachtvertrag als Pächter benannt) sind. Begehungsscheininhaber, die nicht im Pachtvertrag als Pächter benannt sind, dürfen leider nicht unterschreiben.

Revierinhaber, die einen Arbeitnehmer (z. B. Berufsjäger) beschäftigen, gehören nicht zur Gruppe der "SofA", sondern zur Gruppe der Arbeitgeber; sie dürfen ebenfalls nicht unterschreiben. Insbesondere Eigenjagdbesitzer müssen dies beachten, da viele in einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb Arbeitnehmer beschäftigen.

Im Zuständigkeitsbereich des LJV Sachsen-Anhalt sollte es uns gelingen, mit wenigsten 80 Unterstützerunterschriften zum Gelingen des Vorhabens beizutragen. Das bedeutet, dass wir aus jeder unserer Kreisjägerschaft jeweils fünf Unterstützerunterschriften benötigen. Dabei empfehlen wir wie folgt vorzugehen:

  1. Sprechen Sie Personen an, von denen Sie wissen, dass sie unterschriftsberechtigt sind (Revierpächter, Mitpächter, Ehe- oder Lebenspartner von Pächtern),
  2. legen Sie diesem Personenkreis die vollständige Vorschlagsliste (s. Anlage 1) vor,
  3. lassen Sie die Erklärung zur Wahlberechtigung (s. Anlage 2) ausfüllen,
  4. lassen Sie die zur Unterschrift berechtigten Personen auf der Unterstützerliste (s. Anlage 3) unterschreiben ? bis zu fünf Unterschriften auf einem Blatt,
Aus der beigefügten Anlage 4 können Sie beispielhaft entnehmen, wie die Listen ausgefüllt werden müssen. Die SVLFG-Mitgliedsnummer, die beim Ausfüllen der o. g. Formulare benötigt werden, ist auf dem letzten SVLFG-Beitragsbescheid (oben rechts) zu finden. Weiterhin ist zu beachten, dass alle Angaben in Maschinenschrift oder in anderer gut leserlicher Schrift (vorzugsweise Druckbuchstaben) einzusetzen sind.

Die ausgefüllten Unterstützerlisten (mit Originalunterschriften!) und die dazu gehörenden Erklärungen zur Wahlberechtigung sowie die Kopien der letzten Beitragsbescheide senden Sie bitte möglichst bis spätestens 25. Oktober 2016 an unsere Geschäftsstelle in Langenweddingen:



Landesjagdverband Sachsen-Anhalt

Halberstädter Straße 26

39171 Sülzetal OT Langenweddingen

Wichtig: Alle Unterlagen müssen per Post eingeschickt werden, eingescannt per E-Mail oder per Fax reicht nicht!

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Für Ihr Verständnis und Ihre Bemühungen bedanken wir uns im Voraus sehr herzlich.

Mit freundlichen Grüßen
und Waidmannsheil

Dokumente zum Download
>> Vorschlagsliste >> Hinweise >> Muster >> Erklärung Wahlberechtigung >> Unterstützerliste






27.09.2016
Quelle: www.mz-web.de/24811036 ©2016

Wolfshündin von Gerbstedt Vierbeiner wurde eingefangen und in Tierpension gebracht

Gerbstedt - Melanie Volkland aus Gerbstedt hat gerade eine der aufregendsten Wochen ihres Lebens hinter sich gebracht. Die Tierliebhaberin war maßgeblich daran beteiligt, dass die herumstreunende Wolfshündin, die im Schlenzetal tagelang für Unruhe sorgte, eingefangen werden konnte.

"Ich bin überglücklich, dass alles so gut verlaufen ist", sagte sie sichtlich bewegt. Kurz zuvor hatte sie am Dienstag bei einer konzertierten Aktion von Tierschützern im Morgengrauen mitgeholfen, dieses Rassehundes, der sich nach einer ersten Untersuchung als Hündin entpuppte, habhaft zu werden.

"Den schnellen Erfolg haben wir Frau Volkland zu verdanken", so Jutta Halle vom Ordnungsamt der Stadt. Sie stand die ganzen Tage über mit der Tierschützerin in Kontakt. Die Gerbstedterin hatte Anfang vergangener Woche die Wolfshündin nach ihrem Auftauchen in Adendorf erstmals gesehen.

"Ich war sofort von dem Hund angetan", erinnert sich die zweifache Mutter. Und ihr sei klar gewesen, dass sie das Tier nicht einfach seinem Schicksal überlassen konnte. Zumal anfangs unklar war, ob das Tier möglicherweise ein Wolf war und dies fast zu hysterischen Reaktionen in der Stadt geführt hatte.

Wolfshündin gefüttert und ihre Laufwege erkundet

In Absprache mit den zuständigen Behörden und der Polizei hat sie sich mehr als eine Woche lang um die Hündin gekümmert. Sie brachte ihr Futter und erkundete deren Laufwege. Dabei haben sie viele Leute aus allen Ortschaften unterstützt. "Mein Telefon lief auf Dauerbetrieb", sagt sie der MZ. Im Laufe der Zeit hatte sie herausgefunden, dass sich die Hündin nachts am Hölzchen in der Nähe einer Gartensparte aufhielt.

Diesen glücklichen Umstand machten sich Heino Krannich, ein Experte für Tierbetäubung aus Niedersachsen, der am Montag von der Stadt mit dem Einfangen des Hundes beauftragt wurde, und sein Team zunutze. Sie wurden dabei auch von einem Tierschutzverein aus Brandenburg unterstützt. Er hatte im Internet erfahren, dass im Raum Gerbstedt ein Wolfshund gesichtet worden ist und vor einer Panikmache gewarnt.

Nachdem zuletzt zwei Versuche von Jägern gescheitert waren, brauchte der Experte nur einen Versuch. Die Tierschützer hatten Futter auf einer Lichtung am Hölzchen ausgelegt und lockten damit die Wolfshündin an. Dort tauchte sie im Morgengrauen auf. Dann ging es ganz schnell. Heino Krannich brachte sein Spezialgewehr in Anschlag. Nach einem Schuss fiel das betäubte Tier um und konnte in Gewahrsam genommen werden.


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Beschluss

Erstes Gesetz zur Änderung des Bundesjagdgesetzes



Der Bundesrat hat in seiner 948. Sitzung am 23. September 2016 beschlossen, dem vom Deutschen Bundestag am 8. Juli 2016 verabschiedeten Gesetz gemäß Arti-kel 72 Absatz 3 Satz 2 des Grundgesetzes zuzustimmen.
Der Bundesrat hat ferner die aus der Anlage ersichtliche Entschließung gefasst.

E n t s c h l i e ß u n g
Zum ersten Gesetz zur Änderung des Bundesjagdgesetzes

1. Der Bundesrat nimmt mit Sorge zur Kenntnis, dass über die Umsetzung zwingender EU-Vorgaben hinaus keine weiteren Änderungen jagdrechtlicher Vorschriften bis auf weiteres erfolgen.
2. Der Bundesrat sieht die dringende Notwendigkeit, durch Änderung des Bundesjagdgesetzes bundeseinheitlich folgende Regelungen zu treffen:
a) Zur Vereinheitlichung der Prüfungsvoraussetzungen für die Falkner- und Jägerprüfung bittet der Bundesrat um die Aufnahme einheitlicher Mindeststandards in das Bundesjagdgesetz. In der Praxis haben sich deutliche Unterschiede zwischen den Ländern bei der Falkner- und Jägerprüfung herausgebildet. Insbesondere sind bei der Jägerprüfung praxisorientiere Mindeststandards bei der Schießprüfung zu bestimmen und in Fachgebieten wie beispielsweise der Fleischhygiene die notwendige fachliche Qualifikation sicherzustellen.
b) Der Bundesrat ist der Auffassung, dass wegen der besonderen Bedeutung von Querungshilfen (Wildunterführungen und Grünbrücken) für die Vernetzung der Lebensräume allgemein und den genetischen Austausch bei wandernden Tierarten im Besonderen sowie der hohen Empfindlichkeit im Querungsbereich gegenüber Beunruhigungen eine grundsätzliche Untersagung der Jagdausübung gerechtfertigt ist. Der Bundesrat spricht sich daher für ein Verbot der Jagdausübung und des Errichtens von Jagdeinrichtungen für die Ansitzjagd im Umkreis von 300 Metern von der Mitte von Wildquerungshilfen, mit Ausnahme der Nachsuche, aus. Das Verbot zielt auf eine wirksame Vernetzung von Lebensräumen an Querungshilfen, deren Zielarten bezüglich einer Jagdausübung störungsempfindlich sind, d. h. Wildunterführungen und Grünbrücken, die zum Zwecke der Wildquerung angelegt wurden. Andere Durchlässe wie Betonröhren unter der Straße oder Querungshilfen für Fledermäuse sind nicht von der Regelung erfasst.

Die auch finanziell aufwendigen Grünbrücken und Wildunterführungen sind so zu gestalten, dass sie vom Wild und sonstigen Zielarten angenommen werden. Eine wirksame Vernetzung der Lebensräume kann nur mit einem gleichzeitigen Jagdverbot erreicht werden.

Gemäß § 19 Absatz 2 des Bundesjagdgesetzes können die Länder das Verbot einschränken, Ausnahmen der Jagdbehörden beispielsweise bei übermäßigen Wildschäden an landwirtschaftlichen Kulturen im 300 m-Radius sind nach Landesrecht möglich. Gleiches gilt für die Genehmigung einzelner Bewegungsjagden, beispielsweise auf Schwarzwild. Damit ruht zwar die Jagd im Grundsatz, es kann jedoch im Einzelfall auf Sondersituationen reagiert werden.

c) Zur Beseitigung etwaiger Rechtsunsicherheiten sollte durch eine ausdrückliche Regelung im Bundesjagdgesetz klargestellt werden, dass das persönliche Erscheinen des Bewerbers bei der Erteilung des Jagdscheins erforderlich ist.

In Anbetracht der hohen Anforderungen an die Zuverlässigkeit (§ 17 Absatz 4 Nummer 4 Bundesjagdgesetz) und körperliche Eignung (§ 17 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 Bundesjagdgesetz) der Jagdscheininhaber spricht sich der Bundesrat für eine persönliche Vorstellung bei der zuständigen Behörde aus.

Nur durch eine persönliche Vorstellung der Antragstellerin oder des Antragstellers kann die Behörde einen unmittelbaren Eindruck über die körperliche Eignung gewinnen. Zur Absicherung der Entscheidung kann die Behörde die Vorlage eines amts- oder fachärztlichen Gutachtens auferlegen.

Oftmals offenbart das Verhalten des Antragstellers, dass er nicht die für einen Waffenbesitzer und Jäger erforderliche körperliche Eignung besitzt. In der Regel handelt es sich um offensichtliche geriatrische Erkrankungen, die in der Behörde auffallen, da die Person verwirrt erscheint oder keine Unterschrift leisten kann. Aber auch Alkoholismus, Behinderungen (insbesondere Geh- und Sehbehinderungen) sowie andere Erkrankungen wie Parkinson wurden durch o. g. Verwaltungsverfahren behördenbekannt.

Ein nicht rechtskräftiges Urteil des Verwaltungsgerichts Köln vom 17.12.2005 (Az.: 8 K 3009/15) stellt darauf ab, dass es für die Behörde keine Berechtigung gibt, die persönliche Vorstellung zu verlangen. Diese ergebe sich auch nicht aus § 17 des Bundesjagdgesetzes. Zum gleichen Ergebnis kam das VG Hamburg mit Urteil vom 16.02.2016 (Az.: 4 K 2351/2016).

3. Der Bundesrat spricht sich für eine Ergänzung des Bundesjagdgesetzes um eine Regelung zur Büchsenmunition aus. Der Bundesrat vertritt die Auffassung, dass ein Verbot, bei der Jagd Büchsenmunition mit bleihaltigen Geschossen sowie bleihaltige Flintenlaufgeschosse zu verwenden, dringend erforderlich ist. Der Bleieintrag in die Umwelt und in das Wildbret durch bleihaltige Jagdmunition wird durch ein solches Verbot reduziert. Blei gehört zu den Umweltschadstoffen, für die keine unschädliche untere Grenze gefunden wurde, es gilt daher der Grundsatz, dass der Bleieintrag auf das Minimum beschränkt wird.







Ansiedlung des Wolfes in Sachsen- Anhalt

Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt - Pressemitteilung Nr.: 09/2016

Halle (Saale), den 21. September 2016
Aktuelles aus dem Wolfsmonitoring - Neue Wolfsrudel in Sachsen-Anhalt
Die natürliche Wiederausbreitung des Wolfes hat zu einer weiteren Erhöhung der Zahl der in Sachsen-Anhalt lebenden Wolfsrudel und Wolfspaare geführt. Neu hinzugekommen sind die Rudel bei Möckern und Parchen im Landkreis Jerichower Land sowie in der Klietzer Heide im Landkreis Stendal. Außerdem konnte in einigen anderen Wolfsterritorien, die bislang von Wolfspaaren besiedelt wurden, erstmals die Aufzucht von Welpen und damit die Bildung von Rudeln nachgewiesen werden. Gegenwärtig gibt es damit in Sachsen-Anhalt ein Wolfspaar sowie zwölf Wolfsrudel (s. Karte). Einige davon leben grenzübergreifend zu Nachbarbundesländern. Das gesamte Verbreitungsgebiet des Wolfes in Sachsen-Anhalt hat sich damit nicht erweitert. Vielmehr fand eine Verdichtung der bekannten Vorkommen innerhalb des Verbreitungsgebietes statt.

Hintergrund:
Ziel des Wolfsmonitorings ist es, aussagefähige und verlässliche Fachdaten zu den Wolfsvorkommen für die Information der Öffentlichkeit und der Landnutzer zu erarbeiten. Das Wolfsmonitoring wird in Federführung des Landesamtes für Umweltschutz durchgeführt, dabei findet eine Kooperation mit zahlreichen Institutionen und ehrenamtlichen Naturschützern statt, z. B. der Referenzstelle Wolfsschutz am Biosphärenreservat Mittelelbe, den Bundesforstbetrieben, dem Landesforstbetrieb und Landeszentrum Wald sowie den Naturschutzverbänden WWF, der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe, dem Landesjagdverband, dem Freundeskreis freilebender Wölfe sowie den Forschungseinrichtungen wie der Senckenberg-Gesellschaft und dem Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin.

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Bundesrat stimmt Jagdrechtsnovelle zu

Der Bundesrat hat am 23.09.2016 der vom Bundestag beschlossenen Jagdrechtsnovelle (BR-Drs. 455/16) zugestimmt. Sie schließt eine Regelungslücke, die durch Umsetzung einer EU-Richtlinie in deutsches Recht aufgetreten ist. Der Bundestagsbeschluss ermöglicht zukünftig umfassende Besitz- und Handelsverbote jagbarer Arten. Außerdem sieht er einen Bestandsschutz für den legalen Besitz bestimmter halbautomatischer Jagdwaffen vor. Das Gesetz wird nun dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt und soll am Tag nach der Verkündung in Kraft treten.

Verbot bleihaltiger Munition gefordert
In einer begleitenden Entschließung (BR-Drs. 455/16 (B)) fordern die Länder bundeseinheitliche Mindeststandards für die Jäger- und Falknerprüfung, um notwendige fachliche Qualifikationen flächendeckend sicherzustellen. Außerdem sprechen sie sich für ein Verbot aus, bei der Jagd Munition mit bleihaltigen Geschossen zu verwenden. Ein solches Verbot sei dringend erforderlich, um zu verhindern, dass umwelt- und gesundheitsschädliches Blei in die Natur oder ins Wildbret gelangt, heißt es in der Entschließung. Diese wird nun der Bundesregierung zugeleitet.


Weiterführende Links
Zum Thema im Internet
Den Gesetzesbeschluss des Bundestages (BR-Drs. 455/16) und die Entschließung des Bundesrates hierzu (BR-Drs. 455/16 (B)) finden Sie auf den Seiten der Länderkammer (jeweils im pdf-Format).





aktuelle Pressemeldung des Deutschen Jagdverbandes (DJV)

Bundesjagdgesetz passiert den Bundesrat

Baldiges Inkrafttreten der Neuregelung zu Selbstladebüchsen (Berlin, 23. September 2016) Der Bundesrat hat der Änderung des Bundesjagdgesetzes zugestimmt. Damit ist der Weg für ein baldiges Inkrafttreten der Neuregelung zur Verwendung von Selbstladebüchsen bei der Jagd frei. Die Änderungen treten nach Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft.

Die Allianz der im Forum Waffenrecht zusammengeschlossenen Verbände von Bund der Militär- und Polizeischützen (BdMP), Bund Deutscher Sportschützen (BDS), Deutscher Jagdverband (DJV), Deutsche Schießsport Union (DSU), Verband der Hersteller von Jagd-, Sportwaffen und Munition (JSM) und Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB) sowie der Deutsche Schützenbund (DSB) begrüßen die Regelung ausdrücklich, bedauern aber, dass mit der Novellierung die ursprünglich beabsichtigten bundeseinheitlichen Regelungen zur Jagdmunition, Jägerausbildung und Schießübungsnachweis nicht mit aufgenommen wurden. "Mit dem gemeinsamen Vorgehen haben wir dafür gesorgt, dass die Rechtssicherheit für Jäger wieder hergestellt wurde", sagt DJV-Präsident Hartwig Fischer. "Für uns Jäger werden viele Drückjagden und Erntejagden, die zur Reduzierung der Wildschweine unerlässlich sind, erleichtert", so Fischer. Er bedauert jedoch, dass die von der Bundesregierung ursprünglich vorgesehenen Regelungen zur Jagdmunition, zur Jungjägerausbildung und zum Schießübungsnachweis keine Berücksichtigung im Bundesjagdgesetz gefunden hätten. "Nach jahrelangen Diskussionen und aufwendigen Studien hatte das Bundeslandwirtschaftsministerium einen wissensbasierten und praxisorientierten Vorschlag vorgelegt, der dann in letzter Minute von einem einzelnen Ministerpräsidenten gestoppt wurde", bedauerte Fischer.

Die Änderung des Bundesjagdgesetzes war neben der Umsetzung der EU-Umweltstrafrechtsrichtlinie notwendig geworden, weil das Bundesverwaltungsgericht im März die Verwendung von halbautomatischen Langwaffen mit Wechselmagazin bei der Jagd als verboten bezeichnet hatte. Das Urteil kam überraschend, da diese Meinung in der juristischen Literatur, von anderen Gerichten und auch von den Parteien des Verfahrens bislang nicht vertreten worden war. Die Verbände hatten sich vehement für eine rasche Klarstellung des Sachverhaltes eingesetzt. Es bestand auch über die Regierungskoalition hinaus Konsens, dass dies geschehen sollte. Politik und Verbände hatten insbesondere betont, dass die effektive Bejagung des Schwarzwildes entsprechende Mittel erfordere.

Wegen der besonderen Eilbedürftigkeit der Neuregelung zu halbautomatischen Langwaffen mit Wechselmagazin, insbesondere zur Verwendung bei Ernte- und Drückjagden, hatte die Bundesregierung vorgeschlagen, dass der Bundesrat der Regelung zustimmen muss. Der Bundestag hätte die Regelung auch ohne Zustimmung des Bundesrates beschließen können, allerdings hätte die Regelung dann erst ein halbes Jahr nach Veröffentlichung in Kraft treten können.

Bundesrat in Berlin (Quelle: pixabay)
Bundesrat in Berlin (Quelle: pixabay)


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Informationen zu Blutproben von Wildschweinen

Sehr geehrte Weidgenossen,

im Rahmen staatlich reglementierter Überwachungsuntersuchungen von Wildschweinen auf Antikörper gegen Brucella suis (Schweinebrucellose) müssen unbedingt Blutserumproben verwendet werden (Blutröhrchen ohne Zusatzstoff zur Verwendung der Blutgerinnung). Die Untersuchungen werden gemeinsam mit den Untersuchungen auf Schweinepest und Aujeszkysche Krankheit im Landesamt für Verbraucherschutz durchgeführt. Diese Serumblutröhrchen werden vom Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt auch zur Verfügung gestellt. Die Proben werden an den bekannten Stellen (Bürgerbüro Halle, Bürgerbüro Querfurt, Veterinäramt Merseburg) angenommen. Sollten andere Blutröhrchen genutzt werden, ist darauf zu achten, dass diese keine Zusatzstoffe zur Blutgerinnung enthalten.

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