Jägerschaft Saalkreis e.V.

Wildursprungschein


Druckerei Stelzig-Druck

Der Wildursprungschein wird als Durchschreibesatz mit drei Durchschlägen zu Blocks á 30 Sätze geliefert, jeweils mit den dazugehörigen Wildmarken. Die Bezugsquelle ist die Druckerei Stelzig-Druck, Carnotstr. 40, 39120 Magdeburg. Bestellungen sind möglich telefonisch unter Tel. 0391 62596-0, Fax 0391 62596-50, oder per E-Mail:stelzig-druck@t-online.de.

Wildursprungschein (Muster)

Behördenverlag Jüngling

210 x 297, 1seitig, 3fach SD, weiß/grün/rosa, B1/1: 1/0farbig, Original, B1/2: 1/0farbig, Kopie, B1/3: 1/0farbig, Kopie, Bindung: Stumpfleimung am Kopf

Wildursprungschein (Muster) Bestellschein Online-Bestellung
Deutscher Jagdverband Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e.V. Jägerprüfung in Sachsen-Anhalt Frankonia Jungjäger Initiative Tierseuchenbekämpfung

Newsarchiv




15.12.2016

Weihnchtskugel Jäger
Wir wünschen allen Jägerinnen und Jägern der Jägerschaft Saalkreis e.V. sowie allen anderen Weidfrauen und Weidmännern, ein besinnliches Weihnachtsfest einen guten Rutsch in das Jahr 2017 und viel Weidmannsheil

"Sieh' immer nach vorne und niemals zurück, es ist der gerade Weg des Weidmanns Glück, liebe dein Leben, dein Wild und die Weiber, du bist der Jäger, nicht der Treiber, sei außen rau, doch innen mild, dann bleibt er blank, dein Ehrenschild."





09.12.2016

Gerichsturteil: Widerruf einer Waffenbesitzkarte

Vorausgegangen war folgender Sachverhalt:
Im Rahmen einer familiären Auseinandersetzung wurde durch die Ehefrau eines Jägers Polizei und Rettungsdienst alarmiert, weil ihr Ehemann vermeintlich Suizidabsichten geäußert haben soll. Beim Eintreffen erkundigten sich die Beamten, welche im Vorfeld vom Waffenbesitz Kenntnis erlangt hatten, nach der Aufbewahrung der Schusswaffen. Daraufhin händigte der Sohn die in Waffenschranknähe ablegten Waffenschrankschlüssel aus. Im weiteren Verfahren wurde vorgetragen, dass der Sohn zuvor durch seine Mutter beauftragt worden sei, nach den Waffenschrankschlüsseln zu suchen, um diese zu verwahren bzw. der Polizei zu übergeben.

Download des Gerichtsurteils





05.12.2016

AI-Ausbruch bei Wildenten, Schkopau - Beobachtungsgebiet betrifft auch Bad Lauchstädt und Teutschenthal

Der Landkreis Saalekreis verfügt die Einleitung von entsprechenden Maßnahmen für ein Beobachtungsgebiet und eine Sperrzone hinsichtlich des nun bestätigten Falls der Geflügelpest bei einem Wildvogel bei den Rattmannsdorfer Teichen.
Der Beschluß tritt mit der amtlichen Bekanntmachung im Amtsblatt am 05.12.2016 in Kraft.

Allgemeinverfügung Geflügelpest-Sperrbezirk Schkopau
Geflügelpest-Beobachtungsgebiet Schkopau





16.11.2016

Tierseuchenbekämpfung; Geflügelpest-Informationen

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit möchten wir Ihnen weitere und geänderte Informationen für Bürger zum Fortgang des Geflügelpestgeschehens zukommen lassen. Diese finden Sie in Kürze ebenfalls auf der Homepage des Saalekreises.

Die Durchführung von Geflügelausstellungen und -märkten sowie ähnlichen Veranstaltungen ist im Landkreis Saalekreis ab sofort und bis auf weiteres untersagt. Es sind alle Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen-Anhalt angewiesen, so zu verfahren.

Um Meldung von tot aufgefundenen Wasservögeln sowie anderen Vogelarten, sofern es sich dabei um mehr als Einzeltiere handelt, mit genauem Fundort an das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt wird gebeten.

Neben dem Gebot der Aufstallung in Risikogebieten wird eine Aufstallung auch allen anderen Geflügelhaltern dringend empfohlen. Die Geflügelhalter haben Vorbereitungen für die Umsetzung einer flächendeckenden Aufstallung des Geflügels zu treffen.

Für alle Geflügelhaltungen gelten besondere Biosicherheitsmaßnahmen. Hierzu ist am 18.11.2016 die bundesweit geltende Verordnung über besondere Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen im Bundesanzeiger veröffentlicht worden (siehe Anlage 2).
  • Alle Ein- und Ausgänge von Geflügelhaltungen sind gegen unbefugtes Betreten zu sichern
  • Betriebsfremde Personen dürfen Geflügelhaltungen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegschutzkleidung betreten.
  • Die verwendete Schutzkleidung ist nach Gebrauch unverzüglich zu reinigen und zu desinfizieren oder unschädlich zu beseitigen
  • Eine bestandseigene Einrichtung zum Waschen der Hände und zur Desinfektion der Schuhe muss vorhanden sein.

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie (MULE) hat Verhaltensregeln für Kleinbetriebe mit Geflügelhaltung zusammengestellt (siehe Anlage 1).

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.





16.11.2016
Quelle: http://www.mz-web.de/25103978 ©2016

Erstmals seit 150 Jahren Der Wolf erreicht den Süden Sachsen-Anhalts

Erstmals seit 150 Jahren Der Wolf erreicht den Süden Sachsen-Anhalts Es gab erst Zweifel, das ist aber der Beleg: Tatsächlich wurde bei Landsberg ein Wolf überfahren. Foto: Martin Trost

Halle (Saale) - Der Wolf ist erstmals seit 150 Jahren wieder im Süden Sachsen-Anhalts festgestellt worden. Offenbar rückt das Raubtier immer weiter auch in dicht besiedelte Gebiete vor. Wie erst jetzt bestätigt wurde, hat ein Autofahrer auf der B 100 bei Landsberg (Saalekreis) vor zwei Wochen ein männliches Tier überfahren. "Das ist der erste sichere Nachweis", hieß es aus dem Umweltministerium.

Vorkommen von Wölfen in Deutschland Vorkommen von Wölfen in Deutschland Foto: NABU

Experten haben den weiteren Vormarsch bereits erwartet. Das erste Tier wurde 2008 in Sachsen-Anhalt entdeckt. Aktuell gibt es in Sachsen-Anhalt ein Wolfspaar und zwölf Wolfsrudel. (mz)




16.11.2016

auffällige Füchse

Befundung von auffälligen bzw. erkrankten Füchsen

Sehr geehrte Weidgenossinnen,
Sehr geehrte Weidgenossen,
anliegend wieder die Liste der auffälligen/erkrankten Füchse im LK – mit Stand November 2016.
Die eingereichten Füchse durch unsere Revierinhaber vom Juli bis September 2016 wiesen keine Auffälligkeiten auf. Das Veterinäramt, Frau Günther, hat mich gebeten alle Revierinhaber zu informieren, dass noch für das Kalenderjahr 2016 Waschbären, Füchse und Marderhunde im Rahmen des laufenden Monitorings zur Untersuchung dringend benötigt werden – vor allem aus dem Geiseltaler Raum.

Sollten Sie Fragen zur Abgabe haben, können Sie sich gern bei Frau Günther (03461 – 40 1792) erkundigen.

Jagdgebiet Datum Staupe Fuchsbandwurm Tollwut andere
Knapendorf 05.01.2016 neg. pos. neg.
Ziegelroda 07.01.2016 neg. pos. neg.
Kabelsketal / Benndorf 14.01.2016 pos. neg. neg.
Leuna 14.02.2016 pos. neg. neg.
Merseburg 28.02.2016 pos. neg. neg.
Döllnitz / Lochau 19.03.2016 pos. neg. neg.
Dieskau 10.03.2016 pos. neg. neg.
Kabelsketal / 21.03.2016 pos. neg. neg.
Kabelsketal 21.03.2016 pos. neg. neg.
Kabelsketal / Dieskau 22.03.2016 pos. neg. neg.
Knapendorf 18.04.2016 pos. neg. neg. Salmonellose
Ziegelroda 11.04.2016 verd. pos. neg.
Nauendorf 09.06.2016 neg. pos. neg.
Günthersdorf 17.06.2016 pos. neg.
Kreypau/Wüsteneutzsch 12.07.2016 pos. neg.
Schkopau 13.07.2016 pos. neg.
Kalzendorf/Jüdendorf 20.10.2016 pos. neg.
Ziegelroda 27.10.2016 verd. pos. neg.
Weißenschirmbach 02.11.2016 pos. neg.

Stand: 02.11.2016





15.11.2016

Aktuelles Geflügelpestgeschehen

Landwirtschaftsministerin appelliert an Geflügelhalter


Magdeburg. Wegen der aktuellen Funde der hochpathogenen Variante des Geflügelpestvirus vom Typ H 5 N8 bei Wildvögeln in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Bayern gilt es, die Tierseuchenschutzmaßnahmen für gehaltenes Geflügel zu überprüfen und erforderlichenfalls anzupassen.

Insbesondere vor dem Hintergrund des heute bestätigten ersten Ausbruchs der Geflügelpest in einer Nutzgeflügelhaltung in Lübeck (Schleswig-Holstein) appelliert Ministerin Dalbert an alle Geflügelhalter in Sachsen-Anhalt, die Biosicherheitsmaßnahmen in ihren Betrieben strikt einzuhalten.

Geflügelhaltern, die ihre Tiere im Freiland in der Nähe zu Gewässern mit größeren Ansammlungen von Wildvögeln halten, wird bereits jetzt empfohlen, das Geflügel entweder aufzustallen oder unter einer gegen Wildvögel gesicherten Schutzvorrichtung zu halten.

Die zuständigen Behörden in Sachsen-Anhalt führen zurzeit Risikobewertungen durch, um Areale festzulegen, in denen Anfang nächster Woche die Aufstallung des dort gehaltenen Geflügels angeordnet werden soll.

Aktuell gibt es keine Hinweise auf das Vorkommen von H 5 N8 in Sachsen-Anhalt, dennoch werden insbesondere die Jagdausübungsberechtigten gebeten, bei Beobachtung von vermehrt auftretenden Todesfällen bei Wildvögeln unverzüglich das zuständige Veterinäramt zu informieren. Bisher waren vor allem Reiherenten, aber auch Schwäne, Wildgänse, Blesshühner und Möwen betroffen.

Für Fragen zum Thema Geflügelpest und Aufstallung stehen die Veterinärämter der Landkreise und kreisfreien Städte und der Fachbereich Veterinärmedizin des Landesamtes für Verbraucherschutz zur Verfügung.

Pressemitteilung des Ministerium für Umwelt. landwirtschaft und Energie (PDF-Download)





14.11.2016

Gesetzesänderung

Erstes Gesetz zur Änderung des Bundesjagdgesetzes veröffentlicht


Mit der nunmehr für einige Weidgenossen langersehnten Veröffentlichung des Bundesgesetzblattes zur Änderungen des Bundesjagdgesetzes können Halbautomaten ab sofort wieder verwendet werden.

Erstes Gesetz zur Änderung des Bundesjagdgesetzes (PDF-Download)





28.10.2016

Jägerpost Landesjagdverband Sachsen-Anhalt

November 2016

Hubertusmessen 2016

Hier finden sie die anstehenden Termine der Hubertusmessen.
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Höhepunkte 2016 für die Jagdhornbläser und den Nachwuchs

Zwei Bläserhöhepunkte in diesem Jahr liegen hinter uns. Zum einen unser Kinder- und Jugendbläsercamp in Naumburg und zum anderen unser Landesbläsertreffen im Elbauenpark Magdeburg.
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Bundesjagdgesetz passiert Bundesrat

Berlin: Der Bundesrat hat der Änderung des Bundesjagdgesetzes zugestimmt. Damit ist der Weg für ein baldiges Inkrafttreten der Neuregelung zur Verwendung von Selbstladebüchsen bei der Jagd frei.
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Informationen zur Umsatzsteuerpflicht von Jagdgenossenschaften

Wie wir schon im Mitteilungsblatt Oktoberberichtet haben, unterliegen dieJagdpachtverträge der Jagdgenossenschaften ab dem 01.01.2017 dem Umsatzsteuergesetz
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Artenschutz als Produktionsziel
Niederwildtag des LJV Sachsen- Anhalt
Greening mit Zwischenfruchtanbau und Blühstreifen auf der einen Seite, weggepflügte Säume, beseitigte Hecken,
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30.10.2016

Hubertusmesse

Hubertusmesse 2016

Hubertusmesse 2016

Am 30. Oktober 2016 ab 16 Uhr wird in der St. Nikolai-Kirche zu Wettin zum neunten Mal die Hubertusmesse gefeiert. Gemeinsam mit der Jägerschaft Saalkreis e. V. und dem Jagdhornbläsercorps Kloschwitz, dem Kulturverein Wettin e. V., dem Förderverein Nikolaikirche e. V. sowie Pfarrer A. Schuster wird zu Ehren des Heiligen Hubertus eine feierliche Messe gelesen.

Anschließend findet ein Schüsseltreiben statt.





26.10.2016

Mitteilungen

Jagdgenossenschaft künftig Umsatzsteuer pflichtig

Eine Änderung des Umsatzsteuerrechts führt dazu, dass ab dem 1.1.2017 unter Umständen auch die Verpachtung eines gemeinschaftlichen Jagdbezirks urasatzsteuerpßichtig ist. Einige rechtliche Fragen in diesem Zusammenhang sind nochungeklärt.

Dennoch wollen wir schon ein paar Hinweise geben. Die Jagdgenossenschaften in Sachsen-Anhalt werden derzeit über die Jagdbehörden informiert.

Durch eine Änderung des Umsatzsteuerrechts müssen Körperschaften des öffentlichen Rechts - zu denen auch Jagdgenossenschaften zählen - ab dem 1.1.2017 für viele Geschäfte Umsatzsteuer abführen. Dies hat auch Auswirkungen auf die Jagdverpachtung, da es sich dabei unter Umständen um ein umsatzsteuerpflichtiges Geschäft handelt. Viele Fragen aus der Praxis sind juristisch noch ungeklärt oder lassen sich nicht pauschal beantworten, da es z.B. auf den Pachtvertrag ankommt.

Im Grundsatz ist die Jagdgenossenschaft umsatzsteuerpflichtig, d.h. sie kann die anfallende Umsatzsteuer nicht ohne weiteres auf den Pachtpreis aufschlagen. Je nach Gestaltung des Pachtvertrages (und ggf. auch abhängig von anderen Faktoren) kann unter Umständen der Pächter zur Zahlung der Umsatzsteuer verpflichtet sein.

Wichtig ist, folgendes zu beachten:
  • Die Jagdgenossenschaft kann bis zum 31.12.2016 durch Mitteilung an das Finanzamt eine Option ausüben, so dass die Neuregelung erst ab dem 1.1.2021 gilt. Die Jagdgenossenschaften können hierzu bei den Verbänden der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer Näheres erfahren. Pächter von gemeinschaftlichen Jagdbezirken sollten den Vorstand der Jagdgenossenschaft auf diese Möglichkeit hinweisen. Dies gilt vor allem, wenn der Pächter laut Pachtvertrag verpflichtet ist, anfallende Umsatzsteuer zu zahlen!
  • In vielen Fällen dürfte eine Befreiung für Kleinunternehmer (§ 19 UStG) greifen, wonach keine Umsatzsteuer anfällt, wenn der Jahresumsatz (der Jagdgenossenschaft) unter 17.500 Euro liegt.
  • Bei neu abzuschließenden Pachtverträgen sollte darauf geachtet werden, dass der Bruttopachtpreis ausgewiesen wird, damit eine spätere Auseinandersetzung hierüber vermieden werden kann.
Quelle: WILKO FLORSTEDT




25.10.2016

Pressemitteilungen: www.jagdverband.de

Beginn der Drückjagdsaison

Herbstzeit ist Erntezeit: Nicht nur Pilzsammler sind in dieser Zeit im Wald unterwegs, sondern auch Jäger. Die Hauptjagdsaison hat begonnen. Der Deutsche Jagdverband bittet Waldbesucher, auf Warnschilder zu achten.

24. Oktober 2016 (DJV) Berlin In der Hauptjagdsaison von Oktober bis Januar erlegen Jäger einen Großteil der Rehe, Hirsche und Wildschweine. Damit sollen Schäden in Wald und Feld reduziert werden. "Die Bewegungsjagden im Herbst ermöglichen einen effektiven Eingriff in den Wildbestand und tragen maßgeblich zur Erfüllung des Abschussplanes bei. Doch Sicherheit geht vor, Personen oder Nutztiere dürfen auf keinen Fall gefährdet werden", sagt Hans-Heinrich Jordan, Präsidiumsmitglied des Deutschen Jagdverbands (DJV). Die großräumigen Drückjagden können mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Reiter, Jogger und Spaziergänger sollten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Warnschilder und Absperrbänder unbedingt beachten und das Jagdgebiet meiden.

Auf Sicherheit wird im Jagdbetrieb in Ausbildung und Praxis allergrößter Wert gelegt. Um Jagdteilnehmer und Unbeteiligte vor Gefahren zu schützen, gelten strenge Regeln: Beispielsweise darf der Jäger nur schießen, wenn er Wildart, Geschlecht und Alter eindeutig erkennt. Zudem muss sicherer Kugelfang gewährleistet sein! Das heißt, es darf nur geschossen werden, wenn die Kugel nach dem Durchschlagen des Wildkörpers im Boden versinkt. Ein Schuss auf Kuppen, Richtung Straße, Siedlung oder Personen ist strengstens verboten.

Die Teilnehmer einer Jagd sind an ihrer Warnkleidung zu erkennen. Außerdem sind Jagdhunde mit signalfarbenen Westen ausgestattet, die sie weithin sichtbar machen. Während der Jagd können Hunde oder Wildtiere in Waldnähe unvermittelt am Straßenrand auftauchen und die Straße queren. Der DJV ruft daher Verkehrsteilnehmer zu besonderer Rücksichtnahme auf: vorübergehende Geschwindigkeitsbeschränkungen und Hinweisschilder sollten unbedingt beachtet werden.

Mit Bewegungsjagden können Jägerinnen und Jäger Pflanzenfresser effektiv regulieren und hochwertiges Fleisch liefern. Wildtiere sollen durch Treiber und Hunde langsam in Bewegung gebracht werden, damit Jäger genügend Zeit haben, das Wild genau zu erkennen und tierschutzgerecht zu erlegen. Rehe, Hirsche und Wildschweine vermehren sich in unserer Kulturlandschaft aufgrund der guten Nahrungssituation stark. Ohne Jagd würden hohe Schäden in Land- und Forstwirtschaft entstehen.




24.10.2016

DRINGEND

Sammlung von Unterstützerunterschriften für die Liste "Jagd" zur Zulassung zu den Sozialwahlen 2017

Sehr geehrte Vorsitzende und Obleute, sehr geehrte Kreisjägermeister, liebe Mitstreiter,
wie bereits mehrfach angesprochen sammeln wir (gemeinsam mit dem DJV) Unterstützerunterschriften für die Zulassung einer Liste Jagd bei den Sozialwahlen 2017.

Es zeichnet sich jedoch ab, dass wir zwingend noch weitere Unterschriften von Jagdpächtern benötigen. Daher bitte ich Sie, wenn möglich persönlich die für die Unterschriftensammlung erforderlichen Dokumente an die Hegeringe/ Pächtergemeinschaften zu übergeben und einzuholen. Abgabefrist für die Erklärungen zur Wahlberechtigung sowie die Unterstützerunterschriften ist der 09.11.2016. Wir bitten Sie die korrekt ausgefüllten Unterlagen und die Belege an unsere Geschäftsstelle zu senden. Die anfallen Versandkosten können beim LJV bei Vorlage einer Postquittung abgerechnet werden.

Bitte beachten Sie: Unterschriftsberechtigt sind auch die unterschriftsberechtigten Ehepartner, der im Pachtvertrag benannten Pächter.

Sie können das Prozedere vorbereiten, indem Sie die Unterstützerliste sowie die Erklärung zur Wahlberechtigung in ausreichender Stückzahl ausdrucken bzw. kopieren und ein Muster beilegen. Wichtig ist, dass auf beiden Dokumenten die Mitglieds- bzw. Versichertennummer (Siehe Muster) eingetragen wird. Die Beilage einer Kopie des letzten Beitragsbescheides dient ausschließlich der Prüfung der Wahlberechtigung anhand der Versichertennummer und wird anschließend vernichtet. Weitere Informationen zum Ablauf finden Sie im ersten Anschreiben vom 22.September unterhalb dieser Mail. Sollten Sie Fragen zum Vorgang haben, können Sie diese an unsere Geschäftsstelle richten.



Liebe Mitstreiter,
als Präsident des LJV Sachsen-Anhalt und Mitglied des DJV-Präsidiums setze ich mich für eine Veränderung in Sachen Berufsgenossenschaft ein. In unserem Land existieren mehr als 2100 Jagdbezirke und es wäre sehr fragwürdig, wenn wir es in Sachsen-Anhalt nicht schaffen wenigstens 300 Unterschriften an unseren Dachverband abzuliefern. Wenn nur jeder Vorsitzende und Kreisjägermeister zehn Unterschriften sammelt, kämen wir in Sachsen-Anhalt auf mehr als 400 Unterstützerunterschriften.

Sollte dieser Anlauf scheitern, würde das zur Folge haben, dass die Jagd weiterhin keine Stimme innerhalb der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft hat. Lassen Sie uns das ändern!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Hans-Heinrich Jordan
Präsident

Landsjagdverband Sachsen-Anhalt
Halberstädter Straße 26
39171 Sülzetal OT Langenweddingen
Tel: 039205 41 75 70
www.ljv-sachsen-anhalt.de








Sammlung von Unterstützerunterschriften für die Liste "Jagd" zur Zulassung zu den Sozialwahlen 2017

Sehr geehrte Herren Präsidiums- und Vorstandsmitglieder,
sehr geehrte Damen und Herren Kreisgruppenvorsitzende,
sehr geehrte Mitstreiter,

wie Sie wissen, sind Jagdpächter gem. Sozialgesetzbuch Pflichtmitglied in der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft, genauer gesagt, in der Sozialversicherung für Landwirtschaft Forsten und Gartenbau (SVLFG). Bislang waren die Einflussmöglichkeiten des Deutschen Jagdverbandes (DJV) und der Landesjagdverbände (LJV’s) auf die Abläufe und Beitragsgestaltung der SVLFG sehr begrenzt. Dies möchten der DJV und die LJV’s ändern.

Der DJV und die LJV‘s haben daher eine Liste von Kandidaten zur Vertreterversammlung der SVLFG aufgestellt mit dem Ziel, eine bessere Vertretung jagdlicher Interessen zu erreichen. Die Wahl findet im Mai 2017 statt. Damit die Liste überhaupt zur Wahl zugelassen wird, ist es erforderlich, 1.000 Unterschriften von Wahlberechtigten zu sammeln. Dafür gibt es ein vorgeschriebenes – leider etwas kompliziertes – Verfahren, das zwingend einzuhalten ist.

Ursprünglich war beabsichtigt, die Unterschriften ausschließlich im Zuständigkeitsbereich des LJV Niedersachen einzuholen. Derzeit zeichnet sich allerdings ab, dass dort das Ziel (1.000 Unterschriften) nicht ganz erreicht wird und wir (zumindest sicherheitshalber) auch Unterschriften aus anderen LJV’s benötigen.

Unterschreiben dürfen ausschließlich Revierpächter und deren Ehepartner; sie gelten nämlich als "Selbständige ohne fremde Arbeitskräfte" (SofA). Übrigens: Bei Pächtergemeinschaften ist häufig nur einer der Revierpächter gegenüber der SVLFG benannt und dient als Ansprechpartner. In diesem Fall dürfen aber auch alle Mitpächter einzeln unterschreiben - sofern sie wirksam Pächter (d. h., im Pachtvertrag als Pächter benannt) sind. Begehungsscheininhaber, die nicht im Pachtvertrag als Pächter benannt sind, dürfen leider nicht unterschreiben.

Revierinhaber, die einen Arbeitnehmer (z. B. Berufsjäger) beschäftigen, gehören nicht zur Gruppe der "SofA", sondern zur Gruppe der Arbeitgeber; sie dürfen ebenfalls nicht unterschreiben. Insbesondere Eigenjagdbesitzer müssen dies beachten, da viele in einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb Arbeitnehmer beschäftigen.

Im Zuständigkeitsbereich des LJV Sachsen-Anhalt sollte es uns gelingen, mit wenigsten 80 Unterstützerunterschriften zum Gelingen des Vorhabens beizutragen. Das bedeutet, dass wir aus jeder unserer Kreisjägerschaft jeweils fünf Unterstützerunterschriften benötigen. Dabei empfehlen wir wie folgt vorzugehen:

  1. Sprechen Sie Personen an, von denen Sie wissen, dass sie unterschriftsberechtigt sind (Revierpächter, Mitpächter, Ehe- oder Lebenspartner von Pächtern),
  2. legen Sie diesem Personenkreis die vollständige Vorschlagsliste (s. Anlage 1) vor,
  3. lassen Sie die Erklärung zur Wahlberechtigung (s. Anlage 2) ausfüllen,
  4. lassen Sie die zur Unterschrift berechtigten Personen auf der Unterstützerliste (s. Anlage 3) unterschreiben ? bis zu fünf Unterschriften auf einem Blatt,
Aus der beigefügten Anlage 4 können Sie beispielhaft entnehmen, wie die Listen ausgefüllt werden müssen. Die SVLFG-Mitgliedsnummer, die beim Ausfüllen der o. g. Formulare benötigt werden, ist auf dem letzten SVLFG-Beitragsbescheid (oben rechts) zu finden. Weiterhin ist zu beachten, dass alle Angaben in Maschinenschrift oder in anderer gut leserlicher Schrift (vorzugsweise Druckbuchstaben) einzusetzen sind.

Die ausgefüllten Unterstützerlisten (mit Originalunterschriften!) und die dazu gehörenden Erklärungen zur Wahlberechtigung sowie die Kopien der letzten Beitragsbescheide senden Sie bitte möglichst bis spätestens 25. Oktober 2016 an unsere Geschäftsstelle in Langenweddingen:



Landesjagdverband Sachsen-Anhalt

Halberstädter Straße 26

39171 Sülzetal OT Langenweddingen

Wichtig: Alle Unterlagen müssen per Post eingeschickt werden, eingescannt per E-Mail oder per Fax reicht nicht!

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Für Ihr Verständnis und Ihre Bemühungen bedanken wir uns im Voraus sehr herzlich.

Mit freundlichen Grüßen
und Waidmannsheil

Dokumente zum Download
>> Vorschlagsliste >> Hinweise >> Muster >> Erklärung Wahlberechtigung >> Unterstützerliste






27.09.2016
Quelle: www.mz-web.de/24811036 ©2016

Wolfshündin von Gerbstedt Vierbeiner wurde eingefangen und in Tierpension gebracht

Gerbstedt - Melanie Volkland aus Gerbstedt hat gerade eine der aufregendsten Wochen ihres Lebens hinter sich gebracht. Die Tierliebhaberin war maßgeblich daran beteiligt, dass die herumstreunende Wolfshündin, die im Schlenzetal tagelang für Unruhe sorgte, eingefangen werden konnte.

"Ich bin überglücklich, dass alles so gut verlaufen ist", sagte sie sichtlich bewegt. Kurz zuvor hatte sie am Dienstag bei einer konzertierten Aktion von Tierschützern im Morgengrauen mitgeholfen, dieses Rassehundes, der sich nach einer ersten Untersuchung als Hündin entpuppte, habhaft zu werden.

"Den schnellen Erfolg haben wir Frau Volkland zu verdanken", so Jutta Halle vom Ordnungsamt der Stadt. Sie stand die ganzen Tage über mit der Tierschützerin in Kontakt. Die Gerbstedterin hatte Anfang vergangener Woche die Wolfshündin nach ihrem Auftauchen in Adendorf erstmals gesehen.

"Ich war sofort von dem Hund angetan", erinnert sich die zweifache Mutter. Und ihr sei klar gewesen, dass sie das Tier nicht einfach seinem Schicksal überlassen konnte. Zumal anfangs unklar war, ob das Tier möglicherweise ein Wolf war und dies fast zu hysterischen Reaktionen in der Stadt geführt hatte.

Wolfshündin gefüttert und ihre Laufwege erkundet

In Absprache mit den zuständigen Behörden und der Polizei hat sie sich mehr als eine Woche lang um die Hündin gekümmert. Sie brachte ihr Futter und erkundete deren Laufwege. Dabei haben sie viele Leute aus allen Ortschaften unterstützt. "Mein Telefon lief auf Dauerbetrieb", sagt sie der MZ. Im Laufe der Zeit hatte sie herausgefunden, dass sich die Hündin nachts am Hölzchen in der Nähe einer Gartensparte aufhielt.

Diesen glücklichen Umstand machten sich Heino Krannich, ein Experte für Tierbetäubung aus Niedersachsen, der am Montag von der Stadt mit dem Einfangen des Hundes beauftragt wurde, und sein Team zunutze. Sie wurden dabei auch von einem Tierschutzverein aus Brandenburg unterstützt. Er hatte im Internet erfahren, dass im Raum Gerbstedt ein Wolfshund gesichtet worden ist und vor einer Panikmache gewarnt.

Nachdem zuletzt zwei Versuche von Jägern gescheitert waren, brauchte der Experte nur einen Versuch. Die Tierschützer hatten Futter auf einer Lichtung am Hölzchen ausgelegt und lockten damit die Wolfshündin an. Dort tauchte sie im Morgengrauen auf. Dann ging es ganz schnell. Heino Krannich brachte sein Spezialgewehr in Anschlag. Nach einem Schuss fiel das betäubte Tier um und konnte in Gewahrsam genommen werden.


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Beschluss

Erstes Gesetz zur Änderung des Bundesjagdgesetzes



Der Bundesrat hat in seiner 948. Sitzung am 23. September 2016 beschlossen, dem vom Deutschen Bundestag am 8. Juli 2016 verabschiedeten Gesetz gemäß Arti-kel 72 Absatz 3 Satz 2 des Grundgesetzes zuzustimmen.
Der Bundesrat hat ferner die aus der Anlage ersichtliche Entschließung gefasst.

E n t s c h l i e ß u n g
Zum ersten Gesetz zur Änderung des Bundesjagdgesetzes

1. Der Bundesrat nimmt mit Sorge zur Kenntnis, dass über die Umsetzung zwingender EU-Vorgaben hinaus keine weiteren Änderungen jagdrechtlicher Vorschriften bis auf weiteres erfolgen.
2. Der Bundesrat sieht die dringende Notwendigkeit, durch Änderung des Bundesjagdgesetzes bundeseinheitlich folgende Regelungen zu treffen:
a) Zur Vereinheitlichung der Prüfungsvoraussetzungen für die Falkner- und Jägerprüfung bittet der Bundesrat um die Aufnahme einheitlicher Mindeststandards in das Bundesjagdgesetz. In der Praxis haben sich deutliche Unterschiede zwischen den Ländern bei der Falkner- und Jägerprüfung herausgebildet. Insbesondere sind bei der Jägerprüfung praxisorientiere Mindeststandards bei der Schießprüfung zu bestimmen und in Fachgebieten wie beispielsweise der Fleischhygiene die notwendige fachliche Qualifikation sicherzustellen.
b) Der Bundesrat ist der Auffassung, dass wegen der besonderen Bedeutung von Querungshilfen (Wildunterführungen und Grünbrücken) für die Vernetzung der Lebensräume allgemein und den genetischen Austausch bei wandernden Tierarten im Besonderen sowie der hohen Empfindlichkeit im Querungsbereich gegenüber Beunruhigungen eine grundsätzliche Untersagung der Jagdausübung gerechtfertigt ist. Der Bundesrat spricht sich daher für ein Verbot der Jagdausübung und des Errichtens von Jagdeinrichtungen für die Ansitzjagd im Umkreis von 300 Metern von der Mitte von Wildquerungshilfen, mit Ausnahme der Nachsuche, aus. Das Verbot zielt auf eine wirksame Vernetzung von Lebensräumen an Querungshilfen, deren Zielarten bezüglich einer Jagdausübung störungsempfindlich sind, d. h. Wildunterführungen und Grünbrücken, die zum Zwecke der Wildquerung angelegt wurden. Andere Durchlässe wie Betonröhren unter der Straße oder Querungshilfen für Fledermäuse sind nicht von der Regelung erfasst.

Die auch finanziell aufwendigen Grünbrücken und Wildunterführungen sind so zu gestalten, dass sie vom Wild und sonstigen Zielarten angenommen werden. Eine wirksame Vernetzung der Lebensräume kann nur mit einem gleichzeitigen Jagdverbot erreicht werden.

Gemäß § 19 Absatz 2 des Bundesjagdgesetzes können die Länder das Verbot einschränken, Ausnahmen der Jagdbehörden beispielsweise bei übermäßigen Wildschäden an landwirtschaftlichen Kulturen im 300 m-Radius sind nach Landesrecht möglich. Gleiches gilt für die Genehmigung einzelner Bewegungsjagden, beispielsweise auf Schwarzwild. Damit ruht zwar die Jagd im Grundsatz, es kann jedoch im Einzelfall auf Sondersituationen reagiert werden.

c) Zur Beseitigung etwaiger Rechtsunsicherheiten sollte durch eine ausdrückliche Regelung im Bundesjagdgesetz klargestellt werden, dass das persönliche Erscheinen des Bewerbers bei der Erteilung des Jagdscheins erforderlich ist.

In Anbetracht der hohen Anforderungen an die Zuverlässigkeit (§ 17 Absatz 4 Nummer 4 Bundesjagdgesetz) und körperliche Eignung (§ 17 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 Bundesjagdgesetz) der Jagdscheininhaber spricht sich der Bundesrat für eine persönliche Vorstellung bei der zuständigen Behörde aus.

Nur durch eine persönliche Vorstellung der Antragstellerin oder des Antragstellers kann die Behörde einen unmittelbaren Eindruck über die körperliche Eignung gewinnen. Zur Absicherung der Entscheidung kann die Behörde die Vorlage eines amts- oder fachärztlichen Gutachtens auferlegen.

Oftmals offenbart das Verhalten des Antragstellers, dass er nicht die für einen Waffenbesitzer und Jäger erforderliche körperliche Eignung besitzt. In der Regel handelt es sich um offensichtliche geriatrische Erkrankungen, die in der Behörde auffallen, da die Person verwirrt erscheint oder keine Unterschrift leisten kann. Aber auch Alkoholismus, Behinderungen (insbesondere Geh- und Sehbehinderungen) sowie andere Erkrankungen wie Parkinson wurden durch o. g. Verwaltungsverfahren behördenbekannt.

Ein nicht rechtskräftiges Urteil des Verwaltungsgerichts Köln vom 17.12.2005 (Az.: 8 K 3009/15) stellt darauf ab, dass es für die Behörde keine Berechtigung gibt, die persönliche Vorstellung zu verlangen. Diese ergebe sich auch nicht aus § 17 des Bundesjagdgesetzes. Zum gleichen Ergebnis kam das VG Hamburg mit Urteil vom 16.02.2016 (Az.: 4 K 2351/2016).

3. Der Bundesrat spricht sich für eine Ergänzung des Bundesjagdgesetzes um eine Regelung zur Büchsenmunition aus. Der Bundesrat vertritt die Auffassung, dass ein Verbot, bei der Jagd Büchsenmunition mit bleihaltigen Geschossen sowie bleihaltige Flintenlaufgeschosse zu verwenden, dringend erforderlich ist. Der Bleieintrag in die Umwelt und in das Wildbret durch bleihaltige Jagdmunition wird durch ein solches Verbot reduziert. Blei gehört zu den Umweltschadstoffen, für die keine unschädliche untere Grenze gefunden wurde, es gilt daher der Grundsatz, dass der Bleieintrag auf das Minimum beschränkt wird.







Ansiedlung des Wolfes in Sachsen- Anhalt

Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt - Pressemitteilung Nr.: 09/2016

Halle (Saale), den 21. September 2016
Aktuelles aus dem Wolfsmonitoring - Neue Wolfsrudel in Sachsen-Anhalt
Die natürliche Wiederausbreitung des Wolfes hat zu einer weiteren Erhöhung der Zahl der in Sachsen-Anhalt lebenden Wolfsrudel und Wolfspaare geführt. Neu hinzugekommen sind die Rudel bei Möckern und Parchen im Landkreis Jerichower Land sowie in der Klietzer Heide im Landkreis Stendal. Außerdem konnte in einigen anderen Wolfsterritorien, die bislang von Wolfspaaren besiedelt wurden, erstmals die Aufzucht von Welpen und damit die Bildung von Rudeln nachgewiesen werden. Gegenwärtig gibt es damit in Sachsen-Anhalt ein Wolfspaar sowie zwölf Wolfsrudel (s. Karte). Einige davon leben grenzübergreifend zu Nachbarbundesländern. Das gesamte Verbreitungsgebiet des Wolfes in Sachsen-Anhalt hat sich damit nicht erweitert. Vielmehr fand eine Verdichtung der bekannten Vorkommen innerhalb des Verbreitungsgebietes statt.

Hintergrund:
Ziel des Wolfsmonitorings ist es, aussagefähige und verlässliche Fachdaten zu den Wolfsvorkommen für die Information der Öffentlichkeit und der Landnutzer zu erarbeiten. Das Wolfsmonitoring wird in Federführung des Landesamtes für Umweltschutz durchgeführt, dabei findet eine Kooperation mit zahlreichen Institutionen und ehrenamtlichen Naturschützern statt, z. B. der Referenzstelle Wolfsschutz am Biosphärenreservat Mittelelbe, den Bundesforstbetrieben, dem Landesforstbetrieb und Landeszentrum Wald sowie den Naturschutzverbänden WWF, der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe, dem Landesjagdverband, dem Freundeskreis freilebender Wölfe sowie den Forschungseinrichtungen wie der Senckenberg-Gesellschaft und dem Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin.

Weitere Informationen





Bundesrat stimmt Jagdrechtsnovelle zu

Der Bundesrat hat am 23.09.2016 der vom Bundestag beschlossenen Jagdrechtsnovelle (BR-Drs. 455/16) zugestimmt. Sie schließt eine Regelungslücke, die durch Umsetzung einer EU-Richtlinie in deutsches Recht aufgetreten ist. Der Bundestagsbeschluss ermöglicht zukünftig umfassende Besitz- und Handelsverbote jagbarer Arten. Außerdem sieht er einen Bestandsschutz für den legalen Besitz bestimmter halbautomatischer Jagdwaffen vor. Das Gesetz wird nun dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt und soll am Tag nach der Verkündung in Kraft treten.

Verbot bleihaltiger Munition gefordert
In einer begleitenden Entschließung (BR-Drs. 455/16 (B)) fordern die Länder bundeseinheitliche Mindeststandards für die Jäger- und Falknerprüfung, um notwendige fachliche Qualifikationen flächendeckend sicherzustellen. Außerdem sprechen sie sich für ein Verbot aus, bei der Jagd Munition mit bleihaltigen Geschossen zu verwenden. Ein solches Verbot sei dringend erforderlich, um zu verhindern, dass umwelt- und gesundheitsschädliches Blei in die Natur oder ins Wildbret gelangt, heißt es in der Entschließung. Diese wird nun der Bundesregierung zugeleitet.


Weiterführende Links
Zum Thema im Internet
Den Gesetzesbeschluss des Bundestages (BR-Drs. 455/16) und die Entschließung des Bundesrates hierzu (BR-Drs. 455/16 (B)) finden Sie auf den Seiten der Länderkammer (jeweils im pdf-Format).





aktuelle Pressemeldung des Deutschen Jagdverbandes (DJV)

Bundesjagdgesetz passiert den Bundesrat

Baldiges Inkrafttreten der Neuregelung zu Selbstladebüchsen (Berlin, 23. September 2016) Der Bundesrat hat der Änderung des Bundesjagdgesetzes zugestimmt. Damit ist der Weg für ein baldiges Inkrafttreten der Neuregelung zur Verwendung von Selbstladebüchsen bei der Jagd frei. Die Änderungen treten nach Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft.

Die Allianz der im Forum Waffenrecht zusammengeschlossenen Verbände von Bund der Militär- und Polizeischützen (BdMP), Bund Deutscher Sportschützen (BDS), Deutscher Jagdverband (DJV), Deutsche Schießsport Union (DSU), Verband der Hersteller von Jagd-, Sportwaffen und Munition (JSM) und Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB) sowie der Deutsche Schützenbund (DSB) begrüßen die Regelung ausdrücklich, bedauern aber, dass mit der Novellierung die ursprünglich beabsichtigten bundeseinheitlichen Regelungen zur Jagdmunition, Jägerausbildung und Schießübungsnachweis nicht mit aufgenommen wurden. "Mit dem gemeinsamen Vorgehen haben wir dafür gesorgt, dass die Rechtssicherheit für Jäger wieder hergestellt wurde", sagt DJV-Präsident Hartwig Fischer. "Für uns Jäger werden viele Drückjagden und Erntejagden, die zur Reduzierung der Wildschweine unerlässlich sind, erleichtert", so Fischer. Er bedauert jedoch, dass die von der Bundesregierung ursprünglich vorgesehenen Regelungen zur Jagdmunition, zur Jungjägerausbildung und zum Schießübungsnachweis keine Berücksichtigung im Bundesjagdgesetz gefunden hätten. "Nach jahrelangen Diskussionen und aufwendigen Studien hatte das Bundeslandwirtschaftsministerium einen wissensbasierten und praxisorientierten Vorschlag vorgelegt, der dann in letzter Minute von einem einzelnen Ministerpräsidenten gestoppt wurde", bedauerte Fischer.

Die Änderung des Bundesjagdgesetzes war – neben der Umsetzung der EU-Umweltstrafrechtsrichtlinie – notwendig geworden, weil das Bundesverwaltungsgericht im März die Verwendung von halbautomatischen Langwaffen mit Wechselmagazin bei der Jagd als verboten bezeichnet hatte. Das Urteil kam überraschend, da diese Meinung in der juristischen Literatur, von anderen Gerichten und auch von den Parteien des Verfahrens bislang nicht vertreten worden war. Die Verbände hatten sich vehement für eine rasche Klarstellung des Sachverhaltes eingesetzt. Es bestand – auch über die Regierungskoalition hinaus – Konsens, dass dies geschehen sollte. Politik und Verbände hatten insbesondere betont, dass die effektive Bejagung des Schwarzwildes entsprechende Mittel erfordere.

Wegen der besonderen Eilbedürftigkeit der Neuregelung zu halbautomatischen Langwaffen mit Wechselmagazin, insbesondere zur Verwendung bei Ernte- und Drückjagden, hatte die Bundesregierung vorgeschlagen, dass der Bundesrat der Regelung zustimmen muss. Der Bundestag hätte die Regelung auch ohne Zustimmung des Bundesrates beschließen können, allerdings hätte die Regelung dann erst ein halbes Jahr nach Veröffentlichung in Kraft treten können.

Bundesrat in Berlin (Quelle: pixabay)
Bundesrat in Berlin (Quelle: pixabay)


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Informationen zu Blutproben von Wildschweinen

Sehr geehrte Weidgenossen,

im Rahmen staatlich reglementierter Überwachungsuntersuchungen von Wildschweinen auf Antikörper gegen Brucella suis (Schweinebrucellose) müssen unbedingt Blutserumproben verwendet werden (Blutröhrchen ohne Zusatzstoff zur Verwendung der Blutgerinnung). Die Untersuchungen werden gemeinsam mit den Untersuchungen auf Schweinepest und Aujeszkysche Krankheit im Landesamt für Verbraucherschutz durchgeführt. Diese Serumblutröhrchen werden vom Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt auch zur Verfügung gestellt. Die Proben werden an den bekannten Stellen (Bürgerbüro Halle, Bürgerbüro Querfurt, Veterinäramt Merseburg) angenommen. Sollten andere Blutröhrchen genutzt werden, ist darauf zu achten, dass diese keine Zusatzstoffe zur Blutgerinnung enthalten.

Dokumente zum Download
>> Informationen zu Blutproben von Wildschweinen






29.08.2016
Verbot bleihaltiger Jagdmunition verfassungsrechtlich zulässig

Durch Verbot sollen gesundheitliche Gefahren durch Verzehr von Fleisch mit Bleirückständen vermieden werden

Der Verfassungsgerichtshof des Saarlandes hat entschieden, dass das Verbot der Verwendung bleihaltiger Munition verfassungsrechtlich zulässig ist. Mit dem Verbot soll verhindert, dass Menschen durch den Verzehr von Wild aufgrund der im Fleisch geschossener Tiere enthaltenen Bleirückstände gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt werden.

Im Kern bei der Verfassungsbeschwerde um das zum 1. Januar 2017 im Saarland in Kraft tretende Verbot der Verwendung bleihaltiger Munition bei der Jagd. Die beiden Jäger des zugrunde liegenden Verfahrens waren der Auffassung, dass es sich bei dem Verbot um eine "Knebelung" des Jägers handele, für die es keinen sachlichen Grund gebe.

Verfassungsgerichtshof erklärt Verbot zur Verwendung bleihaltiger Munition für zulässig

Der Verfassungsgerichtshof des Saarlandes entschied, dass das Verbot der Verwendung bleihaltiger Munition verfassungsrechtlich zulässig ist. Mit dem Verbot will der Landesgesetzgeber verhindern, dass Menschen durch den Verzehr von Wild aufgrund der im Fleisch geschossener Tiere enthaltenen Bleirückstände gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt werden.

Anhaltspunkte für gesundheitliche Gefahren durch Verzehr von Fleisch mit Bleirückständen wissenschaftlich belegbar

Die Frage, ob Bleirückstände im Fleisch geschossener Tiere zu nennenswerten gesundheitlichen Gefahren für den Menschen führen können, ist umstritten. Aus jüngeren Untersuchungen ergeben sich jedoch gewichtige Anhaltspunkte dafür, dass die durch den Landesgesetzgeber angenommene Gefahr wissenschaftlich belegbar ist. So gelangt das Bundesinstitut für Risikobewertung zu dem Ergebnis, dass bleihaltige Jagdgeschosse den Bleigehalt des Wildfleischs vor allem in bestimmten Körperbereichen des erlegten Tieres deutlich erhöhen. Das Bundesinstitut empfiehlt daher, dass jedenfalls Kinder, Schwangere und Frauen im gebärfähigen Alter auf den Verzehr von mit bleihaltiger Munition erlegtem Wild verzichten sollten (Abschlussbericht des Bundesinstituts für Risikobewertung zum Forschungsprojekt "Lebensmittelsicherheit von jagdlich gewonnenem Wildbret" vom 19. Dezember 2014).

Verzicht auf Blei als Geschossmaterial mit Blick auf tierschutzgerechte Tötungswirkung für Einsatz im Jagdbetrieb möglich

Gegen ein Verbot bleihaltiger Munition wird allerdings eingewandt, dass den Tieren durch die Verwendung bleifreier - und damit leichterer - Munition aufgrund einer verzögerten Schusswirkung größeres Leid zugefügt werde. Neuere Untersuchungen der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde haben insoweit jedoch ergeben, dass eine hohe Geschosswirksamkeit sowohl mit bleihaltigen als auch mit bleifreien Geschossen erreicht werden kann und der Verzicht auf Blei als Geschossmaterial mit Blick auf die tierschutzgerechte Tötungswirkung für den Einsatz im Jagdbetrieb möglich ist (Gutachten "Ergänzende Untersuchungen zur Tötungswirkung bleifreier Geschosse" der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde - HNE - vom 25. Februar 2014).

Verbot bleihaltiger Munition zum Schutz der Gesundheit wahrscheinlich

Vor dem Hintergrund dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse durfte sich der Landesgesetzgeber - in Abwägung mit dem verfassungsrechtlichen Gebot des Tierschutzes - für ein Verbot bleihaltiger Munition zum Schutz der Gesundheit Wildbret verzehrender Menschen entscheiden.

Quelle: www.kostenlose-urteile.de/Beschluss15744




29.08.2016
Quelle: http://www.mz-web.de/24662150 ©2016

Jagdrevier Saalekreis Staupealarm bei Füchsen

Abbildung eines Fuchses

Die Staupe wird von Füchsen im Saalekreis verbreitet. Foto: dpa

Kabelsketal - In der Gemeinde Kabelsketal wird Alarm geschlagen. Grund sind die in der vergangenen Zeit stark angestiegenen Zahlen an Raubwild. Nicht nur Marder und Waschbären werden zur Plage, sondern vor allem Füchse, und zwar Tiere, die offenbar von Krankheit befallen sind.

Der Ortsbürgermeister von Gröbers, Reinhard Stahl, jedenfalls machte im kürzlich erschienenen Amtsblatt der Gemeinde auf das vermehrte Auftreten von Raubwild, besonders auch des Fuchses aufmerksam. "Es stimmt, wir bekommen immer wieder Anrufe von Bürgern, die Probleme mit solchen Tieren auf ihren Grundstücken haben", bestätigt auch Kurt Hambacher, der Bürgermeister von Kabelsketal. Er verweist darauf, dass das nicht nur die Ortsteile von Gröbers beträfe.

Jagdpächter im Kabelsketal
Das bestätigt auch Andreas Trenkel, Jagdpächter im Kabelsketal und im Revier um Döllnitz. "Wir wurden in der letzten Zeit mehrfach von Leuten angerufen, die auf ihren Höfen beziehungsweise Grundstücken einen Fuchs hatten, der sich nicht ganz normal verhielt. Es fehlte der Tieren unter anderm der Fluchttrieb", erzählt Trenkel.

Sieben Mal wurden die Jäger im Kabelsketal und Döllnitz alarmiert. "Die Füchse waren alle krank", sagt der Jagdpächter. Die Kadaver seien zum Veterinäramt gebracht und dort untersucht worden. Es habe sich herausgestellt, dass die Füchse von Staupeviren befallen waren. Das ist eine tückische Krankheit, die zwar nicht auf den Menschen übertragbar ist, aber auch Hunde befallen kann. Deshalb rät der Jagdpächter dringend allen Hundebesitzern, ihrer Impfpflicht nachzukommen und ihre getreuen Gefährten gegen diese Viruserkrankung spritzen zu lassen. Nicht selten endet die Staupe bei Hunden tödlich.

Tollwut kein Problem
Tollwut sei übrigens kein Problem in der Region. Durch den Einsatz von modifizierten Lebend Impfstoffen in Ködern konnte die Fuchstollwut in den zurückliegenden Jahrzehnten europaweit erfolgreich zurückgedrängt werden.

Staupe
Die Staupe ist eine gefährliche Viruserkrankung, die seit Jahrhunderten bekannt ist. Neben Tierarten wie Füchsen, Wölfen, Wieseln, Waschbären und Kojoten können auch Haushunde von dem tückischen Virus betroffen sein und starke Krankheitsanzeichen aufweisen. Symptome zeigen sich durch Erbrechen und Durchfälle ebenso wie durch Husten, Niesen und Atemnot. Auch Sehschädigungen, Muskelzittern, epileptische Anfälle und Apathie können auftreten. Auch Katzen können sich infizieren, zeigen aber keine Symptome.

Die wichtigste Form der Prophylaxe ist die Impfung. Es wird Haustierbesitzern empfohlen, ihre Hunde grundimmunisieren zu lassen und anschließend regelmäßig im Drei-Jahres-Rhythmus mit Wiederauffrischungsimpfungen gegen die Staupe zu schützen. (ccr)

Eigentlich sind Füchse in Wäldern, auf Grasland und Äckern zu Hause. In jüngerer Zeit sind sie aber auch zunehmend in Dörfern und Städten anzutreffen. Das Nahrungsangebot dort ist für die Allesfresser vielfältig. Auf Komposthaufen und in Mülltonnen gibt es reichlich Früchte und Essensreste. Auch Kleintiere sind für den Speiseplan im Angebot. Hausbesitzer und Mieter sollten deshalb darauf achten, dass beispielsweise die Mülltonnen fest verschlossen sind.

Füchse in der Region
Trenkel vermutet, dass die aufgefundenen, erkrankten Tiere nur ein verschwindend geringer Teil der von Staupe betroffenen Füchse in der Region sind. Es werde sich wahrscheinlich zeigen, dass in der kommenden Zeit die Fuchspopulation einbricht. Das sei in der Natur so. Sie würde sich aber dann auch wieder erholen. Neben den Füchsen machen vor allem Waschbären den Menschen im Kabelsketal zu schaffen. "Fast 70 solcher Tiere haben wir in diesem Jahr in Kabelsketal und Döllnitz bereits gejagt", sagt Trenkel. Er spricht von einer regelrechten Plage, die die Wasserwildbestände stark dezimiert, weil der Waschbär die Nester ausraubt. Die Jagd der Tiere sei nicht einfach. "Je mehr Waschbären man fängt, desto stärker vermehren sich die Tiere", sagt der Jäger. Auch die Jagd auf Marder, die durch Bisse in Schläuche oftmals die Autos der Bürger lahmlegen, gestalte sich schwierig. Laut Gesetz gibt es nur die Möglichkeit von Fallen zur Lebendjagd. Das Komplizierte daran ist, dass diese täglich geprüft werden müssen, denn auch Katzen oder Hunde können in die Fallen gehen. "Ein Jagdpächter der auch voll im Beruf steht, hat da zeitlich seine Schwierigkeiten", sagt Trenkel. Außerdem gehen Marder kaum in derartige Fallen. (mz)



Kreisverwaltung Saalekreis - Postfach 14 54 - 06204 Merseburg

Bestellung von Wildschadensschätzern bis Dezember 2019

Sehr geehrte Damen und Herren, ab Januar 2017 müssen wieder in unserem Landkreis gemäß § 30 Abs. 1 LJagdG-DVO ¹ über das Vorverfahren von Wild- und Jagdschadenssachen Wildschadensschätzer für die Dauer von drei Jahren ernannt sein.

Eine Aufstellung über die ernannten Wildschadensschätzer bis Dezember 2016, die durch Ihr Amt im Jahre 2013 benannt und durch unser Amt ernannt wurden finden Sie in der unteren Tabelle.

Wiederum möchte ich ·Ihnen empfehlen, dass in eigenständiger Abstimmung je Einheitsgemein­de/StadWerwaltungsgemeinschaft ein Wildschadensschätzer und sein Stellvertreter von Ihnen vorgeschlagen werden.

In den vergangenen Jahren hat es sich abermals gezeigt, dass auf Grund der geringen Inanspruchnahme die bislang ernannten Schätzer ausreichend waren.

Ich bitte Sie, Ihre Vorschläge bis spätestens 01. November 2016 meinem Amt mitzuteilen. Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie sich gern unter folgender Telefonnummer an uns wenden.

03461 40 - 1219



Name, Vorname Stadt / Gemeinde Stellvertreter
Schirmer, Mario Stadt Leuna
Stadt Merseburg
Hellmann, Werner Gemeinde Petersberg
Probst, Reinhard Stadt Braunsbedra
Stettin, Uwe Stadt Braunsbedra
Kern, Peter Gemeinde Kabelsketal
Gemeinde Schkopau
Läßig, Torsten Gemeinde Salzatal
Heller, Frank Stadt Bad Dürrenberg
Stahl, Bernd Gemeinde Kabelsketal
Kaßler, Roland VG Weida-Land
Bierende, Ingo Stadt Wettin-Löbejün
Dietrich, Sven Stadt Wettin-Löbejün Stellvertreter Herrn Bierende


Ansprechpartner Städte/Gemeinden



Gemeinde Teutschenthal • Frau Moser - 034601/36650 silke.moser@gemeinde-teutschenthal.de
Goethestadt Bad Lauchstädt • Herr Schaks - 034636/74826 schaks@stadt-bad-lauchstaedt.de
Stadt Querfurt • Frau Helmis - 034771/60131 mareen.helmis@querfurt.de
Gemeinde Petersberg • Frau Drechsel - 034606/253102 s.drechsel@gemeinde-petersberg.de
Stadt Wettin-Löbejün • Frau Zimmer - 034603/75720 bianca.zimmer@mail-wl.de
Verbandsgemeinde Weida-Land • Frau Meyer - 034771/9000 service@vg-weida-land.de
Stadt Bad Dürrenberg • Herr Riede! - 03462/9987031 h.riedel@badduerrenberg.de
Stadt Braunsbedra • Frau Eckner - 034633/40112 m.eckner@braunsbedra.de
Gemeinde Salzatal • Frau Schrader - 034609/274510 schrader@gemeinde-salzatal.de
Gemeinde Schkopau • Herr Koebe - 03461/7303421 koebe@gemeinde-schkopau.de
Gemeinde Kabelsketal • Frau Schaaf - 034605/33160 jacqueline.schaaf@kabelsketal.de
Stadt Merseburg • Herr Bothe - 03461/445624 ordnung@merseburg.de
Stadt Leuna • Herr Schröter - 03461/840137 schroeter@leuna.de
Stadt Landsberg • Herr Decker - 034602/24983 m.decker@s1adt-landsberg.de
Stadt Mücheln • Herr Paust - 034632 - 40/135 paust@muecheln.de


¹Verordnung zur Durchführung des Landesjagdgesetzes vom 10.09.1991 (GVBI. LSA S. 326 zuletzt geändert durch Gesetz vom 09.01.2015 {GVBI. LSA 5.23)




aktuelle Pressemeldung des Deutschen Jagdverbandes (DJV)

Selbstladebüchsen mit Wechselmagazin weiter erlaubt

Selbstladebüchsen mit Wechselmagazin weiter erlaubt Der Bundestag hat heute eine Änderung des Bundesjagdgesetzes beschlossen. Demnach dürfen halbautomatische Waffen mit Wechselmagazin weiterhin bei der Jagd eingesetzt werden, solange nicht mehr als drei Patronen geladen sind. Der Bundesrat kann dazu allerdings frühestens im September beschließen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) fordert deshalb eine entsprechende Stellungnahme der Regierungen von Bund und Ländern, die unmittelbare Rechtssicherheit für Jäger schon vor dem Inkrafttreten der Novelle schafft.

(Berlin, 08. Juli 2016) Der Bundestag hat heute die angekündigte kleine Novelle (wir berichteten: www.jagdverband.de) des Bundesjagdgesetzes beschlossen, um die Verwendung von Selbstladebüchsen mit wechselbarem Magazin weiterhin zu ermöglichen. Der DJV begrüßt diese Klarstellung und insbesondere die schnelle Reaktion des Gesetzgebers. Die Regelung in § 19 Bundesjagdgesetzes soll künftig lauten: "Verboten ist […] mit halbautomatischen Langwaffen, die mit insgesamt mehr als drei Patronen geladen sind, sowie mit automatischen Waffen auf Wild zu schießen."

Abbildung Repetiergewehr

Damit die Regelung in Kraft treten kann, müssen im Bundesrat noch die Länder zustimmen. Ursprünglich war dies ebenfalls für den 8. Juli geplant. Da der Bundestagsbeschluss erst heute gefasst wurde, wird die Änderung frühestens am 23. September im Bundesrat behandelt. Der DJV fordert deshalb die Bundesregierung und die Länderregierungen auf, schon vorher für die in Kürze anstehende Erntejagdsaison Rechtssicherheit durch eine klare Stellungnahme zu schaffen. Auch für den Neuerwerb bzw. Handel muss dringend Klarheit geschaffen werden. Die Landesministerien können auf dieser Basis ihren Behörden sogar rechtsverbindliche Weisungen erteilen. "Der Bundestag hat entschieden, dass Selbstladebüchsen mit Wechselmagazinen rechtens sind. Jetzt sollten die Länder den Weg frei machen, damit Jäger ihr Handwerkszeug uneingeschränkt für die Jagd nutzen können", fordert DJV-Präsident Hartwig Fischer.

Laut DJV soll jeder Jäger, der rechtmäßig eine halbautomatische Waffe mit Wechselmagazin besitzt, diese im Rahmen des § 19 BJagdG auch einsetzen dürfen. Der Gesetzgeber hat dazu jetzt klargestellt, dass Selbstladebüchsen mit Wechselmagazin erlaubt sind – und die bisherige, unbestrittene Verwaltungspraxis damit bestätigt. Der Bundesrat könnte eine entsprechende Regelung noch verzögern. Rechtssicherheit für Jäger besteht erst nach Inkrafttreten der Bundesjagdgesetz-Novelle. An der Klarstellung des Gesetzgebers kommen Behörden und Gerichte allerdings nun nicht mehr vorbei: "Der Argumentation des Bundesverwaltungsgerichts ist der Boden entzogen worden", sagt DJV-Präsidiumsmitglied Ralph Müller-Schallenberg, Rechtsanwalt und im DJV-Präsidium für Rechtsfragen zuständig. "Allerdings müssen wir auch darauf hinweisen, dass sich Behörden und Gerichte nach wie vor auf den Standpunkt stellen könnten, dass Selbstladebüchsen mit Wechselmagazin nach den Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts solange verboten sind, bis die Änderung im Bundesjagdgesetz tatsächlich in Kraft ist", so Müller-Schallenberg.

Falls es keine allgemeine Klarstellung seitens der Länderministerien für den Einsatz von Selbstladebüchsen geben sollte, rät der DJV den Jägern, die Selbstladebüchsen oder -flinten besitzen, vor einer Nutzung das Innenministerium des jeweiligen Landes mit der Entscheidung des Bundestages zu konfrontieren und sich eine Rechtmäßigkeit des sofortigen Einsatzes bei der Jagd bestätigen zu lassen.

Unabhängig von der heutigen Entscheidung erwartet der DJV von Bundesregierung und Parlament, die große Novellierung des Bundesjagdgesetzes noch in dieser Legislaturperiode einzubringen und zu verabschieden.



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08.07.2016

Berufsgenossenschaft: Beitragsbescheide für 2015 kommen!

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Berufsgenossenschaft wird ab August die Beitragsbescheide für das Umlagejahr 2015 verschicken. Der Vorstand der SVLFG hat heute über die künftigen Beiträge zur Berufsgenossenschaft beraten und beschlossen. Für die Jagden gilt im Wesentlichen: Der Grundbeitrag sinkt um 7 % von bisher 80,85 - 323,40 € auf 75,28 - 301,13 € und der allgemeine Beitragssatz steigt um 1 % von 6,16 € auf 6,23 € pro Berechnungseinheit (BER). Unter Berücksichtigung der neuen Risikofaktoren für Jagden steigt der Risikobeitrag pro BER damit im Ergebnis um 1,9 % von 11,27 € auf 11,49 €. Nach ersten Einschätzungen bedeutet dies, dass die Beiträge weitgehend unverändert bleiben dürften.

Es wird, wie im Vorjahr, nicht notwendig sein, dass jeder Betroffene gegen den Beitragsbescheid Widerspruch einlegt. Wir weisen aber vorsorglich darauf hin, dass Revierinhaber den Beitrag in jedem Fall rechtzeitig zahlen muss, selbst wenn ein Widerspruch eingelegt wird!

Die derzeit laufenden Musterverfahren sind noch nicht abgeschlossen. Die Sozialgerichte sind überlastet, so dass eine Entscheidung in erster Instanz 2016 nicht mehr erwartet wird. Derzeit sind 4 Musterklagen an den Sozialgerichten Magdeburg, Schwerin, Hannover und Landshut anhängig. Die von DJV angeführten Musterklagen sollen die Verhältnismäßigkeit der Beiträge zum wirtschaftlichen Wert der jagdlichen Nutzung, die Verfassungsgemäßheit der Mehrfachbelastung (Versicherung als Jagdgenosse, Pächter, Mitglied im Vorstand einer Jägerschaft und als Landwirt) und den Grundsatz der Verursachungsgerechtigkeit prüfen.

Parallel bereiten DJV und Landesjagdverbände eine bessere Repräsentation in der Vertreterversammlung der SVLFG vor. Bei den Sozialwahlen im Mai 2017 wird es erstmals eine Liste "Jagd" geben. Als Kandidaten für den LJV Sachsen-Anhalt wurden Präsident Dr. Jordan und Vizepräsidenten Wolfram Hein aufgestellt. Ziel ist es parallel zu den Sozialverfahren die Interessen der Jägerschaft in den Selbstverwaltungsgremien der SVLFG besser zur Sprache zu bringen.

DJV und Landesjagdverbände werden Wahlberechtigte Revierinhaber dazu auffordern, die Liste "Jagd" mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. Damit die Kandidaten der Liste Jagd in die Vertreterversammlung gewählt werden, ist es wichtig das möglichst viele Revierinhaber Sachsen-Anhalts an der Sozialwahl am 31. Mai 2017 teilnehmen. Die Wahlunterlagen werden den Revierinhabern voraussichtlich im Zeitraum März/ April 2017 zugestellt. Weitere Informationen hierzu folgen.





30.06.2016

aktuelle Pressemeldung des Deutschen Jagdverbandes (DJV)

Seehofer torpediert große Novelle des Bundesjagdgesetzes

Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer kippt in letzter Sekunde nach Gutsherrenart den Kompromiss von CDU, CSU und SPD zur großen Novelle des Bundesjagdgesetzes. Vor zwei Wochen hat Parteikollege und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf dem Bundesjägertag den Durchbruch bei den Verhandlungen verkündet. Aus parlamentarischen Kreisen wird verlautbart, dass jedoch eine kleine Novelle noch vor der Sommerpause Rechtssicherheit für Besitzer von Selbstladebüchsen bringen soll.

(Berlin, 27. Juni 2016) Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat überraschend sein Veto gegen die geplante große Novelle des Bundesjagdgesetzes eingelegt und tritt damit die Grundsätze der parlamentarischen Arbeit mit Füßen. In einem mehrjährigen wissensbasierten Prozess wurden die Grundlagen dieser Novelle erarbeitet, die von den Koalitionspartnern CDU, CSU und SPD noch vor der Sommerpause in den Bundestag eingebracht werden sollte. Nach dem nachträglichen Seehofer-Veto soll nun lediglich eine kleine Novelle kurzfristig Rechtssicherheit für Besitzer von halbautomatischen Jagdgewehren bringen, wie aus parlamentarischen Kreisen zu hören ist. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt zwar diese Teilreform, fordert Ministerpräsident Seehofer aber gleichzeitig auf, endlich seine kurzsichtige Blockadehaltung aufzugeben. Die geplante, umfassende Reform muss umgehend nach der Sommerpause eingebracht werden, damit sie noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden kann. "Die große Novelle muss kommen", sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer. Sie bedeute Rechtssicherheit in vielen Fragen. Andernfalls müssten Jäger künftig für jedes Bundesland unterschiedlichste Schießnachweise und Prüfungen ablegen und verschiedenste Arten von Jagdmunition verwenden. Auch der Tierschutz bleibe auf der Strecke.

Negative Auswüchse der Föderalismusreform

Ministerpräsident Seehofer stößt Bundeslandwirtschaftsminister und CSU-Parteikollege Christian Schmidt sowie die Verhandlungsführer der Koalitionsfraktionen vor den Kopf. Bundesminister Schmidt hatte vor zwei Wochen auf dem Bundesjägertag noch den Durchbruch bei den Verhandlungen zur großen Bundesjagdgesetz-Novelle im Beisein der jagdpolitischen Sprecherinnen von CDU und SPD verkündet. "Das Ganze ist ein Stück aus dem Tollhaus und zeigt die negativen Auswüchse der Föderalismusreform. Seehofer erschüttert das Vertrauen in die Politik und fördert Politikverdrossenheit", sagte Fischer.

Seehofer verhindert einheitliche Standards

Die geplante große Novelle des Bundesjagdgesetzes hat zum Ziel, die Standards in Deutschland zu vereinheitlichen. Unter anderem sind bundesweit einheitliche, anspruchsvollere Vorgaben für Jägerausbildung und -prüfung geplant, die Fleischhygiene als Sperrfach vorsehen. Erstmals sollen überdies einheitliche Kriterien für Jagdmunition, basierend auf wissenschaftlicher Forschung, eingeführt werden: Die Tötungswirkung soll maximiert werden, um den Tierschutz zu stärken und gleichzeitig soll der Bleieintrag aus Gründen des Verbraucherschutzes minimiert werden. "Es gibt immer noch frei verkäufliche Jagdmunition, die nur bedingt einsatzfähig ist, ohne dass der Jäger dies erkennen kann", so DJV-Präsident Fischer. Es sei ein Skandal, dass Seehofer den Wissenstransfer für mehr Tier- und Verbraucherschutz verhindere und Wildtiere die Leid tragenden seien, so Fischer weiter.

Weiterhin geplant ist ein bundesweit einheitlicher Schießübungsnachweis: Auch auf diesem Gebiet treibt der Föderalismus inzwischen fragwürdige Blüten. So hält das Verwaltungsgericht Arnsberg die Pflicht für einen Leistungsnachweis in Nordrhein-Westfalen für verfassungswidrig, weil die Länder dafür nicht zuständig seien. Der Fall liegt jetzt dem Bundesverfassungsgericht vor.

Abbildung von Munition
Aus für mehr Tierschutz: Die große Novelle hätte auch für bundesweit einheitliche und wirkungsvolle Standards bei Jagdbüchsenmunition gesorgt.

(Quelle: Grimm/DJV)

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27.06.2016

Auschreibung Offenestellen

Referent/in für Wildökologie und Wildtiermanagement.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) ist eine anerkannte Naturschutzvereinigung und vertritt als bundesweite Dachorganisation rund 245.000 Jäger. Der DJV und seine Landesjagdverbände haben im Jahr 2001 ein bundesweites Wildtiermonitoring, das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD) initiiert, ein dauerhafter Baustein der ökologischen Umwelt-beobachtung in Deutschland.

Weitere Informationen im Internet: www.jagdverband.de/wild Der DJV sucht zum 01.08.2016 oder früher für die fachliche und administrative Betreuung von WILD eine/n:

Referent/in für Wildökologie und Wildtiermanagement.

Die Vollzeitstelle ist zunächst für 2 Jahre befristet.

Zu bearbeitende Themenfelder sind: Wildtiermonitoring, Wildökologie, Wildtiermanagement, Arten- und Naturschutz

Ihre Aufgaben
  • Fachliche Betreuung der o.g. Themenfelder
  • Betreuung und Leitung von Fachgremien
  • Betreuung der WILD-SQL-Datenbank (Import/Export, Abfragen, Unterstützung und fachliche Vorbereitung zur Programmierung)
  • Analyse der im Rahmen von WILD erfassten Daten (Zählungen in den Referenzgebieten, flächendeckende Einschätzungen in den Jagdbezirken, Jagdstrecken, Flächennutzungskartierung)
  • Erstellung von Publikationen, inhaltliche Vorbereitung von Pressemeldungen und anderen Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit
  • Erarbeitung von Stellungnahmen und Verbandspositionen
  • Aufbau und Kontaktpflege zu Politik und Verbänden


Stellenausschreibung als PDF




22.06.2016

Hundeeltern gesucht

Interesse an einem englischen Cocker Spaniel?

Gibt es nette Damen oder Herren, die Interesse an einem englischen Cocker Spaniel hätten? Da wir ein Kind bekommen haben und mein Mann einen neuen Job hat, haben wir nicht mehr genügend Zeit, sie auszulasten und suchen nun auf diesem Wege ein neues Zuhause für sie, da ich es nicht übers Herz bringe, sie ins Tierheim zu bringen.

Sie ist im April 4 Jahre alt geworden und ist bei mir, seit sie 8 Wochen alt ist. Sie ist prima sozialisiert, kann auch ohne Leine laufen und hört aufs Wort und kann mehrere Stunden alleine bleiben.

Falls Sie jemanden kennen, der Interesse hat, melden Sie sich bitte. Wir würden uns freuen, wenn sie ein neues Zuhause findet.

Mit freundlichen Grüßen, Lisa Zieger.





19.06.2016

10. Jägerfest in das Heimatmuseum Zappendorf
Jubiläumsveranstaltung

Vom Wildbret zum Jägerlatein

Die Jägerschaft Saalkreis lädt am 19. Juni ab 11 Uhr zu ihrem 10. Jägerfest in das Heimatmuseum Zappendorf ein.

Mit buntem Programm für Jäger, Nichtjäger, Groß und Klein.

Unser buntes Programm in einer kurzen Übersicht:

Schießkino, Jagdhornbläser Korps Kloschwitz, Kettensägekunst mit anschl. Versteigerung, Spezialitäten aus Wald, See und vom Backblech, Kinderschminken, Kostenlose Kindereisenbahn, Tombola, Tanzgruppe, weitere Aussteller und vieles mehr




17.06.2016

Jägerpost Landesjagdverband Sachsen-Anhalt

Juni 2016

Landesjägertag 2016
Klare Worte, internationale Gäste und eine Videobotschaft aus dem Ministerium

Die Vergabe des Landwirtschafts- und Umweltressorts an die Grünen verunsicherte die Jäger in Sachsen- Anhalt. Kein Wunder – schaut man über die Landesgrenzen wird schnell klar, warum es Vorbehalte gibt. Ganz selbstverständlich novellierten Bundesländer mit grüner Regierungsbeteiligung.
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Koalition einigt sich auf neues Bundesjagdgesetz
Durchbruch bei Verhandlungen der Regierungsfraktionen Rechtssicherheit für halbautomatische Jagdgewehre

Beim Bundesjägertag in Wolfsburg hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) heute den Durchbruch bei den Verhandlungen in der Regierungskoalition um die Novellierung des Bundesjagdgesetzes verkündet.
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Landesmeisterschaft im jagdlichen Schießen 2016

Zur traditionellen Landesmeisterschaft im Jagdlichen Schießen trafen sich in diesem Jahr auf dem Schießstand "Am Hummelberg" in Schönebeck, Mannschaften und Einzelschützen aus 22 Jägerschaften unseres Verbandes.

Mit 122 Jagdschützen war das Starterfeld ähnlich wie im vergangenen Jahr. In den verschiedensten Wertungsklassen kämpften die Teilnehmer wiederum verbissen um das Treppchen.
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Landesbläsertreffen 2016

Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e. V. lädt hiermit alle Jagdhornbläsergruppen aus Sachsen-Anhalt zum 4. Jagdhornbläsertreffen auf dem Landeserntedankfest im Magdeburger Elbauenpark am Samstag, dem 17. September 2016 recht herzlich ein.
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Kinder- und Jugendbläsercamp 2016

Im Interesse der Förderung des Jagdhornblasens und der Heranbildung des Jagdhornbläsernachwuchses veranstaltet der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e. V. von Freitag, den 09. September bis Sonntag, den 11. September 2016 einKinder- und Jugendbläsercampim Euroville Jugend und Sporthotel in Naumburg.
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Camp Junge Jäger 2016
Artenschutz und Abendansitz, Wildbretverarbeitung und -verkostung mit Gleichgesinnten - angenehmer kann ein Wochenende nicht sein.
Die Landesjagdverbände der neuen Länder veranstalten vom 29.-31. Juli gemeinsam ein Camp für Junge Jäger. Daunenbetten, Badewanne und gepressten Orangensaft am Morgen gibt’s nicht, dafür jede Menge Spaß unter freiem Himmel und jagdliche Aktivitäten.
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06.06.2016

Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 07.03.2016 - 6 C 60.14

BVerwG: Jagdausübung mit halbautomatischen Waffen mit einer Magazinkapazität von mehr als 2 Schuss verboten

Jäger steht kein Anspruch auf Streichung des in Waffenbesitzkarte befindlichen Zusatzes "2 Schuss" zu

Erlaubt die zuständige Behörde zwar die Jagdausübung mit einer halbautomatischen Waffe, beschränkt sie aber zugleich die Magazinkapazität auf zwei Schuss, so steht dem Jäger kein Anspruch auf Streichung der Beschränkung zu. Denn eine Jagdausübung mit einer halbautomatischen Waffe, die über eine Magazinkapazität von mehr als zwei Schuss verfügt, ist nach § 19 Abs. 1 Nr. 2 c) des Bundesjagdgesetzes (BJagdG) verboten. Dies geht aus einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts hervor.

In dem zugrunde liegenden Fall beantragte ein Jäger im Januar 2011 eine halbautomatische Waffe in eine Waffenbesitzkarte einzutragen. Er beabsichtige für die Jagd ein Magazin mit einer Kapazität von zwei Schuss zu verwenden. Für das jagdliche Schießtraining wollte er ein größeres Magazin einlegen. Die zuständige Behörde stellte dem Jäger zwar eine Waffenbesitzkarte aus, sie beschränkte aber die Magazinkapazität auf zwei Schuss. Gegen diese Beschränkung klagte der Jäger.

Oberverwaltungsgericht gab Klage statt

Das Oberverwaltungsgericht Münster gab der Klage statt. Der Jäger habe die halbautomatische Waffe besitzen dürfen, weil er die Magazinkapazität während der Jagd auf zwei Schuss begrenzen habe wollen. Soweit Waffen, deren Magazin mehr als zwei Patronen aufnehmen könne, verboten seien, habe dies lediglich eine Verhaltensanforderung für die Jäger dargestellt. Gegen diese Entscheidung legte die Behörde Revision ein.

Bundesverwaltungsgericht verneint Anspruch auf Streichung der Beschränkung

Das Bundesverwaltungsgericht entschied zu Gunsten der Behörde und hob daher die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts auf. Dem Jäger habe kein Anspruch darauf zugestanden, die in der Waffenbesitzkarte enthaltene Beschränkung der Magazinkapazität auf zwei Schuss streichen zu lassen.

Verbot der Jagdausübung mit halbautomatischen Waffen mit einer Magazinkapazität von mehr als 2 Schuss

§ 19 Abs. 1 Nr. 2 c) BJagdG enthalte ein generelles Besitzverbot im Sinne des § 13 Abs. 1 Nr. 2 des Waffengesetzes für halbautomatische Waffen, die mehr als zwei Patronen in das Magazin aufnehmen können, so das Bundesverwaltungsgericht. Es sei verboten mit solchen Waffen auf Wild zu schießen. Das Verbot beschränke sich nicht auf eine Verhaltenspflicht für Jäger, mit Schusswaffen nur dann auf Wild zu schießen, wenn sie ein nur zwei Patronen fassendes Magazin einlegen. Vielmehr stelle das Verbot allein auf die bauliche Beschaffenheit der Waffe ab. Es reiche daher für das Verbot aus, dass das Schießen mit einem größeren, mehr als zwei Patronen fassenden Magazin möglich sei.




18.05.2016

Halbautomaten

Schreiben Staatssekretär Dr. Kloos - Halbautomaten

Schreiben von Staatssekretär Dr. Kloos zu einer gesetzlichen Regelung für Halbautomaten zu Ihrer Information

Download Schreiben Staatssekretär Dr. Kloos - Halbautomaten





19.04.2016

Magdeburg, 19. April 2016

Offener Brief zur Zukunft des ländlichen Raums in Sachsen-Anhalt

Sehr geehrte Vorsitzende der CDU-Kreisverbände,
sehr geehrte Mitglieder der CDU-Fraktion des Landtages von Sachsen-Anhalt,
bei der Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine Überlassung des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt an Bündnis 90/Die Grünen ab. Dies stößt in unseren Verbänden auf größte Sorge. Für diejenigen, die von Land- und Forstwirtschaft geringe Kenntnisse haben und daher auch Agrarpolitik eher für eine politische Randerscheinung halten, mag dies übertrieben scheinen. Doch genügt es, die Politik in den grün geführten Umwelt- und Agrarressorts anderer Bundesländer oberflächlich zu verfolgen, um zu erkennen, dass nun begründete Sorge um die Zukunftsfähigkeit der für den ländlichen Raum prägenden Branchen besteht. Dialog auf Augenhöhe mit Land- und Forstwirten kennen die Grünen in Schleswig-Holstein, NRW, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Hessen nicht. Statt Kooperation regiert dort das Diktat, statt Sachkenntnis die Ideologie.

Download offener Brief an die CDU-Basis.

Zwischenzeitlich stimmte die CDU im Burgenlandkreis bereits gegen den aktuellen Koalitionsvertrag.



19.04.2016

Waffen mit wechselbarem Magazin

Pressemitteilung des Bundeslandwirtschaftsministeriums zu den Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts

Pressemitteilung Nr. 52 vom 15.04.16"Jagdlichen Notwendigkeiten gerecht werden und Rechtsklarheit schaffen"

Reaktion auf Urteile des Bundesverwaltungsgerichts, die Jägern den Besitz halbautomatischer Waffen mit wechselbarem Magazin untersagt.

Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinen Urteilen vom 7. März 2016 entschieden, dass sämtliche halbautomatische Waffen mit wechselbarem Magazin nicht von Jägern besessen werden dürfen.

Dazu erklärt Bundesminister Christian Schmidt:
"Mein Ministerium wird prüfen, ob und welche Änderungen im Bundesjagdgesetz vorgenommen werden können, um den jagdlichen Notwendigkeiten gerecht zu werden und für die Zukunft Rechtsklarheit und -sicherheit zu schaffen. Nach meiner Auffassung bezieht sich das Urteil nicht auf Revolver und Pistolen, deren Bedürfnis für begrenzte jagdliche Zwecke in § 19 Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe d Bundesjagdgesetz explizit beschrieben ist."

Hintergrund
In seinen Urteilen vom 7. März 2016 kommt das Bundesverwaltungsgericht - entgegen der langjährigen Praxis - zu dem Schluss, dass aufgrund des Verbotes des § 19 Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe c Bundesjagdgesetz Jäger kein waffenrechtlich relevantes Bedürfnis haben, halbautomatische Jagdwaffen zu erwerben, besitzen und zu führen, die nach ihrer Bauart ein Magazin mit mehr als zwei Patronen aufnehmen können.

Aufgrund der neuen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist es Jägern bis zu einer etwaigen Änderung der Rechtslage dringend anzuraten, betroffene halbautomatische Waffen derzeit bei der Jagd nicht zu führen




Dienstag, 17.05.2016 Ansatz: 13:00 Uhr verfügbar: 17:00 Uhr

Trichinenuntersuchung Pfingstfeiertage 2016

Eine Abgabe der Proben ist bis diensta's, 11:00 Uhr im Bürgerbüro der Nebenstelle Halle möglich.

Dienstag, 17.05.2016 Ansatz: 13:00 Uhr verfügbar: 17:00 Uhr

Bei Rückfragen steht Ihnen das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt (VLÜA) Merseburg, Oberaltenburg 4b, Telefon: 03461 40-1794 oder das Bürgerbüro der Nebenstelle Halle, Hansering 19, Telefon: 0345 2043-201 zur Verfügung.






13.04.2016

Landwirte fürchten die "falschen Ökos"

Protest gegen grünes Landwirtschaftsministerium

Rund 500 Teilnehmer haben vor dem Landtagsgebäude gegen eine mögliche Besetzung des Landwirtschafts- und Umweltministeriums mit einem Grünen-Politiker protestiert. Foto: dpa
Rund 500 Teilnehmer haben vor dem Landtagsgebäude gegen eine mögliche Besetzung des Landwirtschafts- und Umweltministeriums mit einem Grünen-Politiker protestiert. Foto: dpa
Magdeburg - Die Kernzielgruppe der Partei "Die Grünen" wohnt offenbar nicht in den ländlichen Gebieten von Sachsen-Anhalt. Mit Jagdhörnern und Trillerpfeiffen demonstrierten heute rund 500 Bauern, Jäger und Waldbesitzer gegen einen möglichen grünen Landwirtschaftsminister in Sachsen-Anhalt. Auf Transparenten waren Parolen wie: "Falsche Ökos vernichten Wald" und "Das grüne Imperium: Willkommenskultur für den Wolf und Handschellen für die Landbevölkerung" zu lesen.

Außerdem ging es um den Stopp weiterer Naturschutzgebiete, sowie die Abschaffung des Jagdschutzes von Biber, Wolf und Luchs.

Lautstarker Protest vor dem Magdeburger Landtag
Lautstarker Protest vor dem Magdeburger Landtag

"Wir teilen nun den Gewählten unser deutliches Misstrauen mit."


Grund des Eklats war ein Bericht der Bild-Zeitung vom Mittwoch. Demnach wird die Grünen-Bundestagsabgeordnete Steffi Lemke als Landwirtschaftsministerin gehandelt.

Mitinitator der Proteste und Vorsitzender des Waldbesitzerverbandes, Franz Prinz zu Salm-Salm, unterstrich noch einmal, dass er das Votum zur Landtagswahl anders gedeutet haben möchte: "Wir sind die, die gewählt haben. Und wir teilen nun den Gewählten unser deutliches Misstrauen mit."

Auch Landtagspräsident Güssau (CDU) beteuerte, dass er sich für einen CDU-Landwirtschaftsminister starkmachen möchte: "Ich kenne Ihre Probleme. Mein Wahlkreis liegt auch im ländlichen Raum."
(dpa/fr)
LINK: Quellen MZ-13.04.2016




12.04.2016

Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt e.V.

Aufruf zur Demo für den ländlichen Raum

Koalitionsverträge dürfen sich nicht gegen Wahlergebnisse richten. Dies ist nun nicht auszuschließen.
Deshalb findet am 13. April um 11.00 Uhr eine Demo für den ländlichen Raum auf dem Magdeburger Domplatz statt.

Sie ist gegen eine grün-ideologische Bevormundung des ländlichen Raumes und alle, die diese betreiben. Bei der Landtagswahl haben sich die Bürger von Sachsen-Anhalt mehrheitlich und deutlich gegen eine Rot-Rot- Grüne Regierung in Sachsen-Anhalt ausgesprochen. Sie erwarten eine konservative Wirtschafts- und Sozialpolitik mit Wertschöpfung im ländlichen Raum. Eine Vielzahl verlässliche Arbeitsplätze und Existenzen hängen davon ab. Der Bereich der Land- und Forstwirtschaft ist für den ländlichen Raum und für unser Bundesland von existentieller Bedeutung. Deshalb fordern wir:

  • keine "Grün" ideologische Ausrichtung und Besetzung des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt und keine Aufteilung des Ministeriums,
  • keine Aufweichung des grundgesetzlich geschützten Rechtes auf Eigentum,
  • keine landesrechtlichen Abweichungen von EU und Bundesrecht,
  • Kompensation von Mehrkosten und Schäden infolge naturschutzrechtlicher Eingriffe,
  • Direktzahlungen der 1. Säule ohne Kürzungen zu Gunsten der 2. Säule beibehalten,
  • keine quantitative und qualitative Ausweitung von Schutzgebieten,
  • Kostenfolgenabschätzung und Evaluation der Naturschutzziele,
  • Ablehnung eines Verbandsklagerechtes,
  • Weiterentwicklung der Nutztierhaltung auf Basis langfristig angelegter Forschung,
  • marktkonforme Förderinstrumente zu Aspekten des Tierwohles,
  • keine Änderung im Jagdrecht,
  • Revision geschützter Arten z.B. Biber, Wolf und Luchs,
  • Gewährleistung des erforderlichen Pflanzenschutzes in Land- und Forstwirtschaft,
  • Rückführung der Lebensmittelüberwachung in das Agrarressort,
  • keine zusätzliche Flächenstilllegung über den status quo hinaus,
  • keine Bewirtschaftungssonderwege für staatliches Eigentum,
  • keine Zertifizierung mit nicht nachhaltigen Siegeln wie z.B. FSC,
  • Stärkung der ländlichen Infrastruktur (Wegebau),
  • Kooperationsmodelle statt Ordnungsrecht im Naturschutz

Wir sind alles andere als ein einseitig aufgestellter Verbund. Wir repräsentieren Menschen mit verschiedensten Hintergründen, die sich verbunden fühlen in dem Kampf für ein selbstverantwortetes, nachhaltiges Leben im, mit und für den ländlichen Raum. Wir wollen keine "grünen" Bevormundungsideologien: Deshalb sagen wir Stopp der grün-ideologischen Bevormundung im Land!

Anbei finden Sie die Aufrufe zur Demo als PDF.

Aufruf zur Demo als PDF (Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt e.V.)
Aufruf zur Demo als PDF (Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e.V.)



05.04.2016

DJV-Pressemeldung

Urteil zu halbautomatischen Waffen sorgt für Unverständnis in der Jägerschaft

Mit zwei Urteilen vom 07.03.2016 (Az. 6 C 59.14 und 6 C 60.14) hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass halbautomatische Waffen mit wechselbarem Magazin bei der Jagdausübung generell nicht zulässig sind. Das Gericht hat dies aus der Verbotsnorm des § 19 Abs. 1 Nr. 2 c Bundesjagdgesetz abgeleitet. Danach sei es untersagt, auf Wild mit halbautomatischen Waffen zu schießen, die mehr als zwei Patronen in das Magazin aufnehmen können. Gerade aber diese Möglichkeit böten halbautomatische Waffen mit wechselbarem Magazin. ln diesem Zusammenhang hielt es das Gericht für ausreichend, dass derartige Waffen abstrakt geeignet sind, mit mehr als zwei Patronen im Magazin aufmunitioniert werden zu können. Fehle es deshalb an der generellen jagdrechtlichen Zulässigkeit, halbautomatische Waffen mit wechselbarem Magazin bei der Jagd auf Wild zu verwenden, dann bestünde für Jäger auch kein waffenrechtliches Bedürfnis, solche Waffen überhaupt zu erwerben und zu besitzen. Damit stellte das BVerwG den bisher legalen Erwerb und Besitz halbautomatischer Waffen mit Wechselmagazin durch Jäger grundsätzlich in Frage.

ln Übereinstimmung mit dem DJV stößt diese Rechtsprechung des BVerwG auch beim Landesjagdverband Sachsen-Anhalt auf völliges Unverständnis, zumal die Rechtsauffassung des Gerichtes bisher weder von den beteiligten Waffenbehörden, noch anderen Behörden, Gerichten oder in der Fachliteratur vertreten worden ist. Bisher war die Fachwelt einhellig der Ansicht, dass halbautomatische Waffen für Jäger erlaubt seien, wenn sie lediglich mit einem Zwei-Schuss­Magazin bestückt sind.

Welche Auswirkungen die Urteile des BVerwG für die jagd- und waffenrechtliche Praxis haben werden, muss noch einer eingehenderen juristischen Prüfung vorbehalten bleiben. Bis zu dieser Klärung ist allen Jägern nur anzuraten, halbautomatische Waffen mit wechselbarem Magazin - auch mit Zwei-Schuss­-Magazin - im Schrank zu lassen und diese Waffen nicht bei der Jagd in Deutschland zu verwenden.

Es bleibt zu hoffen, dass die beteiligten Waffenbehörden jetzt von Schnellschüssen absehen und die von vielen Jägern legal erworbenen halbautomatischen Waffen nicht voreilig kriminalisieren, in dem sie die insoweit erteilten waffenrechtliehen Erlaubnisse widerrufen. Hier ist das für das Waffenrecht zuständige Bundesinnenministerium gefordert, durch entsprechende Verwaltungsanordnungen dafür zu sorgen, dass die örtlich zuständigen Waffenbehörden bis zu einer bundesrechtlichen Klärung des zulässigen Einsatzes von halbautomatischen Waffen bei der Jagd stillhalten.

Aus Sicht des Landesjagdverbandes Sachsen-Anhalt bietet die anstehende Novellierung des Bundesjagdgesetzes die zeitnahe Gelegenheit, durch eine entsprechende Änderung des Wortlautes des § 19 Abs. 1 Nr. 2 c BJG klarzustellen, dass nach dem Willen des Gesetzgebers und entsprechend der bisherigen Rechts- und Verwaltungspraxis der Einsatz einer halbautomatischen Langwaffe bei der Schussabgabe auf Wild nur dann unzulässig ist, wenn dies unter Verwendung eines Magazins geschieht, das mehr als zwei Patronen aufnehmen kann.

Um die eingetretene Rechtsunsicherheit schnellstmöglich zu beseitigen, steht der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt in engem Kontakt mit dem DJV, der bereits zugesagt hat, sich unverzüglich bei den zuständigen Bundesministerien für eine entsprechende bundesgesetzliche Klarstellung im Sinne des Tierschutzes und der Jagdpraxis einsetzen zu wollen.

Anbei finden Sie die Pressemeldung des DJV als PDF.

Pressemeldung als PDF




Donnerstag 24.03.2016 Ansatz: 13:00 Uhr verfügbar: 17:00 Uhr

Trichinenuntersuchung Osterfeiertage 2016

Eine Abgabe der Proben ist bis donnerstags, 12:00 Uhr im Bürgerbüro der Nebenstelle Halle möglich.
Dienstag, 29.03.2016 Ansatz: 13:00 Uhr verfügbar: 17:00 Uhr

Eine Abgabe der Proben ist bis dienstags, 12:00 Uhr im Bürgerbüro der Nebenstelle Halle möglich.

Bei Rückfragen steht Ihnen das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungs-amt (VLÜA) Merseburg, Oberaltenburg 4b, Telefon: 03461 40-1794 oder das Bürgerbüro der Nebenstelle Halle, Hansering 19, Telefon: 0345 2043-201 zur Verfügung.




03.02.2016

AHO Redaktion Kleintiere & Pferde

Tödlich: "Aujeszkysche" Krankheit bei einem Jagdhund

[Hunde im Wald anleinen] Gießen (aho) - Das Hessische Landeslabor hat bei einem Jagdhund das Virus der Aujeszkyschen Krankheit (AK) nachgewiesen. Das Tier zeigte die typischen Krankheitserscheinungen, wie plötzlich auftretende Apathie, Appetitlosigkeit, hohes Fieber und Juckreiz und musste eingeschläfert werden. Bei der Obduktion konnten entsprechende Veränderungen im Nervengewebe nachgewiesen werden.

Das Tier kam in Bayern zum Einsatz und hatte nachweislichen Kontakt zu Schwarzwild. Wildschweine gelten als Krankheitsüberträger für die Aujeszkysche Krankheit. "Hundebesitzer sollten in Wald und Flur ihre Vierbeiner anleinen und Jäger sollten keinesfalls rohes Wildschweinfleisch verfüttern", rät der Direktor des Landeslabors Professor Hubertus Brunn. Denn: "In seltenen Fällen kann es durch den direkten Kontakt des Hundes mit dem Wildschwein oder indirekt über Ausscheidungen infizierter Wildschweine zu einer Virusübertragung mit anschließender Infektion des Hundes kommen, die in der Folge einen tödlichen Verlauf nimmt", so Brunn. "Der Mensch ist für das Virus nicht empfänglich, aber fast alle Säugetierarten können erkranken", erklärte der Direktor.

Schweinehalter, die auch Jäger sind, müssen in ihrem Betrieb besonders auf die Einhaltung tierseuchenrechtlicher Vorschriften achten. Diese sind in der Schweinehaltungshygieneverordnung beschrieben und dienen der Verhinderung der Verbreitung von ansteckenden Krankheiten.

Bei Wildschweinen der hessischen Landkreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Hersfeld- Rotenburg, Main-Kinzig-Kreis, Odenwaldkreis, Wetteraukreis, Vogelsbergkreis und Fulda treten nach wie vor vereinzelt Fälle auf. In Deutschland wurde in den vergangenen zehn Jahren bei neun Hunden eine AK-Infektion nachgewiesen.





03.04.2016

(DJV) Berlin

Zahl der erlegten Wildschweine um 10 Prozent gestiegen

Wozu gibt es heute überhaupt noch Jäger? Und was machen diese eigentlich? Wie Jagd, Land- und Forstwirtschaft und Naturschutz in unserer Kulturlandschaft miteinander verknüpft sind, zeigt das neue DJV-Video. Zusätzlich gibt es Zahlen und Fakten aus der aktuellen Jagdstatistik.


Jagd erklärt in zwei einhalb Minuten (Quelle: DJV)
Die Jäger haben in Deutschland in der vergangenen Jagdsaison (2014/2015) über 520.000 Wildschweine erlegt. Das sind 10 Prozentpunkte mehr als noch im Jahr zuvor und 70 Prozentpunkte mehr als vor 25 Jahren. Von anderen heimischen Paarhufern haben die Jäger weniger Tiere erlegt als im vorangegangenen Jagdjahr. Im Vergleich zu 1990 stieg die Zahl jedoch ebenfalls: beim Rotwild um 17, beim Damwild um 79 und beim Rehwild um 23 Prozentpunkte. Die steigenden Abschusszahlen sind kein deutsches, sondern ein mitteleuropäisches Phänomen. Nach Angaben des Thünen-Instituts in Eberswalde hat sich in Zentraleuropa die Zahl der erlegten Hirsche, Wildschweine und Rehe in 40 Jahren sogar verdreifacht. Die Ursachen seien komplex, so die Forscher. Mehr Nahrung und Lebensraum seien aber die Hauptgründe.

Gerade anpassungsfähige Tiere wie Wildschweine kommen besser mit den sich ändernden Umweltbedingungen zurecht als spezialisierte Arten wie Fasane, Rebhühner oder Feldhasen. Von diesen Arten wurden bis in die 1970er Jahre noch deutlich mehr Tiere erlegt als heute. Mildere Winter, viele Jahre mit reichlichen Erträgen von Eichen- und Bucheckern, der Boom beim Maisanbau zur Energiegewinnung, das Wegzüchten von Bitterstoffen im Raps und gestiegene Hektarerträge auf den Feldern bescheren den heimischen Paarhufern von Jahr zu Jahr einen üppigeren Tisch. Wildschweine können auf die besseren Lebensbedingungen besonders erfolgreich reagieren: Sie haben zwischenzeitlich eine Vermehrungsrate von 260 Prozent jährlich.

Wildschweine breiteten sich zuletzt auch in höhere Regionen und nach Norden aus. So kommen sie beispielsweise in Österreich inzwischen regelmäßig über 1000 Höhenmetern vor, ebenso in Dänemark und in Schweden. Den positiven Einfluss des Klimawandels auf die Wildschweinpopulation haben Ende 2015 Wissenschaftler erstmals nachgewiesen. Sie werteten für ihre Studie Jagdstatistiken aus 150 Jahren für 69 Regionen aus 12 europäischen Ländern aus.

Zur ausführlichen Jagdstatistik geht es hier.





01.04.2016

Jahreshauptversammlung

Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Saalkreis e.V.

Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Saalkreis e.V.

am 01.04.2016 um 19.00 Uhr in Wettin,
Burghof Mitte
19.00 Uhr bis 21.30 Uhr Versammlung





15.09.2015

Hubertusmesse

Hubertusmesse 2015


Am 08. November 2015 ab 16 Uhr wird in der St. Nikolai-Kirche zu Wettin zum achten Mal die Hubertusmesse gefeiert. Gemeinsam mit der Jägerschaft Saalkreis e. V. und dem Jagdhornbläsercorps Kloschwitz, dem Kulturverein Wettin e. V., dem Förderverein Nikolaikirche e. V. sowie Pfarrer A. Schuster wird zu Ehren des Heiligen Hubertus eine feierliche Messe gelesen.

Anschließend findet ein Schüsseltreiben statt.





02.09.2015

Wildschaden im Energiemais
Wildschaden im Energiemais

Biogasbauer geht leer aus


Mitte Dezember 2014 machte ein Urteil Schlagzeilen, wonach ein Jagdpächter dem in seinem Jagdbezirk ansässigen Landwirt keinen Schaden für von Schwarzwild verursachten Schäden an den Biogasmeisflächen ersetzen musste. Da dieses Urteil richtungsweisend sein könnte soll hier konkret darauf eingegangen werden und die entsprechenden Sachverhalte dargestellt werden.

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29.05.2015 Empfehlung zur Beantwortung des Fragebogen zum Fitness-Check

Liebe Weidgenossen,

Entwurfs Empfehlung DJV
wie Sie im Mitteilungsblatt Juni lesen konnten, führt die EU-Kommission derzeit eine Überprüfung der FFH-Richtlinie durch. Dazu werden Verbände und Bürger aufgerufen ihre Erfahrungen beispielhaft mitzuteilen und an einer Onlineumfrage teilzunehmen. Zur erleichterten Beantwortung / Orientierung erhalten Sie eine Empfehlung zur Beantwortung des Fragebogens (Frist 24.07.15). Die vorgeschlagenen Antworten sind geprägt von Taktik, Abwägung und Schlüssigkeit in sich. Der Fitness Check wird von einigen Umweltverbänden sehr kritisch gesehen und sie wollen daher um jeden Preis eine Änderung der Richtlinien verhindern.

Unser gemeinsames Ziel ist die Überarbeitung der Richtlinien, da sie erhebliche Mängel aufweisen. Der LJV Sachsen-Anhalt wird sich mit einem gesonderten Schreiben an die EU-Kommission wenden und nochmals die Kritik an den Richtlinien bekräftigen und belegen, dafür benötigen wir jedoch Beispiele, welche positiven/ negativen Auswirkungen die FFH-Richtlinie (u.a. nachteilige Auswirkungen für die Landnutzer, fehlende bzw. mangelnde Beteiligung der Betroffenen, Intransparenz und Rechtsunsicherheiten, überbordender Bürokratismus, Kosten etc.) in Sachsen-Anhalt hat. Hinweise richten Sie bitte direkt an florstedt@ljv-sachsen-anhalt.de.




13.05.2015

9. Jägerfest in das Landwirtschafts- und Heimatmuseum Müllerdorf

Vom Wildbret zum Jägerlatein

Die Jägerschaft Saalkreis lädt am 21. Juni ab 11 Uhr zu ihrem 9. Jägerfest in das Landwirtschafts- und Heimatmuseum Müllerdorf (Salzatal) ein.

Mit buntem Programm für Jäger, Nichtjäger, Groß und Klein.

Unser buntes Programm in einer kurzen Übersicht:

Schießkino, Jagdhornbläser-Korps Kloschwitz, Kettensägekunst von den "Hexenmachern" mit anschließender Versteigerung, Kinderschminken, Spezialitäten aus Wald, See und vom Backblech, eine Tanzgruppe, eine große Tombola und weitere Überraschungen




02.04.2015

Petition

Petition

Betreff: Die Einstufungen von geprüften oder in Ausbildung befindlichen Jagdhunden im Einsatz als gefährlicher Hund nach dem Gesetz zur Vorsorge gegen von Hunden ausgehenden Gefahren Sachsen-Anhalts im Weiteren als Gefahrenhundegesetz bezeichnet (GefHuG).

Mit meiner Unterschrift setze ich mich für die Aufnahme einer Ausnahmeregelung für Jagdhunde im Gefahrenhundegesetz ein.

Begründung: Eine weidgerechte und gemäß § 44a BJagdG auch tierschutzgerechte Jagdausübung, wie sie in § 2 Abs. 3 LJagdG geregelt ist, kann nur durch den Einsatz brauchbarer Jagdhunde gewährleistet werden. "Die Jagd ist [...] nur mit für den jeweiligen Einsatz erfolgreich geprüften brauchbaren Jagdhund auszuüben.". Dazu zählt u.a. das Auffinden, Stellen bzw. Fangen von unfallkrankem oder krankem Wild. Eine körperliche Überlegenheit bestimmter Rassegruppen stellt dabei, ähnlich wie bei Diensthunden der Polizei, eine Voraussetzung für Einsätze im Rahmen des Tierschutzes dar. Jagdhunde dürfen nur mit bestandener Brauchbarkeitsprüfung eingesetzt werden. Voraussetzung für den gesetzeskonformen Einsatz stellt die Brauchbarkeitsprüfungsordnung für Jagdhunde vom 01. April 2011 dar. Eine Anerkennung der Fachprüfung (Fachgruppen B-F) erfolgt nur in Verbindung mit der Gehorsamsprüfung (Fachgruppe A). Ein aggressives Verhalten gegenüber Menschen und anderen Hunden führt somit unausweichlich zum Prüfungsausschluss. Ein Verzicht auf Jagdhunde hätte nicht nur erhebliche Auswirkungen auf Tierschutz und Jagdausübung, sondern ist schlichtweg ungesetzlich. Ein Verstoß, gegen das Gebot nach § 2 Abs. 3 LJagdG stellt eine Ordnungswidrigkeit nach § 44 Abs. 1, Nr. 5 des LJagdG dar, die mit einer Geldbuße bis 2500 Euro geahndet werden kann. Weiterhin regelt § 22a des BJagdG die Vermeidung von vermeidbaren Schmerzen oder Leiden des Wildes. Das pflichtwidrige Unterlassen einer Nachsuche, die nur mit einem brauchbaren Hund durchgeführt werden kann, kann deshalb die Versagung oder Entziehung des Jagdscheines rechtfertigen. Ferner kommt eine Straftat nach §17 Nr.2 Bucht. b TSchG nach Unterlassen nach vorangegangenem Tun in Betracht. Jäger und Jagdhunde erfüllen gesetzliche Anforderungen, die weit über das Maß der privaten Hundehaltung hinausgehen. Jäger sind im besonderen Maß zuverlässige Personen. Vor Erteilung eines Jagdscheines werden Sie einer Zuverlässigkeits- und Eignungsprüfung unterzogen. Ein nicht bestehen dieser Prüfung verbietet den Einsatz von Jagdhunden.




18.03.2015

Afrikanische Schweinepest

Anzeigen von Fallwild (Schwarzwild)

Sehr geehrte Damen und Herren,
die sich seit 2007 von Russland über die angrenzenden Staaten ausbreitende, Haus- und Wildschweine befallende, anzeigepflichtige Tierseuche Afrikanische Schweinepest (ASP) hat seit 2014 Estland, Lettland, Litauen und Polen erreicht. Obwohl in den betroffenen Ländern Restriktionsmaßnahmen ergriffen werden, ist eine Einschleppung von ASP in andere Länder nicht ausgeschlossen.

Angesichts des anhaltenden Seuchenverlaufs an den EU-Grenzen kommt es vor allem darauf an, dass in Deutschland weiterhin alle, zur ASP-Früherkennung geeigneten Maßnahmen durchgeführt und fortgesetzt werden. Hierzu zählt, dass ein vermehrtes Auftreten von Fallwild (Schwarzwild) gemeldet und amtlich abgeklärt wird.

Neben der Jägerschaft, die in das ASP-Früherkennungsverfahren eingebunden ist, sind vor allem Waldbesitzer, forstliche Unternehmer und Dienstleister ein wichtiger Personenkreis wenn es darum geht, verendet aufgefundenes Schwarzwild den Behörden zu melden. Ich möchte Sie daher bitten, über Ihre Mitglieder im Wald tätige Personen auf das ASP Seuchenrisiko aufmerksam zu machen und um Unterstützung bei der Meldung von verendetem Schwarzwild an die örtlich zuständigen Behörden zu bitten. Die jeweils aktuellen Informationen über ASP sowie einen ausdruckbaren Handzettel finden Sie unter folgenden LINK

Zusatz Informationen:



03.03.2015 Demo gegen Ideologie im Jagdgesetz

Auf nach Düsseldorf!

Großdemonstration am 18. März 2015 in Düsseldorf
Für Land und Leute!
Schluss mit den Verboten!


Machen Sie mit und protestieren Sie gegen Ideologie im Jagdrecht!

Großdemonstration am 18. März 2015 in Düsseldorf


Wann: Treffpunkt 10:00 Uhr, Oberkasseler Rheinwiese,(Anfahrt über Kaiser-Wilhelm-Ring, 40545 Düsseldorf)

Was: Protestmarsch von der Oberkasseler Rheinwiese zum Landtag NRW

Wer: Jäger, Jagdgenossen, Land- und Forstwirte, Fischer, Fischereigenossenschaften, Grundeigentümer, Imker und alle anderen Naturfreunde

Womit: Jagdhörnern, orange-farbiger Warnkleidung, Protestplakaten

Bitte polizeiliche Anordnung beachten:
Während der gesamten Veranstaltung keine Tiere, keine Fahrzeuge, keine gefährdenden Gegenstände (Waffen, Angelruten, Werkzeuge, Messer, Munition etc.) mitführen! Bannmeile am Landtag beachten!






23.02.2015

Großdemonstration in Düsseldorf

Vorabinformation zur Demonstration in Düsseldorf (18. März 2015). Der Aufruf zur Demonstration erfolgt über das Mitteilungsblatt März, über alle Internetkanäle sowie über eine Videobotschaft für Mobilfunktelefone.

Der LJV Sachsen-Anhalt organisiert einen Reisebus mit 55 Plätzen. Die verbindliche Reservierung der Busplätze erfolgt per Mail an: info@ljv-sachsen-anhalt.de. Die Reservierung wird mit Informationen zur Abfahrtzeit und zum Ablauf beantwortet.
Utensilien: Jagdhörner, orangene Warnkleidung und selbstgemachte Plakate sind gern gesehen!
Es ist an der Zeit gemeinsam Flagge zu zeigen und einer Politik auf dem Rücken von Wild, Jagd und Natur eine klare Absage zu erteilen. Was in NRW passiert, kann auch auf uns in Sachsen-Anhalt zukommen!




27.03.2015 Jahreshauptversammlung

Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Saalkreis e.V.

Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Saalkreis e.V.
am 27.03.2015 um 19.00 Uhr in Wettin,
Burghof Mitte
19.00 Uhr bis 21.30 Uhr Versammlung





19.12.2014

Wir wünschen unseren Lesern, aber vor allem unserer Jägerschaft einen guten Start in das Jahr 2015 und viel Weidmannsheil von dem Vorstand der Jägerschaft Saalkreis

Weihnacht
Wenn sich das Jahr zum Ende neigt der Schnee sich auf dem Tann verzweigt sich Waidleut auf der Jagd nach Tieren auf kalter Pirsch den Arsch abfrieren.
Der Lauf zum Wärmen heiß geschossen wenn durch vereiste Hochsitzsprossen manch Hüftgelenk glatt durchgebrochen wird von der Weihnachtszeit gesprochen.
Der Jäger kann es nun beweisen dass er, der sonst in Tierschutzkreisen als skrupelloser Mörder gilt die Zeit genießt mit seinem Wild.

Man rückt zusammen und umgibt sich mit den Tieren, die man liebt mit Hase, Hirsch und jungem Reh mit Frischling noch vom ersten Schnee.
Mit Ente, Wildgans und Fasan erwartet man den Weihnachtsmann gespickt mit Mandeln, wohl gefüllt in knusprig Brotteig eingehüllt.
Als Gulasch, Keule und als Rücken als Leber mit Olivenstücken an solchen weihnachtlichen Tagen geht Jägerliebe durch den Magen.

Friedemann Hubertus Maria Graf von Ansitz




Trichinenuntersuchung zum Jahreswechsel 2014/2015


Montag 22.12.2014 Ansatz: 14:00 Uhr verfügbar 17:00 Uhr
Dienstag 23.12.2014 Ansatz: 14:00 Uhr verfügbar 17:00 Uhr

Eine Abgabe der Proben ist bis 12:00 Uhr im Bürgerbüro der Nebenstelle halle möglich.
Montag 29.12.2014 Ansatz: 14:00 Uhr verfügbar 17:00 Uhr
Dienstag 30.12.2014 Ansatz: 14:00 Uhr verfügbar 17:00 Uhr

Eine Abgabe der Proben ist bis 12:00 Uhr im Bürgerbüro der Nebenstelle halle möglich.
Freitag 02.01.2015 keine Trichinenprüfung
Monatg 05.01.2015 Ansatz: 14:00 Uhr verfügbar 16:00 Uhr

Bitte beachten Sie, dass am 5.1.2015 eine Abgabe der Schwarzwildproben von 12:00 - 14:00 Uhr nur im Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt (VLÜA) in Merseburg, Oberaltenburg 4b. Raum 3.06 möglich ist! Eine Abgabe der Proben in der nebestelle Halle ist nicht möglich!

Bei Rückfragen steht Ihnen das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt (VLÜA) in Merseburg, Oberaltenburg 4b. , Telefon: 03461/40-1794 oder das Bürgerbüro der Nebenstelle Halle, Hansering 19, Telefon: 0345/2043-201 zur Verfügung.

>> Info-Flyer



Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts:
Stand: 22.10.2014 14:03 Uhr

Null-Promille-Grenze für Jäger

Bei der Jagd setzen die Bundesverwaltungsrichter auf eine Null-Promille-Vorgabe. Bei der Jagd setzen die Bundesverwaltungsrichter auf eine Null-Promille-Vorgabe.

Ein Jäger aus Köln hat seinen Waffenschein endgültig verloren, weil er alkoholisiert geschossen hat. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies die Revision des Mannes gegen die vorinstanzlichen Urteile ab und bestätigte damit die Entscheidung der Polizei, die ihm die Waffenbesitzkarte entzogen hatte.

Der Jäger hatte zwei Gläser Rotwein und ein Glas Wodka getrunken, als er sich auf seinen Hochsitz begab und von dort aus einen Rehbock erlegte. Auf der Heimfahrt stoppte ihn die Polizei und stellte bei einem Alkoholtest einen Wert von 0,47 Promille fest - bei einer weiteren Kontrolle auf der Wache waren es schließlich 0,39 Promille. Mit diesem Verhalten habe sich der Kläger als unzuverlässig im Sinne des Waffenrechts erwiesen, befand die Polizei daraufhin und nahm ihm den Waffenschein ab. Dagegen hatte der Jäger bereits in den Vorinstanzen vergeblich geklagt.

Das Bundesverwaltungsgericht machte in seiner Begründung deutlich, dass nur solche Personen Schusswaffen gebrauchen dürfen, die damit vorsichtig und sachgemäß umgehen. Dazu gehöre es, Waffen nur in die Hand zu nehmen, wenn der Betreffende nüchtern sei und sicher sein könne, niemanden durch alkoholbedingte Ausfallerscheinungen zu gefährden.

Ob der Jäger im konkreten Fall tatsächlich Ausfallerscheinungen gezeigt habe, sei unerheblich. Entscheidend sei vielmehr, dass er die schlechtere Reaktionsgeschwindigkeit und Wahrnehmungsfähigkeit riskiert habe. Die waffenrechtliche Zuverlässigkeit setze aber voraus, Risiken mit einer potenziellen Gefährdung anderer Menschen strikt zu vermeiden. Wer solche Risiken durch Alkoholkonsum vor dem Einsatz einer Schusswaffe eingehe, verdiene das Vertrauen nicht mehr, dass er mit Waffen und Munition ordnungsgemäß umgehe.

Aktenzeichen: BVerwG 6 C 30.13






Das Landesverwaltungsamt
Referat Jagd- und Forsthoheit informiert:

Niederwildhege

- Ausnahmen vom Fütterungsverbot

Nach § 34 Abs. 1 des Landesjagdgesetzes für Sachsen-Anhalt (LJagdG) darf Wild nur in Notzeiten und zur Eingewöhnung ausgesetzen Wildes gefüttert werden.

Die Notzeitregelung unterscheidet grundsätzlich nicht zwischen Schalenwild und Anderen Wildarten. Die lediglich anzeigepflichtige Fütterung zur Eingewöhnung ausgesetzten Wildes trifft auf Grund des Verbots des Aussetzens von Schalenwild (AB-LJagdG, Nr. 2.1) nur auf Niederwild zu.

Notzeiten sind von der Jagdbehörde im Einzelfall und bezogen auf die örtlichen Verhältnisse und die jeweilige Wildart festzustellen.
Dabei bitte ich zu beachten, dass für das Niederwild bereits nach der Ernte in der ackerbaulich genutzten Feldflur auf großen, zusammenhängenden, abgeernteten und gepflügten Flächen eine Notzeit entstehen kann, die je nach Witterung mehrere WOchen bis zu Aufgang der Wintersaat andauern kann.

Weiterhin bitte ich zu beachten, dass insbesondere für Fasanen- und Rebhuhnküken die ersten ca. 21 Aufzuchttage wegen des Mangels an lebensnotwendigen Insekten in der intensiv genutzten Feldflur i.d.R. eine Notzeit darstellen.
Dieser Umstand soll vor allem in den Niederwildrevieren berücksichtigt werden, in denen sich ein stark rückläufoger Trend der der vorhandenen Besätze abzeichnet.

Die Fütterung mit Zusatz von entsprechenden proteinhaltigen Erzeugnissen für Fasanen- und Rebhuhnküken in dieser begrenzten Zeit wiederspricht auch nicht dem Sinn der auf Grund der BSE-Problematik getroffenen Regelung des § 34 Abs. 4 LJagdG.






02.11.2014

Hubertusmesse 2014

Hubertusmesse 2014

Am 02.November 2014 ab 16 Uhr
wird in der St. Nikolai-Kirche zu Wettin zum siebten Mal die Hubertusmesse gefeiert. Gemeinsam mit der Jägerschaft Saalkreis e. V. und dem Jagdhornbläser Heiligenthal e.V. , dem Kulturverein Wettin e. V., dem Förderverein Nikolaikirche e. V. sowie Pfarrer A. Schuster wird zu Ehren des Heiligen Hubertus eine feierliche Messe gelesen.
Mit anschließendem Schüsseltreiben





15.10.2014

© WM Thomas Berner (LJV NRW) © WM Thomas Berner (LJV NRW)

Hunde von Kadavern fernhalten: Hasenpest im Landkreis Leipzig nachgewiesen

Leipzig/Zwenkau (aho)
In der Region Zwenkau wurde bei einem tot aufgefundenen Hasen der Erreger der Hasenpest (Tularämie), Francisella tularensis, nachgewiesen. Hierzu informiert jetzt das Landratsamt Leipzig.
Die Hasenpest ist eine bakterielle Infektionskrankheit und kommt vor allem bei wild lebenden Nagetieren und Hasenartigen vor, jedoch ist auch eine Übertragung auf den Menschen und Haustiere möglich. Der Mensch kann sich vor allem direkt, z. B. beim Abhäuten von Niederwild oder beim Verzehr von nicht ausreichend erhitztem Fleisch, aber auch indirekt, z. B. bei staubigen Feld- und Waldarbeiten anstecken. Eine Infektion von Mensch zu Mensch ist nicht beschrieben.

Der Verlauf der Erkrankung beim Menschen ist schwer und häufig lebensbedrohlich. Die Letalität wird ohne Behandlung mit etwa 33 % angegeben, weshalb eine rechtzeitige Diagnosestellung von größter Bedeutung ist. In Mitteleuropa ist die Erkrankung sehr selten.

Die Erkrankung lässt sich mit Antibiotika behandeln. Unter wildlebenden Nagern und Hasenartigen kann es, sofern weitere ungünstige Umstände vorliegen, zu Massensterben kommen.

Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt (LÜVA) rät daher zu erhöhter Vorsicht beim Umgang mit tot aufgefundenen Hasen/Kaninchen und Wildnagetieren:
Tot aufgefundene Tiere sollten nicht berührt werden, Hunde sind ebenfalls fernzuhalten.
Nach dem Zerlegen von Niederwild sind Arme und Hände sofort gründlich zu reinigen und zu desinfizieren, da der Erreger die intakte Haut durchdringen kann.
Schweinehalter sollten verstärkt darauf achten, dass Wildnagetiere nicht in die Stallungen gelangen oder anderweitig gefressen werden können.
Wenn tote Hasen oder Kaninchen gefunden werden, ist das LÜVA oder der zuständige Jagdausübungsberechtigte zu informieren.




Magdeburg, 26. August 2014

Landesregierung beschließt Kormoranverordnung

Die Landesregierung hat am Dienstag auf Grundlage des Bundesnaturschutzgesetzes eine so genannte Kormoranverordnung beschlossen. Die Verordnung dient dem Schutz von Fischarten und Fischbeständen und soll fischereiwirtschaftliche Schäden durch Kormorane verhindern. Sie ersetzt die seit dem Jahr 2006 in Sachsen-Anhalt praktizierte Gestattung von Ausnahmen zum Abschuss von Kormoranen im Einzelfall.

Diese hat sich nach einem Evaluierungsbericht des Landesverwaltungsamtes als zuständige Behörde nicht bewährt. Die Verordnung tritt am 1. Januar 2015 in Kraft.

Die Staatssekretärin im Umweltministerium, Anne-Marie Keding, sagte:

"Der Kormoran hat sich nach seiner Unterschutzstellung durch die EUVogelschutzrichtlinie in den vergangenen 30 Jahren stark ausgebreitet. Die Fischbestände der durch ihn beflogenen Gewässer sind teilweise stark zurückgegangen mit entsprechenden Auswirkungen auf die heimische Fischfauna und die Berufsfischerei. Deshalb ist die Kormoranverordnung ein notwendiger Schritt."

Nach der neuen Verordnung dürfen Jäger Kormorane in der Zeit vom 16.August bis 15. März eines jeden Jahres auf, über oder an Gewässern sowie bewirtschafteten Anlagen der Teichwirtschaft, Fischhaltung und Fischzucht und in einem Abstand von bis zu 300 Metern bejagen (so genannte Vergrämung). Außerdem dürfen sie die Entstehung neuer Brutkolonien verhindern. Bestimmte Bereiche, wie etwa Naturschutzgebiete, Vogelschutzgebiete und jagdlich befriedete Bezirke, sind von dieser Befugnis ausgenommen.

Die Verordnung sieht neben der Melde- und Nachweispflicht der durchgeführten Vergrämungsmaßnahmen auch ein Monitoring der weiteren Entwicklung vor. Dazu werden das Landesamt für Umweltschutz und die obere Fischereibehörde die Bestandsentwicklung des Kormorans und bedrohter Fischarten in einem jährlichen Bericht dokumentieren.

"Mit der neuen Verordnung und der Bestandsüberwachung wird sichergestellt, dass es für Kormorane auch in Zukunft ausreichende Lebens- und Rückzugsräume im Land gibt. Gleichzeitig hat die Verordnung aber auch zum Ziel, das bestehende Ungleichgewicht zwischen Fischartenschutz und Kormoranschutz zu reduzieren, ohne einen dieser Bereiche übermäßig zu beeinträchtigen. Keineswegs wird mit der Verordnung eine systematische Verfolgung von Kormoranen verbunden sein", so Keding.

Im Ergebnis einer öffentlichen Anhörung von Sachverständigen im Umweltausschuss des Landtages im Februar 2012 konnte festgehalten werden, dass der Rückgang der Fischbestände an einigen Gewässern hauptsächlich auf die Zunahme der Kormorane zurückzuführen ist. Besonders gefährdete Fischarten wie Äsche und Barbe sind teilweise derart dezimiert, dass ein Verschwinden dieser Arten droht. Die Gefährdung tritt hauptsächlich im Winter ein, wenn große Standgewässer zufrieren und viele Kormorane aus der Ostseeregion ins Binnenland ziehen und häufig kleinere, noch offene Flüsse und Bäche aufsuchen.

Ein einzelner Kormoran verzehrt täglich 300 bis 500 Gramm Fisch. In kleineren und nicht sehr tiefen Gewässern kann der Fischbestand nach einem Kormoraneinflug in kurzer Zeit um bis zu 90 Prozent dezimiert werden. "Das kann zum Problem für den Naturschutz werden, aber auch für die Fischerei", so Keding. Der Vogel unterscheide nicht zwischen den unterschiedlichen Fischarten. Auf seiner Speisekarte stünden auch seltene und im Bestand gefährdete Arten. Vielmehr hänge die Beuteaufnahme der Kormorane hauptsächlich von der Zusammensetzung der Fischartengemeinschaften und Greifbarkeit der Fische in den Gewässern ab. Bevorzugt würden kleinere Fische gefressen. Es seien aber auch Beutefische von deutlich mehr als 800 Gramm Stückmasse in Mägen von Kormoranen festgestellt worden.

Den zunehmenden Einfluss des Kormorans auf die Fischbestände in Sachsen-Anhalt belegen folgende Zahlen: So sanken im Land die Fänge der Angelfischerei von ca. 240 bis 250 Tonnen in den Jahren vor 2002 auf ca. 130 bis 150 Tonnen in den Jahren 2010/2011. Die Berufsfischereierträge der Fluss- und Seenfischerei in Sachsen-Anhalt sanken von 156 Tonnen im Jahr 2003 auf 72 Tonnen im Jahr 2009. Von Land, Bund und Fischerei- und Naturschutzverbänden werden bereits Schutzprogramme und Besatzmaßnahmen zur Wiederansiedlung stark gefährdeter Wanderfischarten durchgeführt. Daneben ist die Verbesserung des ökologischen und chemischen Zustandes der Fließgewässer eine wesentliche Voraussetzung zum Schutz und Erhalt der Fischarten. "Vor diesem Hintergrund muss die Landesregierung dafür Sorge tragen, dass der Erfolg all dieser Maßnahmen nicht von vornherein durch einen ungehinderten Einfluss des Kormorans wieder zunichte gemacht wird. Artenschutz darf nicht an der Wasseroberfläche aufhören", sagte die Staatssekretärin.

Zahlen zum Kormoranbestand Die gesamte europäische Population des Kormorans wird derzeit auf etwa 600.000 Brutvögel und somit auf eine Anzahl von fast zwei Millionen Vögeln geschätzt. Die Anzahl der Brutvögel lag in Deutschland im Jahr 2011 bei etwa 39.000 Brutvögeln.

Die Gesamtpopulation des Kormorans in Sachsen-Anhalt beläuft sich auf mehrere tausend Vögel. Im Winter steigt sie durch die Zuwanderung aus dem Ostseeraum und Nordeuropa stark an.






An die Jägerschaften zur Weiterleitung an die Hegeringe
09.07.2014

Rabattaktion Gehörschutz Peltor  - Berichtigung, der Druckteufel hat sich eingeschlichen

Ermäßigte Produkte: Peltor Gehörschutz "Sport Tac" Art.-Nr. 94-461 (UVP 149,00 €, für LJV-Mitglieder 119,00 € incl. MwSt)

Rabattaktion Gehörschutz Peltor - Berichtigung, der Druckteufel hat sich eingeschlichen

Mitglieder des Landesjagdverbandes Sachsen-Anhalt erhalten gegen Nachweis ihrer Mitgliedschaft (Fotokopie Mitgliedskarte) den Peltor Gehörschutz "Sport Tac" Art.-Nr. 94-461 bei der Firma GRUBE KG, Hützeler Damm 38, 269646 Hützel, Tel. 0180/ 290 290, Fax 05194/ 900 270 statt zum Katalogpreis von 149,- Euro zum Preis von 119,- Euro inkl. Mehrwertsteuer.

Mit Weidmannsheil
Wilko Florstedt




12.06.2014

Amtliche Tierseuchenüberwachung

Untersuchung von Fallwild beim Schwarzwild auf Afrikanische Schweinepest

Sehr geehrte Damen und Herren,
auf Grund der näher rückenden Gefahr der Afrikanischen Schweinepest in der Schwarzwildpopulation ist es erforderlich durch Jäger aufgefundenes Fallwild zu untersuchen:
  1. Fallwild bis 30 kg: Dies ist nach Verpackung im Veterinäramt in Merseburg oder im Bürgerbüro Querfurt abzugeben und wird mit dem Kurier an das LAV Stendal geschickt.

  2. Fallwild über 30 kg: Hier ist die Entnahme eines Bluttupfers oder alternativ eines Rachentupfers gefordert. Vorteilhaft ist, wenn es gelingt blutiges oder blutigschleimiges Sekret aufzunehmen, eventuell auch von anderen Stellen des Kadavers. Ein Öffnen aufgefundener Kadaver vor Ort ist aus seuchenhygienischen Gründen nicht geeignet!
    Die Tupfer sind im Veterinäramt in Merseburg, im Bürgerbüro Querfurt oder im Bürgerbüro Halle erhältlich.

    Das Auffinden von Fallwild mit unklarer Todesursache ist unverzüglich dem Veterinäramt unter genauer Angabe des Fundortes zu melden (Tel. 03461/40-1771).

  3. Von erlegtem Schwarzwild verdächtig erscheinende Organe (vor allem Lymphknoten, Milz, Lunge, Niere) sind auf das Virus der Afrikanischen Schweinepest untersuchen zu lassen.
Die Tupfer sowie die Organe können an den üblichen Probeannahmestellen (Merseburg, Querfurt, Halle) mit einem Probenbegleitschein abgegeben werden. Auf diesem muss eine genaue Standortbeschreibung des Fundortes/ Erlegeortes vermerkt sein.



Probenannahmestellen

Landkreis Saalekreis
Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt
3. Etage Zi 3.03 oder 3.02
Oberaltenburg 4b
Tel.: 03461/401771
Mo, Mi, Do 7.00 - 15.30
Di 7.00 - 17.30
Fr 7.00 - 12.00
Bürgerbüro Querfurt
Kirchplan 1
06268 Querfurt
Tel. 035771/737710
Mo 7.15 - 12.00 und 13.00 - 15.00
Di 7.15 - 12.00 und 13.00 - 18.00
Mi 7.15 - 12.00 und 13.00 - 15.00
Do 7.15 - 12.00 und 13.00 - 16.00
Fr 7.15 - 12.00
Bürgerbüro Halle
Hansering 19
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345/2043201

Keine Tiere
Mo 8.00 - 12.00 und 13.00 - 16.00
Di 8.00 - 12.00 und 13.00 - 18.00
Mi 8.00 - 12.00 und 13.00 - 15.00
Do 8.00 - 12.00 und 13.00 - 16.00
Fr 8.00 - 12.00
Landesamt für Verbraucherschutz
Sachsen-Anhalt
Freiimfelder Str. 68
06112 Halle

Keine Trichinenproben
Mo - Fr 6.00 - 18.00

Dokumente zum Download

Probenbegleitschein
Hinweise zur Probenahme bei Schwarzwild


8. Jägerfest
10.06.2013

8. Jägerfest

"Vom Wildbret zum Jägerlatein"

Die Jägerschaft Saalkreis lädt am 22. Juni ab 11 Uhr zu ihrem 8. Jägerfest in das Landwirtschafts- und Heimatmuseum Zappendorf (Müllersdorf) ein.

Mit buntem Programm für Jäger, Nichtjäger, Groß und Klein.

Unser buntes Programm in einer Kurzenübersicht:
Schießkino, Jagdhornbläser Korps Kloschwitz, Gravuren Stefanie Ottilie, Versteigerung Kettensägenkunst, Kinderschminken, Spezialitäten aus Wald, See und vom Backblech, Jagdmalerei Haselof, Tanzgruppe " Magic-Style" weitere Aussteller und noch viel mehr



23.05.2014

Informationen zur Afrikanischen Schweinepest

In den östlichen Regionen Polens ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen ausgebrochen. Es besteht die Gefahr der Einschleppung nach Deutschland.

Die ASP ist eine Viruserkrankung, die ausschließlich Haus- und Wildschweine betrifft. In ihrem Hauptverbreitungsgebiet, den afrikanischen Ländern südlich der Sahara, kann die Erkrankung über Lederzecken übertragen werden, die in unseren Breiten jedoch keine Rolle spielen.

Mehr informationen unter: www.saalekreis.de/index.php/de/afrikanische-schweinepest.html



01.04.2014

Wildschwein soll bleifrei werden

Wildschwein soll bleifrei werden Noch bevorzugen viele Jäger traditionelle, bleihaltige Geschosse. Die Patronen unterscheiden sich äußerlich kaum von der bleifreien Munition mit rötlichen Kupferspitzen.
Viele Jäger in Sachsen-Anhalt schwören auf ihre traditionellen Bleigeschosse. Dennoch will der Umweltminister von Sachsen-Anhalt diese jetzt wegen gesundheitlicher Risiken rasch verbieten.

Sau tot! Halali! So weit, so gut - aber eine Frage bleibt noch: Ist das Wildschwein verbleit oder bleifrei? Das beschäftigt aktuell Jäger und Politiker in Sachsen-Anhalt. Es tobt ein heftiger Streit, manches gerät fast zur Glaubensfrage. Um besser Bescheid zu wissen, testet Andreas Best seit gut zwei Jahren neue, bleifreie Jagdmunition. Seit zwei Jahren notiert der Jäger aus Landsberg (Saalekreis) jeden Schuss und dessen Folgen. Die Präzision der neuen Munition stellt ihn bis heute nicht zufrieden.

Und jetzt das: Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens (CDU) geht plötzlich in die Offensive, macht sich kurz vor der Sitzung der Agrarminister, die morgen in Cottbus (Brandenburg) beginnt, für ein generelles Verbot von Bleimunition stark. Sie sei für ihn ein "Auslaufmodell". Gesundheitliche Risiken für die Verbraucher von Wildfleisch müssten durch eine bundesweit einheitliche Regelung minimiert werden, so der Appell von Aeikens. Allerdings sieht der Minister erst seit kurzem Grund zur Eile - anders als etwa seine Kollegen in Mecklenburg-Vorpommern oder Nordrhein-Westfalen, die schon lange ein Verbot von Bleimunition anstreben.

Aeikens beruft sich jetzt auf eine neue, von Sachsen-Anhalt unterstützte Untersuchung des Bundesinstitutes für Risikobewertung. Das Ergebnis: Wild, das mit Bleimunition erlegt worden ist, weist einen deutlich erhöhten Bleigehalt auf. Das kann, so die Wissenschaftler, vor allem Schwangeren und Kindern gefährlich werden. Den Erkenntnissen liegt die Bewertung von weit mehr als 2 000 erlegten Tieren zugrunde.

Fluchtstrecken und Tiergewichte

Weidmann Best ist dennoch empört über Sachsen-Anhalts Jagdminister: "Nein, das ist alles kein Meisterschuss, ich fühle mich von seiner Verbotsforderung überfahren." Aeikens rede so, als gäbe es die bundesweiten Munitionstests gar nicht, zu denen Best und auch andere Jäger aus der Region beigetragen haben. Nicht zum Spaß habe man beispielsweise die jeweilige Lage der Treffer, die Schusswinkel und auch die Fluchtstrecken und die Tiergewichte vermessen. Nach den Erfahrungen der Teilnehmer sollen die seit 100 Jahren bewährten Bleipatronen den bleifreien Neuentwicklungen trotz mancherlei Veränderungen im Detail immer noch deutlich überlegen sein. Insofern sei das Loblied auf bleifreie Munition, das Aeikens auf einmal anstimme, Zukunftsmusik.

Dabei hätte sich Best, der seit fast 30 Jahren mit Jagdwaffen und Munition handelt, aus geschäftlichem Interesse sogar gerne ein anderes Ergebnis der Testreihe gewünscht. Die Umstellung auf bleifreie Munition, glaubt der Jagdausrüster, würde seine Kasse nämlich richtig klingeln lassen. So müssten sich viele Jäger laut Best wahrscheinlich neue, dafür besonders geeignete Büchsen zulegen. Aus seiner Sicht ist der Gasdruck, den bleifreie Munition bislang entwickelt, zu stark für herkömmliche Läufe. Viele Flinten, teils wahre Kunstwerke, würden über Nacht zu reinen Museumsstücken.

Wildschwein soll bleifrei werden Wildschwein
Best mahnt: "Bevor ein Blei-Verbot kommt, muss vieles reiflich überlegt werden." Vor allem um die Präzision sei es nicht besonders gut bestellt. Den Geschossen auf Zinn- oder Kupfer-Basis fehle das Gewicht, um optimale Kraft zu entfalten. Abweichungen von ein bis zwei Zentimeter auf 100 Meter Flugbahn sind für Best "einfach zu viel". Ein sauberer Schuss falle schwerer. Deshalb rate er der in Cottbus tagenden Ministerrunde: "Lasst den Entwicklern die erforderliche Zeit, auch für konstruktive Verbesserungen."

Klare Vorgaben für Hersteller

Wilko Florstedt, Geschäftsführer des rund 8 600 Mitglieder zählenden Landesjagdverbandes in Sachsen-Anhalt, kritisiert: "Ja, es gibt Munition auf dem Markt, die nicht den Ansprüchen der Jäger genügt." Deshalb werbe man für klare gesetzliche Vorgaben an die Hersteller, um das Wild auch künftig sicher erlegen zu können. Es gehe nicht an, dass der Schütze zwar trifft, das Tier aber noch fliehen kann und dann irgendwo verendet. Mit dieser vielfach gemachten Erfahrung erklären beispielsweise auch die deutschen Berufsjäger ihre ablehnende Haltung zu bleifreier Munition.

Doch Umweltschützern geht es nicht nur um die hohe Bleibelastung im Wildfleisch, sondern auch bei gefährdeten Vögeln wie beispielsweise dem Seeadler. Jeder Vierte stirbt vermutlich an einer Bleivergiftung, unter anderm weil er bleibelastetes Aas gefressen hat. Annette Leipelt von Naturschutzbund Sachsen-Anhalt will Jägern die "Ignoranz" nicht durchgehen lassen. Für die Umweltschützerin steht schon länger fest, dass Bleimunition eine Belastung für Mensch und Natur darstellt und verboten gehört.

Joachim Schröder aus Teutschenthal, der der Jägerschaft vorsteht, hält die Warnungen hingegen für übertrieben. "Wenn überhaupt, sind nur Leute gefährdet, die beinahe täglich und dann viel verbleites Wildfleisch essen." Seine Zweifel bezieht der Jäger auch auf die Wirksamkeit des von Aeikens ins Spiel gebrachten Blei-Verbotes. Schließlich kommen 80 Prozent des Wildbrets ihm zufolge aus Osteuropa, wo es noch nicht einmal eine Diskussion über bleifreie Patronen gebe. "Wir Jäger hängen nicht am Blei und wollen nur, dass Munition funktioniert."



26.03.2014

Agrarminister Aeikens für Verbot von Bleimunition

Hermann Onko Aeikens (CDU). Nach neuesten Untersuchungen ist mit Bleimunition erlegtes Wildbret gefährlich für Kleinkinder und Schwangere. Die Diskussion um Bleimunition erhält dadurch neuen Wind. Auch Agraminister Hermann Onko Aeikens äußerte sich. Er sei für ein Verbot.
Sachsen-Anhalts Agrarminister Hermann Onko Aeikens (CDU) hat sich für ein Verbot von Bleimunition ausgesprochen. Er sagte dem Radiosender MDR Info am Mittwoch, gesundheitliche Risiken für die Konsumenten von Wildbret sollten durch eine bundesweit einheitliche Regelung minimiert werden. Eine neue Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung habe ergeben, dass Wildbret, das mit Bleimunition erlegt wurde, einen deutlich höheren Bleigehalt aufweise. Das gefährde vor allem Menschen, die viel Wild essen, aber auch Kleinkinder und Schwangere. Das Thema Bleimunition beschäftige die Agrarministerkonferenz in der kommenden Woche.




Anmedlungen zum 25. Lehrgang der Jägerprüfung


25. Lehrgang zur Jägerprüfung

Am 09.01.2015 startet unser 25. Lehrgang zur Jagdprüfung.
Nutzen Sie Ihre Chance und sichern Sie sich jetzt schon einen Platz

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28.03.2014 Jahreshauptversammlung


Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Saalkreis e.V.

Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Saalkreis e.V.
am 28.03.2014 um 19.00 Uhr in Wettin, Burghof Mitte
19.00 Uhr bis 21.30 Uhr Versammlung




20.01.2014
Waschbär-Plage in Sachsen-Anhalt

Pelzige Allesfresser breiten sich rasant aus

Waschbären haben sich in weiten Teilen Sachsen-Anhalts zur Plage entwickelt. Waschbären haben sich in weiten Teilen Sachsen-Anhalts zur Plage entwickelt.
In Sachsen-Anhalt gibt es immer mehr Waschbären. Besonders in Stendal, Salzwedel und im Burgenlandkreis werden die Raubtiere zur echten Plage - obwohl die Jäger so viele Tiere wie nie zuvor abschießen.

HALLE (SAALE)/MZ.
Der Waschbär entdeckt in Sachsen-Anhalt immer neue Regionen. Nach Angaben des Magdeburger Landwirtschaftsministeriums ist bei diesem Raubtier ein "rasanter Anstieg" zu verzeichnen. Hochburgen sind die beiden Altmarkkreise Stendal und Salzwedel (43 Prozent Zuwachs) sowie der Burgenlandkreis (elf Prozent). Beachtlich legt der Waschbär auch im Harz zu. Dieser Trend hat einer Ministeriumssprecherin zufolge vor etwa zwei Jahrzehnten eingesetzt und nimmt seitdem nahezu ungebremst an Tempo zu. Wahrscheinlich ist die Zahl der Bären längst auf das mehr als hundertfache gestiegen.

Jäger mit Abschuss-Rekorden
An deren Ausbreitung kann die Jagd auf Waschbären, die in Sachsen-Anhalt ganzjährig erlaubt ist, offenbar kaum etwas ändern. Dabei meldet der Landesjagdverband jetzt einen neuen Rekord: 16.300 erlegte Waschbären weist die jüngste Bilanz für 2012/2013 aus, sagte Geschäftsführer Wilko Florstedt der MZ. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von ungefähr 25 Prozent - nach den Worten von Florstedt "eine zuvor nicht für möglich gehaltene Leistung". Auf dem ersten Platz rangieren die Jäger aus dem Landkreis Stendal mit 4.533 getöteten Waschbären. Allein dort beträgt das Plus im Vergleich zu Vergleichszeitraum 2011/2012 mehr als 1.000 Tiere.





17.01.2014
Ausnahmeregelung in Bitterfeld-Wolfen

Jäger dürfen Wildschweine in der Stadt erschießen

Jäger dürfen Wildschweine in der Stadt erschießen Jäger dürfen schon bald in Bitterfeld-Wolfen auf Wildschweine schießen.
Die Behörden haben auf die hohe Präsenz der Tiere reagiert und Weidmännern die Erlaubnis zum Abschuss erteilt und zwar auch im bewohnten Gebiet. In den nächsten Tagen sollen die Jäger grünes Licht für den Waffeneinsatz erhalten.

BITTERFELD/MZ.
Schwarzkittel-Alarm - und zwar mitten in Bitterfeld. Zeitungszusteller erleben unfreiwillige Treffs mit den Wildschweinen und auch Leute, die sehr früh zur Arbeit gehen, kennen diese Schrecksekunden. Das soll sich jetzt radikal ändern, Jäger werden es mit dem Gewehr richten. Das bestätigen der Stadtsprecher Michael Mohr und der Bitterfelder Revierjäger Harald Eisenmann. Eine Ausnahmegenehmigung dazu hat der Landkreis Anhalt-Bitterfeld erteilt, denn normalerweise ist die Jagd in der Stadt strikt verboten. Doch ein anderes Mittel sieht die Stadt gegen die Plage wohl nicht mehr.

Bürger sollen Gebiet meiden
"Kommende Woche treffen sich Stadt und Jägerschaft noch einmal für die letzten Abstimmungen, dann werden wir schnell handeln und die massive Wildschweinpopulation in die Grenzen weisen", sagt der Jäger Eisenmann. In den kommenden Tagen werden zunächst in Bitterfeld-Süd Hochsitze für die Jäger errichtet. Genaue Informationen an die Bürger, ab wann die Weidmänner aktiv sind, würden rechtzeitig gegeben, so Eisenmann. Zudem werden Schilder aufgestellt, die die Jagdgebiete ausweisen. Doch schon jetzt macht er darauf aufmerksam, dass die Leute in Bitterfeld dann zwischen 20 und 7 Uhr das Gebiet südlich des Anna- und Bergmannshofs, den Bereich Leopold-, Wiesen-, Parkstraße, Schleswiger und Niemegker Straße bis zum Camp meiden sollten.

Jäger dürfen Wildschweine in der Stadt erschießen
Bestand soll minimiert werden
Nicht umsonst ist unter normalen Umständen das Jagen in bewohnten Gebieten verboten. "Die Kugel bleibt nicht im Tier stecken, sie tritt aus. Unter Umständen kann sie noch drei bis fünf Kilometer weiter treffen", erklärt Stefan Krause, Sprecher der Jägerschaft. Doch es müsse etwas getan werden, wenn die Tiere in Rotten durch die Stadt spazieren und nicht mal um den Marler Platz einen Bogen machen. Deshalb sei es angebracht, den Bestand durch gezielte Abschüsse zu minimieren, die Tiere zu erschrecken und zu vergrämen, so Krause. "Wir sind nicht dazu da, sie auszurotten", stellt er klar.

Aber: Wildschweine merkten sich so sehr wohl, dass für sie plötzlich Gefahr droht und suchten sich dann ein anderes Rückzugsgebiet. "Sie sind die intelligentesten Wildtiere", sagt Krause, "wer die Jägerprüfung gemacht hat, weiß, dass es das dumme Schwein nicht gibt." Und immerhin gehörte Bitterfeld-Süd einst zu ihrem Lebensraum, bis der Mensch kam und es massiv veränderte.


Ungewöhnlich starke Population
Seit 15 Jahren ist Harald Eisenmann Jäger in Bitterfeld. Eine so starke Schwarzkittel-Population, wie in den vergangenen ein bis zwei Jahren in der Goitzsche herangewachsen ist, habe es bislang hier noch nicht gegeben, sagt er. Und der milde Winter werde das Anwachsen der Population weiter erheblich fördern. 300 bis 400 Wildschweine leben im Goitzschewald, ein Gebiet, das schon mit 100 Exemplaren gut gefüllt wäre.

Die Bedingungen für das Gedeihen der Tiere seien so gut wie nie, das Futterangebot für sie wie in einem Luxusrestaurant, sagt Eisenmann: In ganz Deutschland hat sich der Anbau von Mais in den zurückliegenden Jahren verzwanzigfacht. Bis zur Ernte im September mästen sie sich dort wie Büblein klein an der Mutterbrust. Dann suchen sie Futter. Das finden sie bequem an Mülltonnen oder im Kompost. Entsprechend haben die Wildschweine, die vielfach ihre Suhle aus dem Wald kurzerhand gleich in die Felder verlegt haben, zugelegt. Nicht nur in der Vermehrung, auch im Gewicht.

80 bis 100 Kilo bringt ein ausgewachsenes Tier auf die Waage. Dabei hat es, wenn es mal auf Geschwindigkeit ankommt, kaum eingebüßt. Locker kann es ein Schwarzkittel mit Sprintrekordler Usain Bolt aufnehmen. Wegrennen also hat keinen Sinn, steht man unvermittelt vor einem Wildschwein.

"Ruhe bewahren", rät der Jäger. Die Tiere seien in der Regel menschenscheu, nur mit den führenden Muttertieren sei nicht zu spaßen. Deshalb: Hunde an die Leine, denn freilaufende Vierbeiner erhöhten die Aggressivität der Bachen. "Ansonsten: vorsichtig zurückgehen - nicht rennen und auf keinen Fall auf die Tiere zulaufen und versuchen, sie zu verscheuchen", sagt er und gibt den Tipp: Da Wildschweine schlecht sehen, könne es sein, dass sie die Flucht Richtung Mensch antreten. "Da hilft lautes Händeklatschen. Die Tiere wissen dann, wo die Gefahr ist. Sie werden einen Haken schlagen und sich von der Person wegbewegen."

An die Hausbesitzer wendet sich Stadtsprecher Mohr. Sie sollten ihre Grundstücke einzäunen, die Kompostanlagen verschließen und Haustiere im Haus füttern. Wildtiere sollten sie nicht mit Futter auf ihre Grundstücke locken. "Wir nehmen die Sorgen der Bürger bezüglich der eigenen Sicherheit sehr ernst", sagt Mohr.





20.12.2013

Wir wünschen unseren Lesern, aber vor allem unserer Jägerschaft einen guten Start in das Jahr 2014 und viel Weidmannsheil.

Weihnacht
Wenn sich das Jahr zum Ende neigt der Schnee sich auf dem Tann verzweigt sich Waidleut auf der Jagd nach Tieren auf kalter Pirsch den Arsch abfrieren.
Der Lauf zum Wärmen heiß geschossen wenn durch vereiste Hochsitzsprossen manch Hüftgelenk glatt durchgebrochen wird von der Weihnachtszeit gesprochen.
Der Jäger kann es nun beweisen dass er, der sonst in Tierschutzkreisen als skrupelloser Mörder gilt die Zeit genießt mit seinem Wild.

Man rückt zusammen und umgibt sich mit den Tieren, die man liebt mit Hase, Hirsch und jungem Reh mit Frischling noch vom ersten Schnee.
Mit Ente, Wildgans und Fasan erwartet man den Weihnachtsmann gespickt mit Mandeln, wohl gefüllt in knusprig Brotteig eingehüllt.
Als Gulasch, Keule und als Rücken als Leber mit Oliverstücken an solchen weihnachtlichen Tagen geht Jägerliebe durch den Magen.

Friedemann Hubertus Maria Graf von Ansitz






30.09.2013

Hubertusmesse
Am 03.November 2013 ab 16 Uhr wird in der St. Nikolai-Kirche zu Wettin zum sechsten Mal die Hubertusmesse gefeiert. Gemeinsam mit der Jägerschaft Saalkreis e. V. und dem Jagdhornbläsercorps "Kloschwitz", dem Kulturverein Wettin e. V., dem Förderverein Nikolaikirche e. V. sowie Pfarrer A. Schuster wird zu Ehren des Heiligen Hubertus eine feierliche Messe gelesen.






Merseburg/MZ
15.07.2013

Familientag in Merseburg
Einmal auf dem Landratsstuhl sitzen

Tausende Einwohner aus dem Saalekreis strömen am Sonntag ins Merseburger Schlossensemble, wo sich die Verwaltung und Vereine präsentieren. Im Dom findet ein besonderer Gottesdienst statt.

Familientag in Merseburg
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Im Schlossgarten reihte sich ein Stand an den anderen.(BILD: PETER WÖLK)


Bei dem schönen Sommerwetter aber zog es die meisten hinaus etwa an die Stände der Kommunen in den Schlossinnenhof, wo auf der Bühne zudem ein buntes Unterhaltungsprogramm geboten wurde, oder auf den Domplatz, wo der beliebte Kleine Markt stattfand. Die zahlreichen jungen Familien aber, die der Einladung gefolgt waren, hielten sich überwiegend im Schlossgarten auf.

Rund 100 Vereine und Verbände hatten dort ihre Zelte aufgeschlagen und hielten vor allem für die Jüngsten Angebote parat. Da wurde gemalt und gebastelt, am Glücksrad gedreht, auf der Hüpfburg getobt. Karin Kerner von der DLRG und ihre Hündin "Chili" zeigten ihr Können. Die Vereinsmitglieder vom Wünscher Landhof sorgten für Verblüffung, weil sie ihr Mittagessen ganz allein durch Sonnenenergie erwärmten. Bei der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Halle/Saalekreis konnte man sogar mal in einen Kimono schlüpfen. Zudem sorgte ein Wahl-Hallenser mit seinem fröhlichen Eier-Aufzug für staunende Gesichter.

Die positiven Kommentare der Gäste - 15 000 waren es nach Angaben der Kreisverwaltung bis zum Abend - bewiesen, dass sich die Arbeit im Vorfeld gelohnt hatte. "Wir leben Familie und Kinder", sagte Frank Bannert also nicht zu Unrecht und nannte als Beweis die umfangreiche finanzielle Förderung von Musikschulen, Familienberatungsstellen, Jugendarbeit und Kreissportbund. Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU), der mit seiner Frau Merseburg besuchte, unterstützte die Idee eines Familientags: "Denn nur mit den Kindern können wir unsere Zukunft gestalten".
Jägerschaft Saalkreis






23.06.2013

...das war das Jägerfest

Bei bestem Wetter konnten alle Gäste, Aussteller, Helfer, Organisatoren und die vier- und zweibeinigen Freunde einen interessanten und mit vielen Höhepunkten gespickten Tag erleben. Für die Gaumenfreuden sorgte der Jäger Dankert mit seinem gegrillten Wildschwein, der Fischer Kulawik vom Kernersee und der Gastwirt Pach mit Gegrillten und dem kühlen Bier... Die Museumsmitarbeiter hielten leckeren Kuchen und Kaffee bereit.

Für die Unterhaltung sorgten: unser Bläsercorps aus Kloschwitz, die Hexenmacher (Skulpturen aus Holz), das Harzer Schießkino, ein Miniaturschnitzer, Pfeil- und Bogenschützen, eine Tanzgruppe, ein Adler, ein Präparator, ein Jagdschmuckaussteller, Jeanette, welche die Kinder schminkte und die Firma Best aus Landsberg, welche uns bei der gelungenen Tombola unterstützte. Einer der Höhepunkte war natürlich unsere Tombola sowie die anschließende Versteigerung der Holzskulpturen.

Vielen Dank noch einmal allen Mitwirkenden, Ausstellern, Helfern und Gästen für das gelungene Fest!

Jägerschaft Saalkreis

7. Jägerfest
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23.06.2013

7. Jägerfest

7. Jägerfest
ab 11:00 Uhr im Heimatmuseum Zappendorf (Müllerdorf)

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Jägerfest
13.06.2013

Buntes Programm

Die Jägerschaft Saalkreis lädt am 23. Juni zu ihrem 7. Jägerfest in das Landwirtschafts- und Heimatmuseum Zappendorf ein. Bereits ab 4 Uhr morgens beginnen die Jäger und Kenner der Küche mit der Zubereitung eines frisch erlegten Wildschweins. Zum Fest, das um 11 Uhr vom Hörnerklang der Kloschwitzer Jagdhornbläser eröffnet wird, gibt es vielfältige Aktionen für Jung und Alt. Beim Jagdkino kann in einem imaginären Wald der Jagdlust nachgegangen werden. Hundeführer präsentieren ihre Schützlinge. Bogenschützen machen mit ihrem Sport bekannt, ein Falkner bringt einen Falken und einen Adler mit. Die "Hexenmacher" sägen vor aller Augen allerlei Tiere aus Baumstämmen und vieles mehr. Der Eintritt zum Kreisjägerfest ist kostenfrei. (ccr)

(Quelle: Mitteldeutsche Zeitung)



Saalekreis
13.06.2013

Viele Wildtiere kamen im Hochwasser um

Die Jäger im Saalekreis müssen sich nach dem Hochwasser um die Reparatur von Hochsitzen und Ansitzplätzen kümmern. Die Flut hat die Wildbestände in den Wäldern stark dezimiert. Die Jäger im Saalekreis müssen sich nach dem Hochwasser um die Reparatur von Hochsitzen und Ansitzplätzen kümmern. Die Flut hat die Wildbestände in den Wäldern stark dezimiert.
Für die Wildtiere bedeutete das Hochwasser der vergangenen Tage in vielen Territorien entlang der Saale das Ende. "Wir haben jetzt die Brut- und Setzzeit. Alles Jungwild in den betroffenen Gebieten wird wohl umgekommen sein", sagt Joachim Schröder, Vorsitzender der Jägerschaft Saalkreis. Alle Nester von Bodenbrütern wie von Fasanen und Rebhühnern wurden weggespült. Auch Junghasen und Rehkitze hatten keine Chance.

"Wir stehen den Auswirkungen des Hochwassers machtlos gegenüber", sagt der Jäger. Für ihn und seine Kollegen heißt es nun erst einmal, die Anlagen wie Hochsitze und Ansitzplätze, die unverzichtbar für eine sichere Jagd sind, genau in Augenschein zu nehmen. Dort werde es viel zu reparieren geben. Mancher Sitz wurde von der Flut weggespült.

Dabei haben die Jäger im Saalekreis auch sonst das ganze Jahr über viel zu tun. "Die Wildarten werden nach einem vorgegebenen Abschussplan bewirtschaftet", erklärt Schröder. Wichtig sei das, weil immer mehr Verkehrsunfälle von Wild verursacht werden. In den Brennpunkten sei das Jagen nach Plan deshalb unabdingbar. Besonders das Schwarzwild mit acht bis zehn Frischlingen pro Bache würde sich rasant ausbreiten, wenn die Jäger die Bestände der Wildschweine nicht regulieren würden.

Sorgen machen den Waidmännern obendrein Tierarten, die gar nicht in unsere Gegend gehören. Wie die Waschbären, die allerorts auf dem Vormarsch sind. "Sie sind nachtaktiv und äußert schwer zu jagen. Das geht nur mit Fallen", so Schröder. Das Problem sei, dass nicht wenige Menschen die Tiere niedlich fänden und sie fütterten, ohne zu bedenken, welche Schäden diese Nesträuber anrichten, die den Amphibienbestand ebenso wie den der Bodenbrüter schädigten.

Doch die Jäger seien nicht nur mit dem Abschießen des Wildes beschäftigt, sondern haben darüber hinaus noch viele weitere Aufgaben. Wenn Joachim Schröder auf den letzten Winter zurückschaut, denkt er vor allem daran, dass die Tiere aufgrund der langen Periode mit geschlossener Schneedecke selbst nicht genügend Futter finden konnten und die Jäger sie deshalb füttern mussten.

Jahreszeitlich und witterungsbedingt müssen jedes Jahr Hochsitze in Ordnung gebracht werden. Wildwiesen müssen gemäht, Sträucher und Bäume neugepflanzt werden. Ein großes Problem sei der Müll, den manche Leute im Wald entsorgten. "Man hat den Eindruck, dass manch einer seinen gesamten Sperrmüll dort hinwirft", sagt Schröder. "In Holleben haben wir im vergangenen Jahr drei große Container mit Müll gehabt. Allein mit Altreifen ist ein ganzer Container gefüllt worden." Er versteht ein solches Verhalten der Menschen nicht: "Wenn sie beim illegalen Entsorgen von Müll erwischt werden, wird es richtig teuer." VON CLAUDIA CRODEL, 13.06.13
(Quelle: Mitteldeutsche Zeitung)



23. April 2013

Für gute Stimmung ist gesorgt

Jagdhornbläserkorps Kloschwitz ist ein bei Festlichkeiten gefragtes Ensemble

Kloschwitz. Wenn die Männer des Jagdhornbläserkorps Kloschwitz ihre Instrumente an die Lippen setzen, können sie sich eines aufmerksamen Publikums sicher sein. Jagdhornsignale und Blasmusik sind gefragt bei den verschiedensten festlichen Anlässen in der Region.

"Es gibt nicht mehr viele Blaskapellen im Saalekreis", berichtet Rainer Dubrow, der organisatorische Leiter des Ensembles. Er und seine Mitstreiter könnten oft gar nicht alle Nachfragen bedienen. Beruf und musikalisches Hobby sind zeitlich oft nur schwer unter einen Hut zu bringen.

Download Beitrag MZ



April 2013

Petition Kriminalstatistik: 44.000 Unterschriften fehlen

Zeichnungsfrist bis 18. April verlängert

Trägt legaler Schusswaffenbesitz maßgeblich zur Ausübung von Straftaten bei? – Diese Frage kann im Moment keine Statistik hin reichend klären. Damit sich das ändert und die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) künftig zwischen legalem und illegalem Waffenbesitz unterscheidet, läuft seit dem 15. März eine Petition (Nummer 40274) im Ausschuss des Bundestages. 50.000 Unterschriften werden benötigt, damit das Thema im Bundestag diskutiert wird. Nach drei Wochen Laufzeit haben rund 6.000 Personen die Petition unterschrieben.

Es fehlen somit 44.000 Unterschriften. Ein mageres Ergebnis in Anbetracht der 357.000 Jagdscheininhaber in Deutschland. Deshalb ruft der DJV jede einzelne Jägerin und jeden einzelnen Jäger auf, diese Petition mit zu zeichnen!

Nachdem das Mitzeichnen auf der Internetseite des Bundestages einige Tage lang technisch nicht möglich war, ist die Zeichnungsfrist bis zum 18. April 2013 verlängert worden.

Weshalb Jägerinnen und Jäger die Petition unterstützen sollten:

Die öffentliche Meinung zum privaten Schusswaffenbesitz sowie die Forderungen von Politik und Medien beruhen oft auf wenig differenziertem Zahlenmaterial. Befürworter eines schärferen Waffenrechtes argumentieren bei Waffengewalt mit der Gesamtzahl der Straftaten. Das "Bundeslagebild Waffenkriminalität" des Bundeskriminalamtes (BKA) zeigt jedoch, dass nicht der legale, sondern der illegale Besitz beziehungsweise erlaubnisfreie Besitz problematisch ist. Eine weitere Verschärfung des Waffenrechtes träfe ausschließlich den legalen Waffenbesitz und ist daher wenig sinnvoll. Um Kriminalität mit illegalen Waffen besser zu belegen und um Argumente für ein sinnvolles Waffengesetz anführen zu können, wird die Unterscheidung in illegale und legale Waffen für die PKS gefordert.


Mitzeichnen können Sie hier.



28.02.2013 | Am 20.02.2013 verstarb unsere ehemalige Schatzmeisterin

Dr. med. Angelika Drobny-Kröger (verwitwete Kuchenbecker)

Mit Angelika,Trägerin der silbernen Treuenadel, verlieren wir eine passionierte Weidfrau, die sich mit großem Engagement für die finanziellen Belange der Jägerschaft Saalkreis eingesetzt hat.

Wir danken ihrem langjährigen Einsatz für die Interessen der Jagd.
Die Jäger der Jägerschaft Saalkreis werden Ihr Andenken in Ehren halten.

Der Vorstand der Jägerschaft Saalkreis.



05.04.2013 | Jahreshauptversammlung
Wettin, Burghof Mitte

Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Saalkreis e.V.

am 05.04.2013 um 19.00 Uhr in Wettin, Burghof Mitte

19.00 Uhr bis 21.30 Uhr Versammlung



15.02.2013 | Infos

Infos zu den Beitragsbescheiden der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft

Im Bereich aller ostdeutschen Landesjagdverbände schlagen die Wellen sehr hoch. Jagdausübungsberechtigten werden mit Beitragsbescheiden der Berufsgenossenschaft konfrontiert, die zum Teil um 200 Prozent zum Vorjahresbeitrag erhöht wurden.

Viele unserer Jäger sind zurecht schockiert. Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt beschäftigt sich bereits intensiv mit der Problematik zur Beitragserhöhung der Berufsgenossenschaft.
Hierzu haben wir einen Vorschlag für einen Widerspruch für jedes Einzelmitglied vorbereitet.

Musterwiderspruchschreiben

Des Weiteren prüft der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt juristisch das Vorgehen der Berufsgenossenschaft, um eine eventuelle Musterklage vorzubereiten.

Diese Erhöhung wurde aber, wie sich bei Blick in die allen Mitgliedern der LBG MOD zugehenden Mitgliederzeitung "LSV kompakt", Heft 12 -2012 bestätigt, angekündigt. In der Dezemberausgabe wurde bereits darüber informiert, dass zum 1. Januar 2013 die "Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau" errichtet wird. Auf den Seite 8 – 10 wird auch sehr umfassend über die Entwicklung der Beiträge für das Jahr 2013 informiert. Die Steigerung des Hebesatzes von 3 auf (brutto) 10 wurde ebenfalls angekündigt, ebenso der letztmalig zu erfolgenden Lastenausgleich zwischen den Berufsgenossenschaften, der zur Erhöhung der Hebesätze führte, die durch die Mitgliederversammlung der LBG beschlossen wurden.

Aktuell stehen die Landesjagdverbände der Ostdeutschen Bundesländer in engem Kontakt und stimmen weitere Vorgehensweisen ab. Dazu gehören:
  1. Wir lassen anwaltlich prüfen, ob irgendwo ein Ansatzpunkt zur Anfechtung besteht (Sittenwidrigkeit, falsche Bemessung, etc.).
  2. Ggf. unterstützen wir vom LJV eine Musterklage gegen den Bescheid.
  3. DJV-Präsident Fischer ist informiert und steht in engem Kontakt mit Präsident Dr. Hans-Heinrich Jordan, um auch auf Ebene der Bundespolitik zu agieren.
  4. Wir empfehlen den Vorständen unsere Jägerschaften, (soweit noch nicht geschehen), für ihre ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitglieder analog der Jägerschaft Jessen in die Verwaltungs-BG zu wechseln (diese Möglichkeit haben aber die Jagdpächter als "Unternehmer" nicht) Ein Musterschreiben zur Überstellung Ihrer Jägerschaft in die Verwaltungs-BG finden Sie im Anhang.
  5. Die LJV’s haben ein juristisch korrektes Widerspruchsmuster erstellt, das den Vorsitzenden der Jägerschaften zugestellt wurde und auf der Internetseite des LJV unter www.ljv-sachsen-anhalt.de zur Verfügung steht.

Natürlich müssen wir darauf hinweisen, dass die Mitgliedschaft in der LBG (SVLFG) für den Jagdunternehmer (Pächter) eine Pflichtversicherung ist und entsprechende Beschlüsse zur Beitragserhebung durch deren Vertreterversammlung erfolgen. Dennoch versuchen wir, gegen die auch aus unserer Sicht unverhältnismäßig hohen Belastungen der Jagdausübungsberechtigten / Jagdpächter vorzugehen. Wir sehen ansonsten große Gefahren, dass es für die Jägerinnen und Jäger langfristig aus ökonomischen Gründen immer schwieriger wird, ihren freiwillig übernommenen und in der Jagdgesetzgebung fixierten Aufgabenstellungen gerecht zu werden.

Wir möchten auch darauf hinweisen dass die Widersprüche aus eigener Verantwortung ergehen und der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt im Falle von evtl. entstandenen Kosten durch Widersprüche nicht regresspflichtig ist.
Der Mustervorschlag ist vorerst unbegründet, damit im Falle einer Musterklage die Begründung bezogen auf die Musterklage erfolgen kann.
Widersprüche befreien nicht von der Beitragspflicht. Mitglieder, die Widerspruch einlegen, müssen den fälligen Beitrag fristgerecht zahlen.
Ich hoffe wir konnten Ihnen vorerst eine Hilfestellung im Umgang mit der schwierigen Thematik geben, sollten sie Hinweise oder Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle.



Der Luchs nur im Harz?

von Michael Stöhr

Luchs nur im Harz!
...weit gefehlt:
durch ein zufälliges Gespräch bei einer Drückjagd mit einem Förster wurde bekannt, dass ein Luchs in der Nähe von Amsdorf gesichtet wurden ist! Neugierig geworden rief ich den Luchsbeauftragten des Luchsprojektes Harz, Herrn Ole Anders, an und erkundigte mich nach dem Luchs. Herr Anders sandte mir nach einem Telefongespräch den nachfolgenden Text und Bildmaterial, welche die Route des "F3" aufzeigen, zu.

"Das Tier wurde als Jährling erstmals am 22.06.2011 bei Goslar gefangen und mit einem GPS-Halsbandsender ausgestattet. Der Sender wurde dann bei einem zweiten Fang nahe Bad Harzburg im vergangenen Winter noch einmal erneuert. Nach einigen Exkursionen durch den gesamten Westharz brachte die Katze im vergangenen Mai ein Geheck von drei Jungtieren in der Nähe der Okertalsperre zur Welt. Wir gingen daher davon aus, dass sie sich in einem eigenen Territorium etabliert hat. Möglicherweise wurde sie dann im Herbst aber doch von der eigentlich in dem Bereich dominanten Luchsin verdrängt und wanderte danach relativ zügig entlang der nördlichen Harzkante Richtung Osten. Die Exkursion Richtung Wansleben ist auch deshalb so interessant, weil das Tier dabei erstmals den durchgehend bewaldeten Bereich verlassen hat. Unklar ist derzeit, ob die Luchsin noch ein verbliebenes Jungtier im "Schlepptau" führt. Eine Sichtung vor einigen Wochen bei Harzgerode deutet darauf hin.
Auf der anhängenden Karte sind die Verortungen des Tieres als gelbe Sterne (00.00Uhr) bzw. Kreise (12.00Uhr) dargestellt. Die Linien verbinden die Lokalisationen in chronologischer Abfolge. Den Ort Schraplau passierte das Tier auf dem Hinweg am 17.11. und auf dem Rückweg am 20.11.2012 Leider arbeitet das Halsband im Moment nicht ganz einwandfrei, so dass zwischenzeitlich immer wieder Lokalisationen ausfallen."

Das Luchsprojekt Harz (Quelle: http://www.luchsprojekt-harz.de) Das Luchsprojekt Harz (Quelle: www.luchsprojekt-harz.de)
Die intensive Verfolgung durch den Menschen führte vor rund 200 Jahren in Mitteleuropa zum Aussterben des Eurasischen Luchses. In den 1970er Jahren wurden die Bemühungen verstärkt, die verbliebenen Vorkommen der Tierart zu schützen. Wiederansiedlungsprojekte in einigen europäischen Staaten führten zur Etablierung kleinerer Luchs-Populationen insbesondere im Alpenraum aber auch z.B. im deutsch/tschechischen Grenzbogen.
Noch sind diese Luchsvorkommen relativ klein und nicht alle stehen in Verbindung miteinander. Weitere Wiederansiedlungsprojekte und Maßnahmen, die es großen Wildtieren ermöglichen auch über weite Entfernungen durch unsere Kulturlandschaft zu wandern, können helfen nicht nur das Überleben des Luchses zu sichern.

Mit dem Luchsprojekt Harz wurde Anfang 2000 erstmals in Deutschland ein Wiederansiedlungsversuch für die größte europäische Katze gestartet.

Heute kann man sagen: "Ein alter Harzer ist zurück!"
Hier erfahren Sie mehr über den Luchs und seine Wege im Dreiländereck zwischen Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Auf der Internetseite www.luchsprojekt-harz.de können Informationen rund um den Luchs angesehen oder mitgeteilt werden.




Hubertusmesse
Am 04. November 2012 wird in der St. Nikolai-Kirche zu Wettin zum fünften Mal die Hubertusmesse gefeiert. Beginn der hubertusmesse ist 16.00 Uhr. Gemeinsam mit dem Jägerschaft Saalkreis e.V. und dem Jagdhornbläsercorp "Kloschwitz", dem Kulturverein Wettin e. V. ,dem Förderverein Nikolaikirche e. V. sowie Pfarrer A. Schuster wird zu Ehren des Heiligen Hubertus eine feierliche Messe gelesen.


Bitte um Unterstützung

Erfassung des Hirschkäfers in Sachsen-Anhalt

Hirschkäfer-Männchen (Breitungen, Foto Hempel) Hirschkäfer-Männchen (Breitungen, Foto Hempel)
Zweifelsfrei gehört der Hirschkäfer (wissenschaftlicher Name Lucanus cervus) aufgrund seiner imposanten Gestalt zu den bekanntesten Insekten hierzulande. Wer das Glück hatte, ein knapp zehn Zentimeter messendes Männchen in der freien Natur beobachten zu können, der wird dieses Erlebnis kaum vergessen. Sei es seiner stattlichen Größe oder seines fast schon Angst einflößenden geweihartig ausgebildeten Oberkiefers geschuldet: Dieser Anblick prägt sich dem Betrachter für immer ein.

Hirschkäfer sind typische Bewohner von Waldgesellschaften mit hohem Alt- und Totholzanteil (z.B. Auenwälder, Buchenwälder). Die Art wird gegenwärtig aber auch recht häufig auf alten Streuobstwiesen (Kirsche z.B.), in Bauerngärten, Parkanlagen, auf Friedhöfen, in Alleen und Feldgehölzen nachgewiesen. Führen die Tiere in diesen Biotopen ein relativ geheimes Leben, so lassen sie sich vor allem in der Dämmerung warmer, windstiller Abende recht einfach beim Fliegen - manchmal auch beim Schwärmen - beobachten. Fast senkrecht in der Luft stehend, laut brummend und langsam dahingleitend liefern Hirschkäfer ein charakteristisches, unverwechselbares Flugbild. Geflogen wird weniger im dichten Wald als vielmehr entlang von Randstrukturen der Gehölze, auf Lichtungen oder in offenen Waldabschnitten.

Hirschkäfer-Weibchen (Foto Rößler) Hirschkäfer-Weibchen (Foto Rößler)
Leider ist es im vergangenen Jahrhundert ruhig geworden um den größten Käfer unserer Heimat. Die einstmals gar nicht so seltenen Tiere sind fast vollständig aus unseren Wäldern verschwunden. Deshalb wurde die Art europaweit unter Schutz gestellt. Allen Mitgliedsstaaten der EU ist dadurch die Pflicht auferlegt worden, die heimischen Vorkommen des Hirschkäfers kontinuierlich zu überwachen.

In Sachsen-Anhalt laufen derzeit Erfassungsarbeiten zum Vorkommen des Hirschkäfers. Im Vergleich zu den meisten anderen Bundesländern gibt es hier noch relativ viele Tiere. Unser Bundesland trägt somit eine hohe Verantwortung zum Erhalt der Art. Nunmehr soll ein aktueller Stand der Hirschkäferbesiedlung im Land erarbeitet werden. Deshalb werden Daten zum Vorkommen der Art gesammelt. Gelegentlich findet man in der Natur Reste eines Hirschkäfers. Auch derartige Beobachtungen geben Aufschluss über Vorkommen der Art und sind von Interesse.

Ihre Hilfe wird gebraucht. Ihre Hilfe wird gebraucht.
Diese imposante Art für die Nachwelt zu erhalten, ist eine schöne Aufgabe. Helfen Sie dabei, indem Sie ihre Hirschkäferbeobachtungen mitteilen. Es ist nur dann möglich, Schutzmaßnahmen abzuleiten, wenn das Vorkommen des zu schützenden Objektes auch bekannt ist.

Informationen nimmt Dr. Werner Malchau dankend entgegen.
Mail: Wernermalchau@aol.com,
Tel.: 03928 - 400 483
Mobil 0178 85 82 611



16.06.12 | Waffenrecht

Sind Waffen sicher unter Verschluss?

Jägerschaft Saalkreis lädt ein zum 05. Jägerfest Die Aufbewahrung von Waffen gibt immer Anlass für Diskussionen (FOTO:MITTELDEUTSCHE ZEITUNG)
MERSEBURG/MZ. Wie sicher ist die Aufbewahrung von Jagd- und Sportwaffen im Saalekreis? Im vergangenen Jahr hat die Untere Waffenbehörde des Kreises 18 Verstöße gegen das Waffengesetz festgestellt. Die Delikte reichten von einer unsachgemäßen Lagerung der Schusswaffen bis hin zur schludrigen Führung von Waffenbüchern. Gegen die betroffenen Jäger und Sportschützen wurden Bußgelder verhängt. Im Wiederholungsfall drohen scharfe Sanktionen bis hin zum Verlust des Waffenscheins. Alarmierend: Mitarbeiter des Kreises hatten 105 stichpunktartige Kontrollen im vergangenen Jahr angesetzt, aber nur 45 Waffenbesitzer bei den unangemeldeten Besuchen auch tatsächlich angetroffen. Unter diesem Gesichtspunkt sind 18 Verstöße nicht wenig.

Das Ergebnis ist Wasser auf die Mühlen all jener, die eine Verschärfung des Waffengesetzes fordern. Vor allem Bundespolitiker der Grünen wollen Pistolen und Gewehre aus privaten Haushalten verbannen. "Eine 100-prozentige Sicherheit kann es nie geben. Wir Sportschützen sind aber keine Gefahr für die Öffentlichkeit. Zentrale Waffenlager anzulegen, würde aus meiner Sicht das Ende des Schützenwesens auch im Kreis bedeuten. Das kann keiner bezahlen", sagt Gerhard Surek aus Schraplau, Sport-Chef im Kreisschützenverband Merseburg-Querfurt. Dort sind 720 Schützen organisiert.

Nach Angaben des Landkreises sind im Saalekreis aktuell 2 026 legale Waffenbesitzer mit 2 430 Waffenbesitzkarten registriert. Sie haben 10 757 erlaubnispflichtige Pistolen und Gewehre, die privat in genormten Waffenschränken aufbewahrt werden müssen. "Es ist wichtig, dass die Behörden genau wissen, wer welche Waffen hat. Natürlich lässt sich auch immer darüber diskutieren, ob Sportschützen tatsächlich großkalibrige Waffen besitzen sollten", meint der grüne Landtagsabgeordnete Sebastian Striegel. Eine zentrale Waffenlagerung fordert er nicht, wohl aber einen hohen Kontrolldruck durch das Ordnungsamt des Landkreises. Nur so werde man auf eventuelle Missstände aufmerksam. "Die Frage muss erlaubt sein, ob die Kontrollen, übrigens nicht nur im Saalekreis, ausreichend sind."

Joachim Schröder hält das Kontrollverfahren für angemessen. "Das Ordnungsamt geht mit rigoroser Härte vor. Das ist richtig", erklärt der Vorsitzende der Jägerschaft Saalkreis. Er warnt davor, Jäger ins Zwielicht zu rücken, "auch wenn man nie ausschließen kann, dass man ein schwarzes Schaf in den eigenen Reihen hat". Bezüglich der Waffenlagerung erinnert der Teutschenthaler an die Praktiken in der DDR. Damals durften Jäger die Waffen nur für einen begrenzten Zeitraum mit nach Hause nehmen. Erst war es ein Tag, dann drei Tage, zuletzt eine Woche. Anschließend mussten die Waffen wieder in Zentrallager zurück. "Solche Verhältnisse wünscht sich keiner. Das Problem in unserer Gesellschaft sind aus meiner Sicht nicht die registrierten Waffen, sondern die illegalen, die im Umlauf sind", sagt Schröder.

Auch das Innenministerium Sachsen-Anhalts hält zentrale Waffenlager weder für praktisch noch für wirtschaftlich. "Die Schützenhäuser müssten umgebaut werden, vergleichbar mit Waffenkammern und Munitionsdepots in Bundeswehrkasernen. Allerdings haben einige Vereine gar kein Schützenhaus. Auch Jäger haben solche Liegenschaften zumeist nicht", sagt Ministeriumssprecherin Anke Reppin gegenüber der MZ. Der Kreis will seine Kontrollen indes auch als präventive Erziehung verstanden wissen. So sei die Zahl der Wiederholungstäter verschwindend gering.

VON Dirk Skrzypczak, 11.06.12
(Quelle: Mitteldeutsche Zeitung)


16.06.12 | Veranstaltung

Jägerschaft Saalkreis lädt ein zum 05. Jägerfest:

Jägerschaft Saalkreis lädt ein zum 05. Jägerfest
am 16.06.2012 findet wieder unser alljährliches 5. Jägerfest im Landwirtschaftsmuseum in Müllerdorf statt. Es kann dieses mal schon um 13.00 Uhr das Wildschwein probiert werden.Das Fest ist offen für alle Jäger, Naturfreunde, Nicht-Jäger und Interessierte. Neben vielen Attraktionen, wie Schießkino mit echten Jagdszenen, Ausstellung von Tier-Präparaten, einer grossen Tombola, Gestalten von Holzfiguren mit der Motorsäge, die Marktfrauen u.v.m. Auch für die Kleinen ist gesorgt: Sie kommen in dem Rahmenprogramm (z.Bsp. Kinderschminken, Hüpfburg, Waldlehrpfad) nicht zu kurz. Alles in allem: wieder ein spannender Nachmittag für jung und alt.


11.05.12 | Meldung

15,52 Euro retten Wildtiere

Die Grasmahd steht vor der Tür und bedroht wieder das Leben vieler Tiere. Mit nur wenig Aufwand lässt sich Abhilfe schaffen

© WM Thomas Berner (LJV NRW) An einem einschiebbaren Ausleger montiert, beschallt der Wildretter die noch nicht gemähte Fläche. © WM Thomas Berner (LJV NRW)
An einem einschiebbaren Ausleger montiert, beschallt der Wildretter die noch nicht gemähte Fläche.
April, Mai und Juni sind die Horrormonate in Niederwildrevieren mit einem hohen Grünlandanteil. Immer schneller und breiter werdende landwirtschaftliche Mähmaschinen mit Flächenleistungen von bis zu 20 Hektar pro Stunde töten eine immer größer werdende Zahl an jagdbaren und nicht jagdbaren Wildtieren. Mäuse, Erdkröten, Igel oder Kiebitzküken verbleiben nach der Gras- ernte genauso als zerfetzte Fleischklumpen auf der Wiesenfläche wie Rehkitze, Rebhühner, Fasanen, Feldhasen oder Wildkaninchen.

Doch inzwischen sind die Verluste nicht nur auf die Wiesenmahd und Jungtiere beschränkt. Andere Erntemaschinen stehen heutzutage den Kreiselmähern um nichts nach. Mähdrescher 'saugen' gerne schon mal ein komplettes Fasanengesperre ein, manchmal allerdings auch 'nur' ein Stück Schwarzwild. Danach folgen mit irrsinnigen Arbeitsgeschwindigkeiten von bis zu über 20 km/ h und bis zu 14 Reihen breit die Mais-Häcksler mit zum Teil so bezeichnenden Namen wie 'Jaguar'.

Viele Wildtiere zerstückelt

© WM Thomas Berner (LJV NRW) Die moderne, leistungsfähige Technik fordert alljährlich unzählige Opfer unter den Wildtieren. © WM Thomas Berner (LJV NRW)
Die moderne, leistungsfähige Technik fordert alljährlich unzählige Opfer unter den Wildtieren.
Niederwild verschwindet einfach als Geschnetzeltes in der Maissilage oder erhöht die Ausbeute in der Biogasanlage. Allenfalls an der kurzen Änderung des Betriebsgeräusches der Maschine kann man erahnen, dass gerade wieder ein Wildtier zerstückelt wurde. Erst ein Wildtier ab Rehgröße zwingt den Häcksler zum 'Verhoffen'.

Doch damit nicht genug: Rübenroder ziehen laut Aussage von Lohnunternehmern am Niederrhein stündlich ein Wildtier in die Köpfaggregate. Ein Fahrer eines sechsreihigen Rübenroders legte nach den letzten Reihen sogar einmal 36 zerschnittene Kaninchen zur Strecke. Wildtierverluste gibt es aber auch in anderen, weniger beachteten Bereichen, z. B. beim Pressen von Heu- oder Strohballen oder beim Ausbringen von Flüssigdünger. Letzteres wird uns in den nächsten Jahren noch stärker beschäftigen, wenn herkömmliche Verfahren der Gülleausbringung per Gesetz durch emissionsfreundlichere Injektions- und Schlitzverfahren ersetzt werden müssen. Statt einer 'Gülledusche' gibt es dann stahlharte Nadeln und Messer in den Rücken von Jung- und Althasen - der Umwelt zuliebe.

Viele Wildtiere gerettet

© WM Thomas Berner (LJV NRW) Ein Fasanenküken konnte vor den Mähmessern gerettet werden. © WM Thomas Berner (LJV NRW)
Ein Fasanenküken konnte vor den Mähmessern gerettet werden.
Laut Tierschutzgesetz und durch verschiedene Gerichtsurteile bestätigt stehen die Landwirte und Lohnunternehmer in der Pflicht, gefährdete Flächen nach Wild abzusuchen. Doch nur selten sieht man Landwirte, die dem Gesetz genüge tun. Viel einfacher ist es ja, den Jäger als Alternative zu nutzen und den zuständigen Revierpächter oder Jagdaufseher anzurufen, der diese Aufgabe meistens freiwillig und auch gerne für 'sein' Wild übernimmt. So suche ich seit 1993 jedes Jahr bis zu 180 Hektar Wiesen im Lehr- und Forschungsrevier des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen ab. Unterstützt werde ich dabei regelmäßig von freiwilligen Helfern aus dem Familien- und Freundeskreis sowie der hauseigenen langjährigen Stammtruppe passionierter Jagdhundeführerinnen und -führer. Sie alle tragen dazu bei, vielen hundert Wildtieren das Leben zu retten. Doch wo waren in den letzten 20 Jahren die Natur- und Tierschützer in unserem unter Naturschutz stehenden Revier? Gerne hätten wir sie bei Hitze und Staub im meterhohen Gras als zusätzliche Hilfe begrüßt. Vielleicht suchten sie ja gerade zeitgleich ihre Streuobstwiesen an anderer Stelle ab. Oder ist diese Art der Wildtierrettung dann doch nur den Jägern gutzuschreiben? Vielleicht werden wir eines Tages alle zusammenarbeiten, doch bis dahin folgen wir Jäger auf jeden Fall unserer Berufung - zum Wohle aller Wildtierarten!

© WM Thomas Berner (LJV NRW) Das Mähen der Flächen von innen nach außen senkt bereits die Wildtierverluste und sollte zur guten fachlichen Praxis gehören. © WM Thomas Berner (LJV NRW)
Das Mähen der Flächen von innen nach außen senkt bereits die Wildtierverluste und sollte zur guten fachlichen Praxis gehören.
Bislang war der Jagdhund unser bester Wildretter. In Spitzenzeiten wurden fünf Hektar große Wiesen im Revier mit bis zu vier Hunden gleichzeitig abgesucht. Allerdings finden selbst sehr gute Jagdhunde nicht alles Wild und sie bezahlen ihren engagierten Einsatz oft mit entzündeten Augen und einem Besuch beim Tierarzt. Als dann noch vor einigen Jahren unter tragischen Bedingungen der Vorstehhund eines Helfers durch ein Mähwerk getötet wurde, stand der Entschluss fest, dass eine Alternative gefunden werden müsste. Ähnlich wie bei einer Treibjagd haben alle unsere menschlichen Wildretter immer schon versucht, durch Geräusche das entdeckte Wild aus den gefährdeten Flächen zu treiben. Neben der eigenen Stimme und Hundepfeifen kamen gelegentlich auch Treiberklappern und -ratschen zum Einsatz. Letztendlich wurde aber von mir ein extrem lauter Signaltongeber mit niedriger Stromaufnahme gesucht und gefunden. Gleich das erste Gerät brachte die gewünschte Wirkung. Mit seinen 105 dB Schalldruck in drei Meter Entfernung verscheucht es zuverlässig sehr viele Wildtiere. Mittlerweile benutzen wir das Gerät seit vier Jahren und können zusätzlich auf die positiven Erfahrungen vieler Revierinhaber, die dieses Gerät ebenfalls ausprobiert haben, zurückgreifen. Die bisher gesammelten Erfahrungen sind so gut, dass wir damit an die breite Öffentlichkeit gehen möchten und auf noch mehr Nachahmer hoffen.

Schnell zusammengebaut

© WM Thomas Berner (LJV NRW) Die Geräusche aus dem Wildretter unterstützen die Wirkung der flatternden Kunststoffsäcke. © WM Thomas Berner (LJV NRW)
Die Geräusche aus dem Wildretter unterstützen die Wirkung der flatternden Kunststoffsäcke.
Für derzeit 15,52 Euro sind die vier Teile erhältlich (www.reichelt.de), die nötig sind, um daraus in wenigen Minuten ein einsatzfähiges Gerät zusammenzubauen. Dieser sogenannte akustische LJV-Wildretter 'nach Wildmeister Thomas Berner' kann auf vielfältige Art und Weise eingesetzt werden:
  • Als Ergänzung zu den bekannten Flattertüten, um Ricken zu veranlassen, ihre Kitze aus der Wiese zu führen. Dabei beschallt ein Gerät eine etwa fünf Hektar große Fläche eine Nacht lang. In Siedlungsnähe muss man natürlich den Lärmschutz beachten. Da sich der Schall aber nur in eine Richtung entwickelt, ist es möglich, die Geräte auch nahe an einer Bebauung aufzustellen.
  • Als Ersatz für den Jagdhund, indem man mit Gehörschutz die Fläche unmittelbar vor der Mahd im Zickzack abläuft.
Angebracht an der landwirtschaftlichen Maschine verscheucht es Wild direkt vor der eigentlichen Gefahrenquelle. Auch hier gilt: Der Schall entwickelt sich nur in eine Richtung. Das ist gut für den Fahrer in der Schlepperkabine, der dadurch nur sehr wenig von dem Krach mitbekommt. Zur Wildrettung muss das Gerät allerdings so ausgerichtet werden, dass der Schall in die noch zu mähende Fläche geworfen wird. Bei größeren Arbeitsbreiten sollten zwei oder sogar drei Geräte mit Abstand zueinander angebracht werden.

Vertrieben und damit gerettet werden fast alle Hasen und Kaninchen ab einem Alter von etwa drei Monaten, erwachsene Fasanen, nicht jedoch brutstarre Hennen, Rehkitze ab etwa drei Wochen Alter und natürlich alles erwachsene Wild. Wenn man die Flächen vorher nicht mehr absucht, sondern lediglich mit dem akustischen LJV-Wildretter an den landwirtschaftlichen Maschinen arbeitet, dann scheint es so zu sein, dass Fasanenhennen ihre wenige Tage alten Gesperre langsam aus der Fläche hinausführen. Allerdings muss dann zusätzlich von innen nach außen oder von einer Seite her gemäht werden!

Serienmäßige Ausstattung

© WM Thomas Berner (LJV NRW) Am Mähgerät fest montierter Wildretter mit Energieversorgung aus dem Bordnetz des Schleppers. © WM Thomas Berner (LJV NRW)
Am Mähgerät fest montierter Wildretter mit Energieversorgung aus dem Bordnetz des Schleppers.
Selbst wenn der akustische LJV-Wildretter nur ein einziges Wildtier in einer Fläche rettet, ist er allemal sein Geld wert. Vielleicht sollten die großen Landmaschinenhersteller wie Claas oder Krone einmal überlegen, ob solch ein Tonfolge-Signalgeber nicht direkt ab Werk an allen Erntemaschinen angebracht werden kann und von der Schlepperkabine aus zu schalten ist. Alle Wildtiere würden es ihnen danken. Einer unserer Landwirte, selbst Jäger, hat das bereits professionell perfekt umgesetzt - inklusive der Claas-Originalfarbe.

Die Empfehlung, von innen nach außen oder von einer Seite her zu ernten, sollte in der Landwirtschaft bei jeglichem Maschineneinsatz auf dem Feld genauso Pflicht werden wie ein Verbot der Nachtarbeit mit Scheinwerfern. Und warum nicht mal über eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf landwirtschaftlichen Flächen nachdenken? Leider wird in Naturschutzgebieten oft genauso gewirtschaftet wie auf konventionellen Flächen. Hier wäre ein Umdenken am ehesten umzusetzen. Doch leider arbeiten in Naturschutzgebieten die gleichen Maschinen mit denselben negativen Auswirkungen wie auf anderen Flächen auch.

Es ist gut vorstellbar, dass sich der akustische LJV-Wildretter auch für das Drücken von Sauen im Mais bewährt, allerdings liegen bis dato noch keine Erfahrungen vor. Zur Verhütung von Wildschäden durch Schwarzwild wird sich dieses Gerät jedoch nicht einsetzen lassen, da allgemein bekannt ist, dass sich Wild sehr schnell an regelmäßig wiederkehrende Geräusche gewöhnt. Ich würde mich natürlich freuen, wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, dieses Gerät nachbauen und von Ihren Erfahrungen - egal welcher Art - berichten.

Bauanleitung LJV-Wildretter

© WM Thomas Berner (LJV NRW) Der Wildretter bewahrt viele Tiere vor einem grausamen Schicksal. © WM Thomas Berner (LJV NRW)
Der Wildretter bewahrt viele Tiere vor einem grausamen Schicksal.
  • Gehäuse des Signaltongebers öffnen.
  • Ein 10 mm großes Loch für den Schalter in die Gehäuseseite bohren.
  • Druckschalter einsetzen und mit Mutter sichern.
  • Verkabelung: Die schwarze Leitung (-) des Batterieclips mithilfe der Anschlussklemme mit der schwarzen (-) Leitung des Signaltongebers verbinden. Die rote Leitung (+) des Batterieclips mit dem Druckschalter verbinden. Die graue Leitung (+) des Signaltongebers mit dem freien Anschluss am Druckschalter verbinden.
  • 9-V-Block-Batterie am Deckel ankleben und mit dem Batterieclip verbinden.
  • Gehäuse verschließen
Eine lötfreie Bauanleitung mit Schaltplan inklusive fertigem Warenkorb finden Sie hier. Alle Teile für den akustischen LJV-Wildretter nach Wildmeister Thomas Berner können bestellt werden zum Beispiel bei:

www.reichelt.de
  • Tel: 04422-955333, Fax: 04422-95511
  • 1 Signaltongeber, Art.-Nr. AP 4
  • 1 Druckknopfschalter, Art.-Nr. EL ESD
  • 1 Anschlussklemme, Art.-Nr. Scotchlok UY
  • 1 Batterieclip für 9-V-Block, Art.-Nr. CLIP HQ9V
  • Materialkosten (ohne Batterie): 15,52 € ohne Versand
www.conrad.de
  • Tel: 0180-5312111, Fax: 0180-5312110
  • 1 Alarm-Sirene mit Tonfolge 19T3120L, Art.-Nr. 751839-62
  • 1 interBär-Druckknopfschalter 8001
  • 1 x Ein/ Aus, Art.-Nr. 702285-62
  • 1 Scotchlok-Einzelladerverbinder 3M, Art.-Nr. 540012-62
  • 1 Batterieclip für 9-V-Block I, Art.-Nr. 624691-62
  • Materialkosten (ohne Batterie): 20,69 € ohne Versand


09.04.2012 | Meldung

Die Waschbären rücken an

Die Waschbären rücken an Der Waschbär fühlt sich offenbar wohl in der Region. (FOTO: MITTELDEUTSCHE ZEITUNG)
EISLEBEN/MZ. Für die einen sehen sie putzig aus, für andere gehören sie ganz einfach nicht hier her: Waschbären. Fakt ist: Ihre Zahl hat sich in den vergangenen Jahren im Mansfeldischen deutlich erhöht. Das ist vor allem an den Abschusszahlen zu erkennen. Wurden im Jagdjahr 2003 insgesamt 81 Waschbären zur Strecke gebracht, waren es 2010 bereits 360. "Das zeigt, wie sich die Population entwickelt", sagt Babett Mitschka, Sprecherin des Landkreises.

Die Tiere seien sehr anpassungsfähig, würden sich immer mehr in Wohngebieten breit machen. Da Waschbären Allesfresser sind, würden sie auch eine Gefahr für Singvögel und Niederwild darstellen. "Sie vertreiben brütende Vögel aus ihren Lebensräumen", sagt Marten Winter vom Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle. Der Biologe beschäftigt sich seit Jahren mit dem Leben von Waschbären und weiß, welche Gefahren von ihnen ausgehen können. "Sie übertragen den für Menschen gefährlichen Spulwurm", sagt Winter. Daher rät er, sich von den Waschbären fern zu halten.

Das ist freilich nicht immer möglich. Manche Hausbesitzer kann das Tier zur Weißglut bringen. Nämlich dann, wenn es sich im Dachstuhl einquartiert. Dort richtet er beispielsweise Schäden an der Dämmung an, die in die Tausende Euro gehen können. Zudem sind die Waschbären notorische Ruhestörer. Vor allem der Nachwuchs tobt gern in der Nacht herum. An einen ruhigen Schlaf für die Menschen in solch einem Haus ist da nicht zu denken.

Werden Waschbären auf dem eigenen Grundstück gesichtet, sollte man handeln, heißt es aus der Kreisverwaltung. Jäger, die in fast allen Ortschaften anzutreffen sind, können meist mit Fallen helfen und dadurch größere Probleme abwenden. Auch Schädlingsbekämpfer könnten zu Rate gezogen werden. "Auf keinen Fall sollte den Waschbären noch zusätzliches Futter angeboten werden", sagt Babett Mitschka. Die schon jetzt kaum noch scheuen Tiere könnten sich dadurch noch mehr an menschliche Nähe gewöhnen.

VON FRIEDER FAHNERT, 09.04.12
(Quelle: Mitteldeutsche Zeitung)



30.03.2012 | Wahlversammlung

Vollversammlung der Jägerschaft Saalkreis e.V.

am 30.03.2012 um 19.00 Uhr in Wettin, Burghof Mitte

auf unserer Vollversammlung ist einstimmig die Sitzverlegung des Vereins nach Teutschenthal beschlossen wurden. Des Weiteren wurde die Umbenennung des Vereins von Jägerschaft in Jägerschaft Saalkreis e.V. einstimmig beschlossen. Beide Beschlüsse erhalten ihren offiziellen Charakter, wenn die Eintragung im Vereinsregister erfolgt ist. Da die diesjährige Versammlung eine Wahlversammlung war, wurde auch ein neuer Vorstand gewählt:

Vorsitzender der Jägerschaft ist weiterhin Joachim Schröder; als Stellvertreter wurde Weidgenosse Gerd Jahn bestätigt; die Funktion des Kassenwartes übernimmt jetzt, statt Weidgenossin Dr. Angelika Kuchenbecker, Weidgenosse Ralf Kröhl, Weidgenosse Michael Stöhr wurde als Schriftführer wiedergewählt.

Wir danken hier auf diesem Weg nochmals Frau Dr. Angelika Kuchenbecker für die geleistete Arbeit und wünschen Ihr alles Gute und Weidmannsheil

Das Veterinäramt des Landkreises Saalekreis informierte auf unserer Versammlung über das passive Monitoring auf Geflügel (nur auf verendete, keine lebenden Vögel) Weiterhin werden kranke Füchse, Marderhunde und Waschbären untersucht. Für diese Untersuchungsobjekte erhält jeder Lieferant 13 Euro (Formular als PDF Downloaden).
Ablieferstelle in Halle ist die Freiimfelderstr 68 oder in Merseburg Oberaltenburg 04 .
Für Schweißproben vom Schwarzwild gibt es keine Vergütung mehr!

Weiterhin wurden verdiente Weidgenossen ausgezeichnet:
  • 40 Jahre Zugehörigkeit Landesjagdverband Hella Ködderitzsch
  • 50 Jahre Armin Held
  • 50 Jahre Herbert Schmidt
  • 50 Jahre Herbert Knoop
  • Treuenadel in Bronze: Gunter Schley
  • Treuenadel in Bronze: Ralf Kröhl
  • Treuenadel in Bronze: Ingo Stehblock
  • Treuenadel in Bronze: Karl Dankert
  • Treuenadel in Silber: Dr. Angelika Kuchenbecker



24.03.2012 | Waffentransport

Neue Verwaltungsvorschrift

Beim Schüsseltreiben darf die Waffe künftig im Auto bleiben.

Beim Schüsseltreiben darf die Waffe künftig im Auto bleiben.
Am 23. März 2012 ist die 'Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz' (kurz: WaffVwV) in Kraft getreten. Sie gilt als verbindliche Richtschnur für Behörden (lesen Sie hierzu auch PIRSCH 24/2011 S. 54-58).

Die wichtigsten Änderungen sind zum Beispiel der Waffentransport im Auto. Die Vorschrift besagt nämlich, dass die Waffe nicht zwingend in einem verschlossenen Behältnis transportiert werden muss. Sie darf lediglich nicht innerhalb von drei Sekunden mit weniger als drei Handgriffen schussbereit sein. Auch sind künftig Abstecher, wie etwa zur Post, auf dem Weg ins Revier erlaubt. Eine weitere Regelung ist, dass man auf Jagdreisen die Waffe nicht in einem Tresor unterbringen muss. Es genügt, die Waffe in einem abschließbaren Kleiderschrank zu verstauen, oder ein wesentliches Bauteil, wie zum Beispiel den Verschluss, zu entfernen. Der Deutsche Jagdschutzverband empfiehlt beide Verfahren zu kombinieren. Die vollständige Waffenverwaltungsvorschrift als PDF-Dokument finden Sie hier.

Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz (WaffVwV)



20.02.2012 | Wahlversammlung

Wahlversammlung der Jägerschaft Saalkreis

Termin: 30.03.2012
Ort: Wettin (Burghof)
Beginn: 19.00 Uhr
Ablauf:
19.00-22.00 WAHLVERSAMMLUNG



29.11.11 | Meldung

Mitgliedschaft Jägerschaft Saalkreis

alter Beitrag:

70,00€

Der Beitrag setzt sich zusammen aus:
  • 17,50€ Versicherung
  • 52,50€ Jahresbeitrag

Neuer Beitrag:

77,50€

Der Beitrag setzt sich zusammen aus:
  • 25,00€ Versicherung
  • 52,50€ Jahresbeitrag
Mehr informationen zum Mitgliedschaftsbeitrag.

27.10.11 | Veranstaltung

Hubertusmesse 2011

Hubertusmesse 2011
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19.08.11 | Meldung

Im Schlaraffenland

Immer mehr Wildschweine in Sachsen-Anhalt: Wenn das Futter stimmt, bringt es ein ausgewachsenes Tier ohne weiteres auf 150 Kilogramm.(FOTO: ARCHIV) Immer mehr Wildschweine in Sachsen-Anhalt: Wenn das Futter stimmt, bringt es ein ausgewachsenes Tier ohne weiteres auf 150 Kilogramm.(FOTO: MITTELDEUTSCHE ZEITUNG)
TEUTSCHENTHAL/MZ. Ist es ein Windhauch? Das hohe Gras bewegt sich nur ein wenig. Dann tut sich gar nichts mehr. Aber plötzlich schiebt sich ein borstiger, großer Kopf aus dem Gebüsch. Wenig später folgen dem Wildschwein weitere Tiere - eine Rotte unterwegs am Ortsrand von Teutschenthal (Saalekreis). Joachim Schröder greift zur Büchse. Er ist Jäger. Er kann schießen. Er soll auch schießen. Doch im nächsten Moment ist das Tier samt Gefolge schon wieder verschwunden.

Jäger und Landwirt: Joachim Schröder aus dem Saalekreis bekämpft die Wildschweinplage. (FOTO: G: BAUER) Jäger und Landwirt: Joachim Schröder aus dem Saalekreis bekämpft die Wildschweinplage. (FOTO: G: BAUER)






Genau das ist das Problem. Schröder, seit 1986 im Saalekreis auf der Pirsch: "Ein Wildschwein ist keine dumme Sau." Im Umland von Halle findet das Tier sogar problemlos den Weg ins Schlaraffenland. Weil sich die Fruchtfolge seit 1990 massiv zugunsten von Raps, Weizen und Mais verändert hat, kann es nach Herzenslust fressen, sich vermehren und bleibt bei alledem fast immer unsichtbar. So kommt es, dass sich der Bestand seit vielen Jahren erhöht - und die Tiere laut Schröder mittlerweile eine echte Plage sind. Etwa 1 500 teils schwere Verkehrsunfälle mit den Schwarzkitteln sind eine alarmierende Tatsache. Und das, obwohl die Jäger in Sachsen-Anhalt allein im vergangenen Jahr mehr als 33 000 Wildschweine geschossen haben. "Wir kommen nicht mehr hinterher."

Einen Eindruck von dem Problem vermittelt schon ein kurzer Streifzug durch Schröders Revier - ein Abenteuer am Rand der Saale-Aue. Irgendwie wirkt das riesige Maisfeld im Sonnenuntergang etwas gespenstisch. Fast drei Meter sind die Pflanzen hoch - ein regelrechter Wald, scheinbar undurchdringlich. "Der Jäger braucht hier vier Ohren", meint Schröder. Zwei für die Geräuschkulisse, für die unter anderem der Lärm der nahe gelegenen A 143 sorgt. Und zwei..., plötzlich legt der 64-Jährige einen Finger auf den Mund. Leise! Was ist los? Da raschelt etwas im Mais. Dann dringt sogar ein Grunzen und Quieken aus dem Feld. "Ein Keiler auf der Flucht?", fragt der Städter schon etwas besorgt. Schröder schüttelt den Kopf. Seine Gegenfrage: Warum sollen die Tiere ihr Paradies verlassen? Der Mais liefert ihnen gerade prächtiges Futter.

Liebesspiel mit Folgen

Und auf dem Feld gibt es Senken mit Schlamm, wo sich die Wildschweine ausgiebig suhlen können. Bis zur Ernte leben die Rotten ziemlich ungestört, so dass auch die Lust am Liebesspiel nicht zu kurz kommt.

Das bleibt nicht ohne Folgen, wie dieses kleine Rechenexempel zeigt. Drei Monate, drei Wochen, drei Tage - solange ist ein Wildschwein trächtig. Danach kommen bis zu zwölf Frischlinge zur Welt. Schröder: "Unter unseren Bedingungen ist dann auch ein zweiter Wurf im Jahr fast normal." Schwund gibt es kaum, solange der Winter nicht extrem ist. Das bedeutet: Der Bestand verdoppelt sich innerhalb eines Jahres. Fast unglaublich erscheint diese Entwicklung vor diesem Hintergrund: "Bis in die 1960er Jahre gab es hier praktisch keine Wildschweine." Heute gehen Experten davon aus, dass sich der Bestand im Land auf mehrere hunderttausend Tiere beläuft.

Bei näherem Hinsehen ist das freilich kein Wunder: Alles, was sie brauchen und schätzen, finden die Tiere auch rings um Halle in Hülle und Fülle. Und ihre Bekämpfung erweist sich als überaus schwierig. Auf dem Hochstand, der meist bis gegen Mitternacht besetzt ist, bleibt genügend Zeit, das zu erklären. Schröder, der in diesem Jahr erst vier Wildschweine zur Strecke gebracht hat, sagt: Meistens dauert es viele Stunden, oft fünf bis zehn Nächte, bis man überhaupt zum Schuss kommt.

Fehlschuss kann teuer werden

Wegen des Überangebotes stehen die Tiere nicht mehr unter Schutz, sind ganz jährig jagdbar. Dennoch gibt es vieles zu beachten. Eine Ausnahme betrifft beispielsweise Bachen mit Frischlingen. Sie bleiben unbehelligt! Ein einziger Fehlschuss kann richtig teuer werden: 500 Euro Strafe. Darüber hinaus muss sich ein Jäger, bevor er abdrückt, auch ganz sicher sein, dass kein Mensch zu Schaden kommt kann.

Im Zweifel bleibt deshalb die Waffe immer unten, selbst wenn das Wildschwein schon in der Klemme sitzt. Dazu berichtet Schröder von diesem Ereignis aus dem benachbarten Holleben. "Dort hatte sich eine Sau bis ins Dorf gewagt und in einer Garage eingerichtet." Tor zu - doch in so einem Fall währt die Vorfreude auf einen leckeren Braten nicht lange. Erstens entwickelt das eingesperrte Tier eine ziemliche Zerstörungswut, zweitens rennt es - sobald die Möglichkeit sich bietet - um sein Leben. Schröder: "Und mitten im Dorf kann ich beim besten Willen nicht anlegen. Das ist viel zu gefährlich."

An dieser Stelle sorgt kräftiges Wetterleuchten für eine Unterbrechung. Zwei, drei Mal erhellt es das Feld für einen Moment. Man sieht etliche Stellen, wo der Mais abgeknickt am Boden liegt. Dort haben es sich die Wildschweine gut gehen lassen. Schröder, der lange Jahre im Ackerbau tätig gewesen ist, spricht als Jäger und Landwirt: "Das sind Wildschäden." Noch sind sie angesichts der großen Schläge nicht existenzbedrohend für den Bauern. Doch am Ende muss für die Verluste jemand aufkommen - unter Umständen können das auch die Jäger sein, die diese Region bewirtschaften.

Rund um Holleben sind es gerade einmal acht Weidmänner, die auf einer Gesamtfläche von immerhin 2 000 Hektar das Jagdrecht ausüben. Erhöht werden könne die Abschussquote nur, wenn es endlich Jagdschneisen auf den Riesenäckern gebe. Wenn sich die Bauern über kurz oder lang aber nicht darauf einlassen, hilft nur noch einer: der einzige natürliche Feind, den das Wildschwein fürchten muss - der Wolf.

VON RALF BÖHME, 19.08.11
(Quelle: Mitteldeutsche Zeitung)


22.05.11 | Meldung

Die Gefahr in der Dämmerung

Nachts im Wald sollten Fahrzeuge mit Abblendlicht fahren, um das Wild nicht aufzuschrecken und den Tieren eine Orientierung zu ermöglichen. (Foto: Mitteldeutsche Zeitung)
Nachts im Wald sollten Fahrzeuge mit Abblendlicht fahren, um das Wild nicht aufzuschrecken und den Tieren eine Orientierung zu ermöglichen. (Foto: Mitteldeutsche Zeitung)
Für Reh-, Rot- und Schwarzwild ist der Frühling eine Zeit der Wonne, meint Harald Schwarz, Kreisjägermeister im Saalekreis. "Die Tiere haben sich urbane Gebiete erschlossen. Im Frühjahr werden die Reviere aufgeteilt, und das Wild sucht sich die besten Futterstellen." Die großen Mais- und Rapsfelder seien wie ein Fünf-Sterne-Hotel. "Hier findet das Wild genügend Futter und Deckung." Verkehrsteilnehmer sollten jetzt besonders aufpassen, warnt der Automobilclub ADAC. So quert das Wild vermehrt die Straßen, was die Unfallgefahr erhöht. 298 Kollisionen im Saalekreis hat das Polizeirevier in Merseburg seit dem 1. Januar bis zum 16. Mai registriert. "Man kann nur an alle Fahrzeugführer appellieren, den Fuß vom Gas zu nehmen", rät der Kreisjägermeister.

Unterdessen wird mit allerlei Raffinessen versucht, die Bewohner des Waldes von den Verkehrswegen fern zu halten. Natürlich stehen auch im Saalekreis Duftzäune. Unfallschwerpunkte wie die Leuna-Halde an der Bundesstraße 91 wurden zum Teil umfriedet. Baumelnde CD-Scheiben an Bäumen bringen hingegen nur wenig. Wirkungsvoll aber teuer ist eine elektronische Überwachungsanlage wie im Ziegelrodaer Forst. Die lange Gerade durch den Wald war bei Auto- und Kradfahrern lange Zeit gefürchtet, vor allem nachts und in der Dämmerung. Im Schnitt krachte es jährlich 25 Mal im Forst. Seit 2003 tasten Bewegungsmelder auf einer Strecke von 300 Metern mit Infrarot das Unterholz ab. Nähern sich Tiere, leuchten LED-Verkehrszeichen an der L 172 auf. 98 000 Euro hatte die Anlage einst gekostet. Eine Investition, die sich auszahlt. "Seit die Technik arbeitet, ist die Zahl der Unfälle auf Null zurückgegangen. Der letzte Zusammenstoß eines Fahrzeugs mit einem Wild ist vier Jahre her", sagt Kerstin Küpperbusch, Sprecherin der Kreisverwaltung.

Harald Schwarz rät Unfallbeteiligten, immer die Polizei zu verständigen. Die Ordnungshüter setzen sich mit dem jeweiligen Jagdpächter in Verbindung. Er kümmert sich um das Unfalltier, eine im Saalekreis für die betroffenen Verkehrsteilnehmer kostenfreie Leistung. Im Gegenzug verzichtet der Kreistag darauf, eine Jagdsteuer von den Pächtern zu verlangen. Übrigens ist es durchaus möglich, dass angefahrenes Wild später auf dem Teller landet. "Zuvor muss das Tier aber auf Krankheiten untersucht werden. Erst wenn die Unbedenklichkeit vorliegt, kann der Pächter über die Vermarktung entscheiden", erklärt Schwarz.

Kniffliger wird es da schon bei den Versicherungen. Die regulieren Schäden an Fahrzeugen zumeist nur nach Kollisionen mit Haarwild. Übrigens droht Unfallbeteiligten ein Papierkrieg mit Behörden, sollten geschützte Arten wie Bussard, Wildkatze, Wolf oder Luchs bei Zusammenstößen getötet werden. "Dann wird es aufwendig", meint Schwarz.

Der Waidmann warnt auch davor, Essensreste aus dem Auto zu werfen. Die würden nämlich das Wild anlocken. Nur kann sich dieses All-inklusiv-Menü für Mensch und Tier als fatal erweisen.

(Quelle: Mitteldeutsche Zeitung)



22.05.11 | Meldung

Die meisten Karambolagen im November

771 Wildunfälle zählte das Polizeirevier im vergangenen Jahr im Saalekreis. Bei 576 Kollisionen war Rehwild beteiligt. Es folgen Schwarzwild (78), Füchse (37) sowie Hasen und Wildkaninchen (20). Auch ein Luchs wurde überfahren. Er gehört zu den geschützten Arten. Für die betroffenen Verkehrsteilnehmer endeten die Karambolagen zumeist glücklich. Neun leicht verletzte Personen finden sich in der Polizeistatistik für 2010. In diesem Jahr ist es bislang nur ein Fahrzeugführer, der leichte Blessuren erlitt. Die Liste der Monate mit den meisten Wildunfällen führte 2010 der November (97) vor Oktober (87) und August (79) an. Der Mai folgt auf Rang vier mit 70 Kollisionen. Am wenigsten krachte es im Dezember (40).

Experten warnen vor der Wucht von Zusammenstößen. Rammt ein 50 Stundenkilometer schnelles Auto ein 17 Kilo schweres Reh, summiert sich dessen Aufprallgewicht auf 425 Kilo. Bei Tempo 70 verdoppelt sich demnach das Aufprallgewicht. Deshalb rät der ADAC, in ländlichen Gegenden und in Wäldern lieber langsamer zu fahren.

(Quelle: Mitteldeutsche Zeitung)



27.04.2011 | Veranstaltung

Jägerschaft Saalkreis lädt ein zum 04. Jägerfest:

Mitgliederversammlung
am 18.06.2011 findet wieder unser alljährliches Kreisjägerfest im Landwirtschaftsmuseum in Müllerdorf statt. Es beginnt 14.00 Uhr und ist offen für alle Jäger, Naturfreunde, Nicht-Jäger und Interessierte. Neben vielen Attraktionen, wie Schießkino, Ausstellung von Tier-Präparaten, einer grossen Tombola, Gestalten von Holzfiguren mit der Motorsäge, die Marktfrauen u.v.m. können auch Wildspezialitäten verkostet werden. Auch die Kleinen kommen in dem Rahmenprogramm (z.Bsp. Kinderschminken) nicht zu kurz. Alles in allem: wieder ein spannender Nachmittag für jung und alt.



03.04.2011 | Meldung

Verjüngung im Landeswald

Neben der waldbaulichen und der ökologischen Notwendigkeit sind dabei natürlich auch die wirtschaftlichen Einflussgrößen von immenser Bedeutung. Allein mit der diesjährigen Pflanzung investiert der Forstbetrieb ca. 450.000 € in die Zukunft der hiesigen Wälder, von der Größenordnung her sind in den letzten fünf Jahren ähnliche Aufwendungen erfolgt.

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01.04.2011 | Mitgliederversammlung

Mitgliederversammlung

Mitgliederversammlung
Am 01.04.2011 ab 19.00 Uhr findet in Wettin (im Burghof) unsere jährliche Mitgliederversammlung statt.


25.02.2011 | Meldung

20 Jahre Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e. V.

20 Jahre Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e. V.
20 Jahre wissenschaftliche Schalenwildbewirtschaftung in Sachsen-Anhalt - Dokumentation Schalenwildstrecken und Spitzentrophäen aus Sachsen-Anhalt in den Jahren 1990 bis 2010
Erarbeitet von Horst Burde, Magdeburg

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03.11.2010 | Veranstaltung

Hubertusmesse 2010

Hubertusmesse 2010
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29.09.2010 | Meldung

Keiler verletzt Jäger

Foto: Karsten Schönewald Weil der Keiler nur drei Läufe hatte, konnte er offenbar vor der Erntemaschine nicht fliehen. Deutlich zu erkennen: Die Verwundung durch den Häcksler am Wurf.
Foto: Karsten Schönewald
Ein 100-Kilo-Keiler hat in Groß Schneen (Lkr. Göttingen/ Niedersachsen) einen Jäger schwer verletzt. Der Unfall passierte bei der Maisernte. Der Häckslerfahrer hatte das Wildschwein mit seiner Erntemaschine erfasst und dabei den Wurf aufgeschlitzt, woraufhin die Sau zurück in den verbliebenen Mais flüchtete. Drei hinzu gerufene Jäger stellten in der Folge den Schlag ab. Unvermittelt nahm der Keiler dabei zwei der Jäger an.

Ein 68-Jähriger stürzte durch die Attacke zu Boden. Aus seiner Waffe löste sich versehentlich ein Schuss und traf einen in 200 Meter Entfernung vorbei fahrenden Lastkraftwagen auf der Bundesstraße 27. Das Projektil wurde später im hinteren Teil des Führerhauses entdeckt. Der Keiler verletzte noch einen 63-Jährigen am Bein, bevor er von dem 38-jährigen Mitpächter des Revieres erlegt wurde. Der verwundete Jäger musste im Krankenhaus operiert werden. Laut Polizeidirektion Göttingen wurden auf Anordnung des Amtsgerichts Waffen und Munition der drei Jäger beschlagnahmt. Außerdem ermittelt die zuständige Polizei wegen 'gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr'.



September 2010 | Meldung

Wildschadenregulierung 2010

Wie in jedem Jahr steht in den Monaten Juli bis September die Wildschadensregulierung an. In dieser Zeit aktualisieren wir hier wöchentlich die Werte für die wichtigsten ackerbaulichen Kulturen.

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Juli 2010 | Spendenaufruf

Liebe Mitbürger, Gönner und Freunde der Jägerschaft,

unsere Jägerschaft Saalkreis e. V. beabsichtigt für die Jungjägerausbildung und auch für Interessierte ein mobiles Schießkino anzuschaffen.

Das mobile Schießkino soll in erster Linie den Jungjägern dienlich sein, um den Umgang mit der Waffe bei vor allen jagdlichen Situationen zu üben und zu festigen. Gleichzeitig dient es natürlich dem richtigen Ansprechen des Wildes.

So greifen wir als Jäger und Ausbilder im starken Masse den Umweltgedanken auf, in dem wir die Wege zu den Schießständen einsparen und das Blei in der Verpackung lassen.

Unser Verein ist ein renommierter eingetragener Verein, der sich in erster Linie den Interessen unserer Jägerinnen und Jäger als auch Jägern anderer Jägerschaften annimmt aber auch öffentlichkeitswirksam in Erscheinung tritt.

So veranstalten wir jährlich das Kreisjägerfest, welches immer mehr Zuspruch in der breiten Bevölkerung findet. Auch dabei wird ein geliehenes Schießkino angeboten, welches bei Jung und Alt großes Interesse hervorruft.

Das mobile Schießkino soll von den Spendern, Interessierten, unserer Jägerschaft genutzt, und auch auf öffentlichen Veranstaltungen angeboten werden, um die Präsenz unserer Jägerschaft zu intensivieren.

Wir würden uns über jede Spende sehr freuen und danken
Ihnen im Voraus für Ihre Unterstützung !

Ihre Jägerschaft Saalkreis e. V.

Bankverbindung
KTO: 101034197
BLZ: 80093784
Volksbank Halle
Verwendungszweck: Schießkino




30.07.10 | Meldung

70er-Zone zur Autobahn?

Die beiden tödlichen Unfälle, die Freitagnacht auf den Autobahnen 9 und 14 von frei laufenden Pferden und Kühen verursacht wurden, haben die Diskussion um Tempo-Limits auch im Saalekreis erneut entfacht. Denn seit Wochen meldet die Polizei täglich Unfälle mit Tieren. Beteiligt sind meist Rehe, Wildschweine, Dachse und anderes Wildgetier. Polizei wie Jäger sind sich einig: Hohe Geschwindigkeiten sind die Hauptursache für Wildunfälle.

Knapp zwei Mal pro Tag kommt es im Saalekreis laut Statistik des ersten Halbjahrs 2010 zu einem Wildunfall. Bis Ende Juni wurden 335 Wildunfälle von der Polizei aufgenommen. Und die Unfallgefahr droht noch zu steigen, denn die gefährlichste Zeit des Wildwechsels stehe erst bevor, warnt der Vorsitzende der Jägerschaft, Joachim Schröder. Zwei Gründe nennt er dafür: Bis Mitte August ist Brunftzeit, in der Böcke auf der Suche nach Ricken oder im Kampf mit Kontrahenten häufiger über die Straße hetzen. Zudem werden Weizen, Mais und Raps geerntet, weshalb sich die Tiere neue geschützte Standorte suchen.

Um Tiere wie Autofahrer vor gefährlichen Zusammenstößen zu schützen, will die Jägerschaft nun eine neue Tempo-70-Zone beantragen - für die Zufahrt zur A 143 von Holleben aus. Im Straßenverkehrsamt Saalekreis weiß man davon zwar offiziell noch nichts. Doch habe man schon oft mit der Jägerschaft zusammengearbeitet, sagt Behördenleiter Helmut Menzlow. Wenn die Jäger nun auf eine Gefahrenstelle hinweisen, würde das Amt prüfen, ob die Strecke unfallgefährdet und eine neue Beschilderung notwendig ist. "In dem Fall werden entsprechende Schilder angebracht", so Menzlow. Der Verwaltungsakt vom Hinweis bis zur Aufstellung dauere dann rund einen Monat.

Allerdings setze man hauptsächlich auf mehr Eigenverantwortung der Autofahrer. Bei einem Gefahrenzeichen wie dem für Wildwechsel müsse man als umsichtiger Autofahrer ohnehin das Tempo drosseln, erläutert Menzlow. Dennoch würde das Amt einer "berechtigten Forderung" nach einer Tempo-70-Zone folgen.

Vor allem in den Abend- und Nachtstunden sind nach Auskunft von Polizeihauptkommissar Jürgen Lingel vom Revier Saalekreis die Tiere unterwegs. Am häufigsten stehen im Saalekreis Rehe unerwartet auf der Straße - zwei Drittel der Wildunfälle machen sie aus. Zusammenstöße mit Wildschweinen, Hasen und Kaninchen, Füchsen sowie Dachsen ergeben zu ungefähr gleichen Teilen das andere Drittel. Direkte Unfallzentren gebe es nicht, erklärt Lingel. "Überall muss mit Wildwechsel gerechnet werden." Jedoch würden einige Flächen wie die Auenlandschaft rund um die B 181 stark genutzt, so dass die Tiere die von der Bundesstraße abgehenden Wege häufig queren. Auch auf der B 6 von Halle nach Grube Ferdinande und weiter in Richtung Könnern komme es oft zu Wildunfällen. Jägerschafts-Chef Schröder nennt als Gefahrenorte zudem die Wege zwischen Salzmünde und Wettin, die Gebiete von Halle-Neustadt und Buna sowie die B 80 bei Langenbogen.

(Quelle: mz-web.de)



04.06.2010 | Meldung

Bundesjägertag 2010: 70.000 Unterschriften übergeben

DJV-Präsident Jochen Borchert (2.v.r.) mit Vertretern der Jagdpresse, die die Aktion unterstützt hatte, bei der Übergabe der Unterschriften an Staatssekretär Dr. Robert Kloos (r.). Foto: SE DJV-Präsident Jochen Borchert (2.v.r.) mit Vertretern der Jagdpresse bei der Übergabe der Unterschriften an Staatssekretär Dr. Robert Kloos (r.). Foto: SE
Stand vor einem Jahr in Berchtesgaden noch die innerverbandliche Auseinandersetzung im Vordergrund, waren es auf dem Bundesjägertag am 04. Juni in Templin wieder Sachfragen.

Gleich mit einer einstimmig verabschiedeten Resolution wandten sich die Delegierten aus 15 Bundesländern (Bayern gehört seit dem 01. Januar 2010 nicht mehr dem DJV an) gegen die sich abzeichnende Zersplitterung des Jagdrechts. Anlass sind die sogenannten 'Reformansätze' in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Saarland.

Zentrale Eckpunkte zur Erhaltung eines einheitlichen Jagdwesens sind demnach:

  • die Bindung des Jagdrechts an das Grundeigentum
  • die Ausübung der Jagd auf allen land-, forst- und fischereiwirtschaftlich nutzbaren Flächen (auch Naturschutzflächen)
  • das System der Jagdgenossenschaften und das Reviersystem

In letzterem Punkt zeichnet sich hier Einigkeit mit den wichtigsten Partnern der Jäger ab: Der Deutsche Bauernverband (DBV), die Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (BAGJE) und der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) bekannten sich in einer gemeinsamen Stellungnahme zur Pflichtmitgliedschaft in den Jagdgenossenschaften.

Erfolgreiche Unterschriftenaktion

Vertreter von Grundeigentum, Wissenschaft, Politik und der Jägerschaft bekannten sich in der Diskussion zu gemeinsamen Handeln. Foto: SE Vertreter von Grundeigentum, Wissenschaft, Politik und der Jägerschaft bekannten sich in der Diskussion zu gemeinsamen Handeln. Foto: SE
Als äußeres Zeichen für diese Linie kann die vom DJV initiierte Unterschriftenaktion gelten, an der sich auch die dlv-Jagdmedien sowie weitere Jagdzeitschriften beteiligt hatten: Dem Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Robert Kloos, konnten jetzt 70.000 Unterschriften gegen die Zersplitterung des Jagdrechts überreicht werden.
Zweites Brennpunktthema war das Schwarzwild: Im Rahmen einer Podiumsdiskussion waren sich Vertreter der Landwirte, der Jagdgenossenschaften, der Politik, der Wissenschaft und der Jägerschaft einig, dass diese Problematik nur durch gemeinsames Handeln in den Griff zu bekommen ist. Ebenso waren sie sich einig, dass es absolut unsinnig ist, sich in dieser Streitfrage den Schwarzen Peter gegenseitig zuzuschieben. Wie Lösungen aussehen könnten, wurde auf dem Agrarbetrieb Röddelin im Rahmen des Modellvorhabens 'Schwarzwildbewirtschaftung in der Agrarlandschaft' den Delegierten vorgestellt.
In seinen jagdpolitischen Ausführungen ging DJV-Präsident Borchert vor allem mit dem Gutachten zum 'Wald-Wild-Konflikt' hart ins Gericht: Vom Anspruch, eine sachliche Analyse der Verbisssituation zu liefern, seien die Auftraggeber - BfN, DFWR und ANW - meilenweit entfernt.

Einigkeit demonstriert

In seinem Jahresbericht ging Borchert auf die neue Situation nach dem Austritt Bayerns ein. Vor allem in finanzieller Hinsicht hat das für den DJV durchaus gravierende Konsequenzen, was sich auch in den von Schatzmeister Dietrich Möller vorgestellten Haushaltsplänen widerspiegelte. Andererseits konnte Borchert den Delegierten mitteilen, dass die auf der Sonderhauptversammlung beschlossenen Maßnahmen umgesetzt worden sind oder sich in Umsetzung befinden. So steht fest, dass die DJV-Geschäftsstelle in 2011 nach Berlin umziehen wird. Einstimmig wurden von den Delegierten die vom Präsidium vorgeschlagenen Satzungsänderungen gebilligt.
Gastgeberland des Bundesjägertages 2011 wird Rheinland-Pfalz sein.

(Quelle: jagderleben.de)



19.06.2010 | Veranstaltung

Kreisjägerfest im Landwirtschaftsmuseum in Müllerdorf

Jägerfest in Müllerdorf
Am 19.06.2010 findet wieder unser alljährliches Kreisjägerfest im Landwirtschaftsmuseum in Müllerdorf statt. Es beginnt 14.00 Uhr und ist offen für alle Jäger, Naturfreunde, Nicht-Jäger und Interessierte. Neben vielen Attraktionen, wie Schießkino, Ausstellung von Tier-Präparaten, einer grossen Tombola, Gestalten von Holzfiguren mit der Motorsäge u.v.m. können auch Wildspezialitäten verkostet werden.
Auch die Kleinen kommen in dem Rahmenprogramm (z.Bsp. Kinderschminken) nicht zu kurz. Alles in allem: ein spannender Nachmittag für jung und alt.



22.04.2010 | Jägerschaft in der Presse

Das Wild hegen, pflegen und erlegen

(Quelle: Mitteldeutsche Zeitung | Rubrik: Saalkreis | Ausgabe: 22.04.2010)
Den ganzen Zeitungsartikel "Das Wild hegen, pflegen und erlegen" können Sie hier als PDF lesen.



05.03.2010 | Unterschriftenaktion

Zersplitterung des Jagdrechts verhindern - jetzt!

Die Jägerschaft Saalkreis beteiligt sich an der Unterschriftenaktion der Vereinigung der Deutschen Landesjagdverbände. Auf unserer Hauptversammlung werden die Listen ausgelegt und Informationen zur notwendigen Aktion bekanntgegeben.



22.01.2010 | Veranstaltung

Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Saalkreis

Termin: 09.04.2010
Ort: Wettin (Burghof)
Beginn: 17.00 Uhr
Ablauf:
17.00-18.30 Trophäenbewertung
18.30-19.00 Pause mit Versorgung
19.00 Uhr bis 21.30 Uhr Versammlung



06.01.2010 | Schweinezeit

Aujeszkysche Krankheit: Jagdhund tot

Schweinezeit Foto: Foto Schilling
In Sachsen-Anhalt ist im Landkreis Wittenberg ein Jagdhund mit der Aujeszkyschen Krankheit (AK) infiziert worden. Die auch als Pseudowut bezeichnete anzeigepflichtige Tierseuche wird durch das zur Familie der Herpesviren gehörende Aujeszky-Virus ausgelöst, das durch Haus- und Wildschweine übertragen wird. Die Infektion mit dem Virus, gegen das es keinen Impfstoff gibt, verläuft bei fast allen Säugetieren tödlich. Menschen sind für den Erreger jedoch nicht empfänglich.

Der Jagdhund war nach einer Drückjagd bei Stackelitz mit dem Aufbruch eines infizierten Wildschweins gefüttert worden. Er musste eingeschläfert werden. Es handelt sich um die erste Aujeszky-Infektion in Sachsen-Anhalt seit mehr als zwölf Jahren. Das Virus ist bei Wildschweinen im Landkreis jedoch seit Jahren über Antikörper nachweisbar. Zum Schutz vor der tödlichen Infektion sollten Hunde niemals mit rohem Schweinefleisch gefüttert werden.

Gerade beim Streckelegen von Schwarzwild sollte es nicht zu locker zugehen - der Wildprethygiene und den Jagdhunden zuliebe!

(Quelle: "unsere Jagd")



08.11.2009 | Veranstaltung

Hubertusmesse 2009

Hubertusmesse 2009
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02.11.2009 | Meldung

Wildbret: Nachfrage steigt

Rund 25.900 Tonnen heimisches Wildbret von Schwarzwild, Rehwild, Rot- und Damwild haben die Deutschen im Jagdjahr 2008/ 2009 verzehrt - ein Plus von fast 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) mit. Wildbret-Lieferant Nr. 1 war das Schwarzwild mit 14.800 Tonnen, gefolgt vom Rehwild mit 7.800 Tonnen. 'Der Trend zu hochwertigem Wildfleisch aus heimischen Revieren hält erfreulicherweise an', kommentierte DJV-Präsident Jochen Borchert.

Nur noch gut die Hälfte des in Deutschland verzehrten Wildbrets stammt jedoch tatsächlich von wildlebenden Tieren. Etwa 40 Prozent liefern Zuchtbetriebe, von denen ein Großteil im Ausland produziert. Insbesondere preiswerte Supermarktware wird zum großen Teil importiert. An erster Stelle unter den Lieferländern steht Neuseeland mit 9.000 Tonnen Wildbret, gefolgt von Polen (2.300 Tonnen) und Südafrika (1.800 Tonnen), so der DJV. SE

(Quelle: "unsere Jagd")



26.10.2009 | Meldung

MV: Gericht kippt Schießnachweis

Übungsschießen ist sinnvoll - aber bitte freiwillig. (Foto: DIT)
Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Greifswald hat die Schießnachweis-Verordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern für unwirksam erklärt. Den Jägern war per Verordnung vom 14. November 2008 (§?3, Absatz 1, Nr. 7 Jagdzeitenverordnung M-V) die Verpflichtung auferlegt worden, ihre Schießfertigkeiten regelmäßig nachzuweisen. Wer diesen Nachweis nicht erbracht hatte oder erbringen konnte, durfte in Mecklenburg-Vorpommern nicht die Jagd ausüben. Das galt auch für Jagdgäste aus anderen (Bundes-) Ländern.

In der mündlichen Verhandlung am 14. Oktober machte das Gericht deutlich, dass ein solches Jagdverbot durch das gesetzgeberische Anliegen, Jagdunfälle zu verhindern, durchaus gerechtfertigt sein könnte. Das OVG stellte jedoch fest, dass weder das Jagdgesetz des Landes Mecklenburg- Vorpommern (LJagdG M-V) noch das Bundesjagdgesetz (BJagdG) eine Grundlage enthalten, ein solches Jagdverbot im Wege einer Verordnung zu erlassen (Az 4K/OS).

Die landes- und bundesrechtlichen Vorschriften ermächtigten lediglich zum Erlass sachlich begründeter Jagdverbote. Das mit dem Normenkontrollantrag angegriffene Jagdverbot sei hingegen mit subjektiven, in der Person des Jägers liegenden Voraussetzungen verknüpft, nämlich mit dem Verstoß gegen die Verpflichtung, seine Schießfertigkeit zu erhalten. Für den Erlass solcher subjektiven Verbote liefere die Verordnungsermächtigung des § 22 Abs. 4 LJagdG M-V in Verbindung mit § 19 Abs. 2 BJagdG jedoch keine zureichende Ermächtigungsgrundlage. SE

(Quelle: "unsere Jagd")



20.10.2009 | Jagdrecht & Politik

Wenn der Amtmann klingelt

Mit unangemeldeten 'Hausbesuchen' der Waffenbehörde müssen Jäger rechnen. (Foto: D. Hopf)
Das novellierte Waffengesetz ermöglicht es Behörden, unangemeldet die Aufbewahrung von Schusswaffen und Munition in Privaträumen zu überprüfen. Wie verhalte ich mich, wenn Kontrolleure vor der Tür stehen?

An fang Juli hat auch der Bundesrat den vom Bundestag beschlossenen Änderungen im Waffengesetz zugestimmt. Damit wurde das Waffengesetz vor allem in einem Punkt deutlich schärfer gefasst - bei der Aufbewahrung von Schusswaffen und Munition. Zwar blieben die Regelungen, in welchen Behältnissen Waffen und Munition untergebracht werden müssen, unverändert. Den Behörden wurde aber ein größerer Spielraum bei der Kontrolle der Aufbewahrung eingeräumt. Nach § 36 Abs. 3 WaffG 'haben die Besitzer von erlaubnispflichtigen Schusswaffen, Munition oder verbotenen Waffen der Behörde zur Überprüfung ... Zutritt zu den Räumen zu gestatten, in denen die Waffen und Munition aufbewahrt werden'.

Diese Regelung kollidierte gewaltig mit dem Grundrecht der verfassungsmäßig garantierten Unverletzlichkeit der Wohnung (Art. 13 GG). So sah sich der Gesetzgeber veranlasst, diese zu 'entschärfen': 'Wohnräume dürfen gegen den Willen des Inhabers nur zur Verhütung dringender Gefahren für die öffentliche Sicherheit betreten werden.' Nur beim Vorliegen einer konkreten, ganz besonderen Gefahrenlage dürfte die Wohnung ohne richterliche Genehmigung aufgesucht werden.

Das erste Fazit: Ich kann vom Grundrecht Gebrauch machen und den Behördenmitarbeiter den Zutritt zu meinen Wohnräumen ohne Angabe von Gründen verweigern. Eigentlich ist alles klar, doch da gibt es noch ein Hintertürchen: Denn in der Begründung zum neu gefassten § 36 WaffG wird ausgeführt, dass derjenige Waffenbesitzer, der bei einer verdachtsunabhängigen Kontrolle den Zutritt zum Aufbewahrungsort der Waffen verweigert, zwar nicht mit einer Durchsuchung gegen seinen Willen rechnen muss. Eine 'nicht nachvollziehbare Verweigerung' könnte dennoch Folgen haben. Denn damit würde der Waffenbesitzer seine 'Zuverlässigkeit' (§ 5 WaffG) aufs Spiel setzen.

So stellt sich für den Waffenbesitzer die Frage nach dem Verhalten bei einer unangemeldeten Kontrolle: Mache ich von meinem Grundrecht Gebrauch und riskiere bei mehrmaligem Verweigern unter Umständen sogar meine WBK? Oder kooperiert man?

Keine Konfrontation

Davon ausgehend, dass Waffen und Munition stets rechtskonform untergebracht sind, spricht nichts dagegen, Behördenmitarbeitern auch bei unangemeldeten Kontrollen die Überprüfung der Waffenaufbewahrung zu gestatten. Anhand häufig gestellter Fragen einige Tipps, was man dabei beachten sollte.

Kann ich zwecks Eigenschutzes von den Beamten eine schriftliche Legitimation (z.B. Dienstausweis mit Lichtbild, amtliches Schreiben plus Personalausweis) verlangen?

Dieses empfiehlt sich generell, wenn man die Personen nicht von eigenen Behördenbesuchen her kennt. Auch von Polizisten in Uniform sollte man sich den Dienstausweis zeigen lassen.

Steht es mir zu, bei der Unteren Waffenbehörde oder bei der Polizei anzurufen, um zu prüfen, ob die Beamten 'wirklich echt' sind?

Selbstverständlich.

Kann ich die Behördenmitarbeiter auch wegschicken?

Grundsätzlich ja, auch ohne Angabe von Gründen. Allerdings schadet es nicht, einen nachvollziehbaren Grund zu nennen. Ab wann - nach bereits einem oder erst nach mehrmaligem Wegschicken ohne Angabe von Gründen - die Behörde jedoch von der Möglichkeit Gebrauch macht, die Zuverlässigkeit in Zweifel zu ziehen, ist heute nicht abzusehen.

Darf ich einen Zeugen meiner Wahl hinzu rufen?

Ja, dies ist zu empfehlen.

Haben die Kontrolleure das Recht, die ganze Wohnung zu sehen?

Nein, der Zutritt beschränkt sich ausschließlich auf den Raum (die Räume) in dem die Waffen, die Munition untergebracht sind. Den Weg dorthin bestimmt ausschließlich der Waffenbesitzer.

Können die Kontrolleure verlangen, dass der Waffenschrank geöffnet wird?

Ja, denn dies dient der Überprüfung, ob das Sicherheitsbehältnis den Klassifizierungs-Vorschriften entspricht, zum Beispiel durch die Kontrolle der meist innen angebrachten Prüfplakette.

Dürfen die Kontrolleure anhand der WBK die Waffen abgleichen?

Ja.

Was ist, wenn ich Waffen ausgeliehen beziehungsqweise selbst geliehen oder auch beim Büchsenmacher (etwa zur Reparatur) habe?

Falls nicht alle eigenen Waffen beziehungsweise geliehene Waffen im Schrank sind, sollten die Ausleihvorgänge dokumentiert sein (s. PIRSCH-Leihformular).

Dürfen noch andere Dinge im Waffenschrank (verschlossene Waffenschrank-Seitenfächer, Aktenordner, Schatullen etc.) kontrolliert werden?

Nein, hierbei würden die Beamten ihre Kompetenz überschreiten. Dies wäre nur mit einem richterlichen Durchsuchungsbeschluss zulässig.

Was ist, wenn der Waffenbesitzer mehrmals bei unangemeldeten Kontrollen nicht angetroffen wird?

Das ist Sache der Behörde. Grundsätzlich ist ja auch eine Terminvereinbarung möglich.

Es sind bei einer unangemeldeten Kontrolle nur Mitbewohner des Waffenbesitzers zu Hause. Müssen diese den Kontrolleuren den Zutritt zum Raum der Waffenaufbewahrung ermöglichen?

Nein, Ansprechpartner ist hier ausschließlich der Waffenbesitzer. Die Kontrolleure können weggeschickt werden.

Dürfen Fragen gestellt werden nach dem Aufbewahrungsort des Safe-Schlüssels beziehungsweise der Kombination des Zahlenschlosses?

Gefragt werden darf, es muss aber nicht geantwortet werden. Allerdings darf beispielsweise der Schlüssel nicht an einem Haken neben der Safetür hängen oder die Zahlenkombination groß auf einem Zettel angeklebt sein. Denn ausschließlich Berechtigte dürfen Zugriff auf den Waffenschrank haben.

Was passiert, wenn ich meine Waffen oder auch Munition nicht ordnungsgemäß untergebracht habe? Zum Beispiel in einem A-Schrank mehr als die zehn zulässigen Langwaffen oder eine Kurzwaffe?

Bei Verstößen gegen die Aufbewahrungsvorschriften muss man unterscheiden: Verstöße gemäß § 36 Abs. 1 oder 2 sind nach § 53 Abs. 1 Nr. 19 WaffG bußgeldbewehrt. Außerdem kann je nach Schwere des Verstoßes auch die WBK entzogen werden.

Wird jedoch gegen die Aufbewahrungsvorschriften vorsätzlich verstoßen und entsteht dadurch die konkrete Gefahr, dass eine Schusswaffe oder Munition abhanden kommt oder Unbefugte darauf zugreifen können, liegt eine Straftat nach dem mit der Novellierung neu eingefügten § 52 a WaffG vor. Dies wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Beispiel: Eine geladene Kurzwaffe liegt auf dem Küchentisch und Kinder/?Jugendliche (im Prinzip alle Nichtberechtigten) können darauf zugreifen.

Aber auch bisher galt schon, dass der Waffenbesitzer wegen fahrlässiger Vergehen (fahrlässige Körperverletzung, fahrlässige Tötung) verurteilt werden kann, wenn ein Unberechtigter sich die Waffen verschaffen konnte und damit ein solches Delikt - sei es fahrlässig, sei es vorsätzlich - beging.

Pflichtaufgabe

Es ist zwar nicht damit zu rechnen, dass die Waffenbehörden jetzt in großem Stil unangemeldete Kontrollen durchführen werden. Dazu ist die Personaldecke doch zu dünn. Aber Stichproben - gerade unangemeldete - sind durchaus möglich. Wichtig: Fordert die Behörde schriftliche Auskünfte an, gibt es keinen Grund, diese zu verweigern. Gegebenenfalls vereinbart man einen 'Besuchstermin', bei dem dann aber auch alles 'aufgeräumt' sein muss!

Doch noch einmal: Es war schon bisher und es ist auch weiterhin die (selbstverständliche) Pflicht des Waffenbesitzers, Waffen und Munition - wie vorgeschrieben - so aufzubewahren, dass Unberechtigte keinen Zugriff darauf haben. Denn letztlich haben wir es in der Hand, mit welchen Restriktionen uns der Gesetzgeber überzieht. JD

(Quelle: "Unsere Jagd")